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Dreifacher ÖSV-Schlusseffort Mit voller Wucht zurückgeschlagen

Das Austria-Team hat an dieser WM sein Fett abbekommen. Dem Gejammer zum Trotz: Im Slalom stehen die Österreicher geschlossen auf dem «Stockerl».

Legende: Video Hirscher: «War nicht nervös» abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus sportlive vom 17.02.2019.

Der Aufschrei in der Presse unseres Nachbarn war unüberhörbar. Vor dem letzten Rennen in Are stand die führende Skination noch ohne WM-Gold da. Was diese Lücke bedeutet, verdeutlicht ein Blick in die Statistik. Allein in diesem Jahrtausend sahnte die ÖSV-Equipe 28 Titel ab, an jeder Weltmeisterschaft im Minimum 2 (bis maximal 5) Auszeichnungen in Gold.

Und dann gab es vor 4 Tagen in der Kronen Zeitung auch noch diesen Aufschrei: «Hilfe, Hirscher hat Husten!» Mit einer Grippe geschwächt aus dem Bett gekrochen, resultierte für den Hoffnungsträger im Riesenslalom «nur» der 2. Platz. Es war dies die stolze 10. (!) WM-Medaille für den 29-jährigen Salzburger – und doch wurde sie mit Enttäuschung quittiert.

Ohrfeige für die Frauen

Im letzten WM-Rennen, dem Slalom, präsentierte sich die Austria-Equipe als wäre sie auf einer Mission – nicht nur auf einer goldenen. Das Spitzen-Trio Hirscher, Michael Matt (25) und Marco Schwarz (23) reagierte auf die Schelte, die auf den ÖSV-Verband eingeprasselt gewesen war, mit Bravour. Auf einen Schlag polierte der ÖSV seine Bilanz von 5 auf total 8 Medaillen (1/4/3) auf.

Einen Dreifach-Erfolg an einer WM feierte eine Nation letztmals im Jahr 2001 in St. Anton. Ironischerweise waren es damals die 3 Österreicherinnen Michaela Dorfmeister, Renate Götschl und Selina Heregger, die vor Heimpublikum in der Abfahrt der Konkurrenz nur die Brosamen überliessen. Die Austria-Frauen erlitten in Are eine empfindliche Schlappe, gingen erst zum 2. Mal in der WM-Geschichte leer aus ...

Die Stimmen zur Machtdemonstration

Von meinen Schultern ist ein immenser Druck abgefallen. Die letzten Tage waren für mich nicht die einfachsten, darum bin ich auch deutlich ausgelaugter als sonst.
Autor: Marcel Hirscher

Der nun 3-fache Weltmeister im Slalom (2013/2017/2019) hielt sich an der Pressekonferenz kurz. Der Heimflug steht noch am gleichen Abend bevor. Sein Drang, nach Hause zu kommen, ist enorm.

Hirscher liess bloss noch durchblicken, dass «dies meine mutmasslich letzte WM gewesen ist». Das Erbe, das er hinterlässt, ist imposant: 11 Medaillen – davon 7 goldene Exemplare, somit schloss er zu Rekordmann Toni Sailer auf.

Klar, dass wir geschlossen auf dem Podium stehen, mag erstaunen. Aber dies ist eben auch das Resultat einer perfekt harmonierenden Teamarbeit.
Autor: Michael Matt
Es war grossartig, hier bei euch sein zu dürfen.
Autor: Marco Schwarz

Das Schlusswort gehört dem Jüngsten des Trios. «Eigentlich habe ich mich schon abgefunden mit dem 4. Platz.» Deshalb kam nach Kombi-Bronze und Team-Silber für den 23-Jährigen das Beste zum Schluss, wie für die gesamte ÖSV-Auswahl.

Legende: Video Schwarz: «Bin mega happy» abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.
Aus sportlive vom 17.02.2019.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.02.2019 10:45 / 14:10 Uhr

10 Kommentare

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  • Kommentar von Rinaldo Del-grande (Rinaldino)
    Die Herren kehren heim ohne Medaille ausser dem Team Event das keine Bedeutung hat haben doch die Besten nicht mal teilgenommen. Kleine Blamage
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  • Kommentar von Christian Seisenbacher (Christian Seisenbacher)
    Ich denke auch das die Schweiz tolle Arbeit leistet und das weiterhin auch tun wird. Ich bin ja österreicher aber auch ein Fan von den Herren Zenhäusern und Odermatt. Tolle Typen. Die Konkurrenz belebt das Geschäft und man darf sich auch freuen wenn das eigene Land gut abschneidet,egal wo man wohnt.
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  • Kommentar von Armin Meile (MrMele)
    Ich denke, als Schweizer sollten wir zurückhaltend sein mit Worten wie "Katastrophen-WM". Sind wir ehrlich, Österreich ist zwar hinter uns im Medaillenspiegel, weil die Medaillenfarbe das wichtigste Kriterium für die Rangliste ist, aber sie haben doppelt so viel mal Edelmetall gewonnen. Und vor allem: Sie haben praktisch überall ein breiteres Kader. Wir leben momentan von Einzelathleten wie Wendy Holdener, Corinne Suter oder dem an der WM glücklosen Beat Feuz, aber dahinter klafft eine Lücke.
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    1. Antwort von Hans Peter (Hanspeter97)
      Sicher hat Swissski Probleme, gab es immer, wird es immer geben. Daran muss gearbeitet werden. Riesenslalom zum Beispiel aktuell sowohl Männer als auch Frauen. Das ist eigentlich DIE Grunddisziplin. Vor ein paar Jahren war die Katastrophendisziplin noch der Slalom. Schauen Sie sich an, wie sich das entwickelt hat. Holdener, Gisin, Chable, Meillard sind Topfahrerinnen. Bei den Männer halt Yule, Zenhäusern und Meillard. Und Nachwuchs kommt da auch mit Nef, Simonett und Rochat
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