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Warum das Auslösen der Bindungen für Zwiespalt sorgt
abspielen. Laufzeit 02:07 Minuten.
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Diskussionen wegen Skiunfällen Wann soll eine Bindung aufgehen und wann nicht?

Soll es eine automatische Auslösung der Bindungen geben? An dieser Fragen scheiden sich die Geister im Skisport.

Das Problem ist altbekannt: Weil die Pisten im Weltcup extrem hart präpariert sind, müssen die Bindungen bei den Ski der Profis sehr hart eingestellt werden, damit die Athleten das Arbeitsgerät unterwegs nicht verlieren.

Es ist nicht einfach, die richtige Mischung zu finden.
Autor: Tina Weirather

Kommt es dann aber zu einem Sturz, kann das Nicht-Auslösen der Bindung verheerende Folgen haben. So gesehen bei den Unfällen der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie und der Österreicherin Rosina Schneeberger, die sich im Val di Fassa beide schwere Beinverletzungen zugezogen hatten.

«Es ist nicht einfach, die richtige Mischung zu finden», sagt SRF-Skiexpertin Tina Weirather. Denn es kann ebenso verheerend sein, wenn die Bindungen aufgehen, aber nicht sollten.

«Dann passiert vielleicht dem Knie nichts, weil der Ski nicht mehr anhängen kann. Dafür kommt es zu anderen Verletzungen», gibt Beni Matti, der Rennchef von Stöckli-Ski, zu bedenken.

Wie das Problem mit Sensoren gelöst werden könnte, was der bereits eingesetzte Airbag damit zu tun hat und warum ein Beispiel von Mauro Caviezel zeigt, dass der Weg zu einer zufriedenstellenden Lösung noch lang ist, erfahren Sie im Audio-Beitrag oben.

Radio SRF 1, Abendbulletin, 09.03.2021, 18:45 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Claude Nobs  (bernstein)
    Endlich davon wegkommen, dass die Bindung mechanisch (also durch reine Krafteinwirkung) auslöst. Eine Rennbindung muss zusätzlich elektronisch auslösen. Mit Sensoren in beiden Ski's & Helm wäre es gut möglich nur auszulösen wenn wirklich nötig. Ein super Beispiel dafür ist die oben im Bild dargestellten Körperposition, da ist keiner mehr am "fahren"...
    1. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Wenn es so einfach wäre, dann würde ich das auch befürworten. Allerdings, so ist es eben nicht.
  • Kommentar von Franz Roth  (Franz Roth)
    Warum werden Bindungen bei solchen Rennen noch nicht elektronisch ausgelöst? Könnte zusammen mit dem Airbag oder aus der Ferne ausgelöst werden.
    1. Antwort von Markus Hunziker  (MH1)
      Aus der Ferne? Und wie soll das gehen? Ein Zuseher soll auf einen Knopf drücken? Der müsste aber schnell sein,,,
    2. Antwort von Dominik Bärtschi  (Raggamuffin)
      Gute Idee. Mit einer Fernsteuerung kann eine geschulte Person schnell reagieren. Stürze im Training sind aber auch Ursprung vieler Verletzungen. Der Airbag löst sicherlich bei einem Schlag auf den Oberkörper aus, da ist es naheliegend, dass zu diesem Zeitpunkt auch die Skis gleich öffnen könnten? Somit ist ein Fehlverhalten bei Schlägen auf den Ski abgewendet. Diese Argumentation gegen neue Lösungen ist fragwürdig, da ich momentan beinahe jedes Weekend Rennunterbrüche und Verletzungen sehe
    3. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Gute Idee? Schnapsidee!
  • Kommentar von Samuel Nogler  (semi-arid)
    Einfacher wäre es, die Pisten nicht so hart zu preparieren. Rennen im Tiefschnee wären doch auch mal spannend (bitte aber nicht bei der Abfahrt, sonst kommt gleich eine Lawine mit).
    1. Antwort von Eric Baumgartner  (Eric Baumgartner)
      leider haben wir im weichen Schnee sehr viele schwere Verletzungen weil der Ski plötzlich anders greift also ist auch nicht die Lösung im Tiefschnee oder man passt das Material an das es nicht mehr so agressiv ist.
    2. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Dafür gibt es die Wettkämpfe der FWT (Freeride World Tour). Dort donnern die Athlet*innen auch mit fast 100 Sachen ins Tal. Allerdings im Tiefschnee und über Felsen, gespickt werden die halsbrecherischen Fahrten mit Backflips und anderen Tricks.
    3. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Am einfachsten ist es wenn die Piste extrem hart präpariert ist. Dann ist die Reaktion des Gerätes am ehesten vorauszusehen. Weiche Pisten sind viel gefährlicher, weil das Gerät unvermittelt hohen Zusatzkräften durch Nachgeben und wieder Halten des Schnees ausgesetzt sein kann.