Die Top 4
- 1. Sara Hector (SWE) 2:23,86 Minuten
- 2. Paula Moltzan (USA) +0,18 Sekunden
- 3. Mikaela Shiffrin (USA) +0,23
- 4. Camille Rast (SUI) +0,33
Camille Rast fehlten im tschechischen Riesengebirge winzige 10 Hundertstel zu ihrem 5. Riesenslalom-Podest im Weltcup. Die Romande hatte nach einem starken 1. Lauf bei Halbzeit auf Rang 2 gelegen, musste sich aber noch von den beiden Amerikanerinnen Paula Moltzan (Laufbestzeit im Finale) und Mikaela Shiffrin überholen lassen.
Sara Hector rettete ihre Halbzeitführung dagegen ins Ziel. Die schwedische Führende nach dem 1. Lauf geriet zu Beginn des 2. Durchgangs in Rückstand, drehte die Sache dank Bestzeit im letzten Sektor aber wieder. Für die Olympiasiegerin von 2022 war es der 8. Weltcupsieg. Hinter dem Spitzenquartett klaffte eine Lücke von fast eineinhalb Sekunden.
Rast machte im Riesenslalom-Weltcup auf Leaderin Julia Scheib 50 Punkte wett, denn die Österreicherin schied im 2. Durchgang aus. Scheib führt zwei Rennen vor Saisonende noch 89 Punkte vor der Schweizerin.
Die (möglichen) Olympiafahrerinnen
- 6. Sue Piller +2,53 Sekunden
- 11. Vanessa Kasper +3,79
Sue Piller pulverisierte mit zwei grossartigen Läufen ihr bisheriges Karrierebestergebnis (zweimal 20.) und empfahl sich für die Olympischen Spiele. Im Finale beeindruckte die 20-jährige Freiburgerin mit Nervenstärke und machte gar noch drei Plätze gut.
Vanessa Kasper hielt ihren 11. Platz aus dem 1. Lauf, war mit ihrer Leistung im Finale aber unzufrieden. «Oh mein Gott, das war eine Katastrophe von oben bis unten!», meinte die 29-Jährige. Das beste Resultat ihrer Karriere ist es dennoch. Und dank dem zweiten Top-15-Ergebnis in dieser Saison hat sie die Olympia-Norm erfüllt.
Die weiteren Schweizerinnen
- 20. Wendy Holdener +4,50 Sekunden
Nicht im Finale:
- 39. Dania Allenbach
- 44. Shaienne Zehnder
Holdener musste sich mit Platz 20 begnügen. Die Schwyzerin hatte im 1. Durchgang schon 2,78 Sekunden auf Hector verloren. Auch im 2. Lauf leuchtete die Zeit bei der Zieldurchfahrt nicht «grün» auf. Dank etlichen Ausfällen gewann sie letztlich doch noch zwei Ränge.
Allenbach verpasste in ihrem 3. Weltcuprennen erstmals die Punkte. Der 18-jährigen Bernerin wurde ein Griff in den Schnee mit anschliessend grossen Umwegen zum Verhängnis. Wild verpasste nach einem Innenski-Fehler ein Tor. Zehnder belegte mit über fünf Sekunden Rückstand im 1. Lauf nur Rang 44.
Die Abgeschlagene
Alice Robinson verpatzte ihren 1. Lauf komplett. Die zweifache Saisonsiegerin aus Neuseeland verlor 4,28 Sekunden auf Hector und schied als 37. aus.
Die Abwesenden
Nicht am Start war Federica Brignone. Die italienische Rückkehrerin hatte bereits kurz nach ihrem 6. Rang im Comeback-Rennen am Kronplatz angekündigt, sich im Hinblick auf Olympia auf Abfahrtstrainings zu konzentrieren. Ebenfalls abwesend war Brignones formschwache Landsfrau Sofia Goggia.
So geht es weiter
Am Sonntag folgt in der tschechischen Skistation ein Slalom (1. Lauf ab 9:10 Uhr auf SRF zwei). Den Schlussspurt vor den Olympischen Spielen bestreiten dann die Speedspezialistinnen. Am Freitag und Samstag kommender Woche finden in Crans-Montana eine Abfahrt und ein Super-G statt.