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Schlechte Noten für FIS-Boss Eliasch
Aus Ski alpin vom 02.05.2022.
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Neuer FIS-Präsident «Chaos! Gefährlich für den Skisport»: Eliasch hart kritisiert

Der Milliardär blickt auf einen wenig gelungenen Einstand in sein Amt als Boss des internationalen Skiverbands zurück.

Er wolle «transparent», «engagiert» sein und «gut zuhören» – das hat Johan Eliasch letzten Frühling in seinem Wahlkampf-Video versprochen. Seine Worte sind aber längst verhallt, das Gegenteil ist eingetroffen. Unter dem neuen FIS-Präsident herrscht weder Offenheit noch eine gute Kommunikation: Interview-Anfragen von mehreren Medienunternehmen lehnt der schwedisch-britische Milliardär konsequent ab.

Und auch mit wichtigen Partnern gibt es keinen Kontakt, das bestätigt Stefan Krauss, ehemaliger Weltcup-Abfahrer aus Deutschland und heute für die Vermarktungsfirma Infront tätig, kürzlich in der Sendung «Sport inside» im Westdeutschen Rundfunk (WDR): «Trotz intensiver Bemühungen auf unserer Seite gab es seit der Wahl von Herrn Eliasch am 4. Juni letzten Jahres keinen persönlichen Kontakt. Insofern kommt auch keine wirklich sinnvolle Diskussion zustande.»

Gang vor Gericht droht

Diskussionen wären aber so wichtig, zum Beispiel über die Vermarktung der Fernsehrechte. Die liegen im Weltcup im Ski alpin bis jetzt bei den nationalen Verbänden, doch Eliasch möchte sie bei der FIS zentralisieren – und das möglichst schnell und trotz bestehender Verträge.

Sein anscheinend aggressives Vorgehen kommt überhaupt nicht gut an, der Streit um die Rechte wird wohl vor Gericht entschieden und bis dann herrscht Unklarheit – wie auch über den Weltcup-Kalender des nächsten Winters, der schon längst feststehen sollte.

«Mit Blick auf die nächste Saison herrscht Chaos. Niemand weiss genau, womit man zu rechnen hat. Diese Situation ist nicht zufriedenstellend, gefährlich und für den Skisport sicherlich schädlich», so Krauss.

Eliasch trat als Hoffnungsträger an, doch statt als Reformator frischen Wind in den internationalen Skiverband zu bringen, produziert er als Quereinsteiger bisher nur heisse Luft.

Radio SRF 4, Morgenbulletin, 2.5.22, 6:17 Uhr;

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Schwizgebel  (chs60)
    Herr Schröcknadel hat den Deal eingefädelt/ermöglicht und wird nach seinem Rücktritt als ÖSV-Chef noch Vize-Präsidenz bei der FIS.
    Braucht sich keiner zu wundern.
  • Kommentar von Robert Wüthrich  (Old Rob)
    Es ist leider eine traurige Entwicklung, dass der Sport immer mehr kommerzialisiert wird. Alles dreht sich um das liebe Geld. Der Skizirkus wird den gleichen Weg gehen wie die F1. Eliasch scheint daruf zu zu steuern, Tradition ist für ihn unbedeutend. Dem gilt es entgegenzuwirken und zwar so rasch wir möglich.
  • Kommentar von Werner Aeschlimann  (wernz)
    Also ich fahre K2...............
    1. Antwort von Christian Schwizgebel  (chs60)
      Salomon geht auch