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Kurz vor den Peking-Spielen Schweizer Alpin-Cracks streiten sich noch um 5 Olympia-Tickets

Am Montag werden die Schweizer Alpin-Skifahrer für Peking selektioniert. Vor den Spielen sieht es rosig aus, wenige Fragen sind noch offen.

Tanguy Nef (hier im Bild) kämpft noch um den letzten freien Platz bei den Männern.
Legende: Selektionen stehen bevor Tanguy Nef (hier im Bild) kämpft noch um den letzten freien Platz bei den Männern. Freshfocus

Zweieinhalb Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele stimmt der Formstand der Schweizer Alpin-Cracks zuversichtlich. Zuletzt beim Heimspiel in Wengen sorgten Marco Odermatt, Beat Feuz und Daniel Yule dafür, dass in allen Disziplinen immer mindestens ein Swiss-Ski-Athlet auf dem Podest stand.

Parallel dazu reihten sich beim Speed-Wochenende der Frauen in Zauchensee Lara Gut-Behrami (Abfahrt) und Corinne Suter (Super-G) in den Top 3 ein. Auch in allen anderen Olympischen Disziplinen – ausser in der Kombination, die im Weltcup nicht mehr ausgetragen wird – steht Swiss-Ski in dieser Saison mit mindestens einem Podestplatz zu Buche.

Die Rennen vom Wochenende in Kitzbühel und Cortina sind die letzten, bevor am Montag die definitive Selektion für Peking erfolgt.

Bei den Männern Odermatt und Feuz, ...

Die 2018 in Pyeongchang geholten sieben Medaillen stellen für die Schweiz damit auch auf den weitgehend unbekannten chinesischen Pisten eine realistische Ausbeute dar. Mit Feuz, Michelle Gisin, Wendy Holdener und Ramon Zenhäusern ist das so erfolgreiche Quartett von Südkorea auch vier Jahre später dabei.

Der grösste Hoffnungsträger aus Schweizer Sicht heisst natürlich Marco Odermatt. Von den bislang 27 Top-3-Klassierungen des Winters sind alleine deren 10 durch den Nidwaldner herausgefahren worden. Die Hälfte davon schaffte er im Riesenslalom, in welchem der Olympia-Debütant gleich als haushoher Favorit ins Rennen gehen wird.

Video
Odermatt gewinnt den Riesenslalom in Adelboden (Archiv)
Aus Sport-Clip vom 08.01.2022.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 47 Sekunden.

In Super-G und Abfahrt gehört Odermatt ebenfalls zu den aussichtsreichen Medaillenanwärtern. Gleiches gilt für Beat Feuz, der in bisher sechs Saison-Abfahrten auf vier Podestplätze kommt.

... Gut-Behrami bei den Frauen

Ebenfalls auf vier Top-3-Platzierungen in diesem Winter – sie allerdings in drei verschiedenen Disziplinen – kam Lara Gut-Behrami. In ihrem bereits grossartigen Palmarès fehlt der Gesamtweltcupsiegerin 2016 einzig noch Olympia-Gold, nachdem sie vor Jahresfrist in Cortina die WM-Titel im Super-G und Riesenslalom holte.

Jeweils zweimal auf dem Weltcup-Podest standen in dieser Saison Michelle Gisin (je einmal im Riesenslalom und Slalom), Niels Hintermann (Abfahrt), Holdener (Slalom) und Corinne Suter (je einmal in Abfahrt und im Super-G). Dazu stiess am Sonntag noch Daniel Yule.

Nur ein Männer-Platz noch frei

Neben den Obengenannten haben bei den Männern auch Gino Caviezel, Justin Murisier, Loïc Meillard, Stefan Rogentin, Luca Aerni und Ramon Zenhäusern die Selektionskriterien erfüllt. Bei den Frauen sind dies noch Jasmine Flury, Joana Hählen und Camille Rast. Verletzungen oder eine kurzfristig eingehandelte Corona-Infektion vorbehalten, sind damit 17 der 22 Schweizer Startplätze besetzt.

Voraussichtliches Schweizer Alpin-Kader für Olympia:

MÄNNER FRAUEN
Selektionskriterien bereits erfüllt: Selektionskriterien bereits erfüllt:
Marco Odermatt Lara Gut-Behrami
Beat Feuz Corinne Suter
Daniel Yule Michelle Gisin
Ramon Zenhäusern Wendy Holdener
Niels Hintermann Jasmine Flury
Gino Caviezel Joana Hählen
Justin Murisier Camille Rast
Loïc Meillard
Stefan Rogentin
Luca Aerni
Weitere Kandidaten Weitere Kandidatinnen
Yannick Chabloz Priska Nufer
Tanguy Nef Noémie Kolly
Andrea Ellenberger
Aline Danioth

Hinweis: Die Schweiz kann bei den Alpinen je 11 Männer und 11 Frauen nach Peking schicken.

Da diese gleichmässig zwischen den Geschlechtern vergeben werden, verfügt Cheftrainer Thomas Stauffer bei den Männern nur noch über einen offenen Platz. Für diesen kommen Yannick Chabloz infrage, der in der Abfahrt die halbe Limite geschafft hat, und nun in Kitzbühel nach erzwungener Corona-Pause zwei weitere Chancen erhält, sowie Tanguy Nef. Der Genfer hat als Slalom-Spezialist allerdings einen schweren Stand, da im Stangenwald die vier Tickets schon vergeben scheinen.

Ticket auch für Aline Danioth?

Einiges mehr Spielraum hat Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor. Priska Nufer hat in beiden Speed-Disziplinen jeweils die halbe Limite erfüllt, gleiches gilt für Noémie Kolly in der Abfahrt und Andrea Ellenberger im Riesenslalom.

Als Investition in die Zukunft wäre zudem eine Selektion von Aline Danioth denkbar. Die Urnerin steht nach zwei schweren Knieverletzungen in ihrer Comeback-Saison und punktete im Slalom bereits wieder zweimal.

SRF zwei, sportlive, 15.01.22, 12:10 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Stahel  (Jää Soo)
    Ich finde es unnötig. die restlichen Startplätze bei den Frauen aufzufüllen. Sie haben die Selektion nicht geschafft, deshalb sollen Sie auch zu Hause bleiben.
    Natürlich könnten Sie an eine Supertag eine Medaille holen.
  • Kommentar von Michael Stähli  (Mich)
    Ich gehe davon aus dass die Liste "weitere Kandidaten " nicht abschließend ist. Zum Beispiel könnte sich ein Urs Kryenbühl oder eine Jasmina Suter mit guten Ergebnissen dieses Wochenende noch aufdrängen. Ein passende Formkurve ist meiner Meinung nach der bessere "Leistungsausweis" als ein einzelnes Spitzenresultat zu Beginn der Saison wie beispielsweise bei Yannick Chabloz
    1. Antwort von Marcel Moser  (Rasenmaeher77)
      Da Urs Kryenbühl nicht geimpft ist, müsste er wohl bereits in der 21-tägigen Quarantäne sein in China, wie Patricia Kummer. Da würde ihm nicht mal mehr ein doppelter Kitzbühl Sieg helfen
    2. Antwort von Ramon Josi  (ramon.josi)
      Oder Sandro Simonet mit einem Podestplatz? We‘ll see!
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    "Rückgratlose" Schweiz!
    Olympia-Teilnahme in einem Land, deren Regierung skrupellos ud gewalttätig herrscht, keine Menschenrechte- und leben achtet CHINA?!!
    1. Antwort von Reto Frischknecht  (refrisch)
      Ich finde es völlig daneben, politische Themen auf dem Buckel der Sportler auszutragen, denn die möchten einfach ihren Beruf ausüben. Die würden auch in ein anderes Land gehen, wenn denn dort die Spiele durchgeführt würden. Die Würfel für den Durchführungsort der Olympischen Spiele ist bei deren Vergabe gefallen. Was Sie schreiben ist ein Thema für die politische Schweiz und somit ein Entscheid des Bundesrates, ob er vertreten sein wird oder nicht.