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Letztes Rennen in Kvitfjell Hintermann vor Dernière: «Mache sicher kein Kasperli-Theater»

Niels Hintermann fährt am Samstag zum letzten Mal im Weltcup. Er will das Rennen geniessen, aber ein Gaudi gibt es nicht.

Am Freitag letzter Woche liess Niels Hintermann in Courchevel die Bombe platzen. «Ich bin fertig mit Skifahren. Crans-Montana war mein letztes Rennen», sagte er im SRF-Interview. Die Rücktrittsankündigung kam ziemlich unvermittelt und überraschte selbst Teamkollegen. Eine knappe Woche später hat sich an Hintermanns Entschluss zwar nichts geändert, gleichwohl revidierte der Zürcher seine Aussage in einem Punkt: Es wird ein weiterer Weltcupeinsatz hinzukommen.

Hintermann tritt in Kvitfjell von der Weltcupbühne ab. An dem Ort also, an welchem er seine grössten Erfolge feiern konnte. Hier errang der 30-Jährige 2022 und 2024 jeweils in der Abfahrt zwei seiner drei Weltcupsiege. Zudem stand er im Skiort rund 50 km ausserhalb von Lillehammer als Dritter ein weiteres Mal auf dem Abfahrtspodest.

Für Hintermann schliesst sich in Norwegen ein Kreis. Vor elf Jahren ging sein Stern in Hafjell, wo beim Weltcup-Finale die technischen Rennen gefahren werden, mit dem Gewinn von Junioren-WM-Bronze in der Abfahrt auf. «Es war am Freitag, 13. März, mit der Startnummer 13», erinnert sich Hintermann.

Renndress statt Kostüm

Am Donnerstag bestritt Hintermann in Kvitfjell das 1. Abfahrtstraining und liess es gemütlich angehen. Am Freitag steht eine weitere Übungseinheit auf dem Programm. Die Abfahrt, Hintermanns 107. Weltcup-Einsatz, steht am Samstag an.

In Passagen, die ich gerne fahre, werde ich vielleicht etwas mehr anziehen. Andere Passagen werde ich gemütlicher fahren.
Autor: Niels Hintermann blickt auf sein letztes Rennen voraus

«Ich möchte es primär geniessen. In Passagen, die ich gerne fahre, werde ich vielleicht etwas mehr anziehen. Andere Passagen werde ich gemütlicher fahren», erklärt der 7-fache Weltcup-Podestfahrer und versichert: «Ich mache sicher kein Kasperli-Theater. Ich werde auch kein Kostüm anziehen.» Für den Schweizer ist klar: «Es wird ein schöner Abschluss.»

Zweitägiger Roadtrip nach Lillehammer

Hintermanns Anreise zu seiner letzten Weltcupstation war speziell. Er fuhr die ganze Strecke von der Schweiz nach Lillehammer über zwei Tage verteilt mit dem Auto. Das sind rund 20 Stunden am Steuer. «Ich habe keine Fähre genommen und alles mit dem Auto gemacht. Es war mega schön.»

Er habe die Zeit genutzt, um «in Erinnerungen zu schwelgen und etwas sentimental zu werden», so Hintermann. Der Zürcher konnte auf seiner langen Autofahrt die ganze Karriere Revue passieren lassen. Eine Karriere, die am Samstag zu Ende geht – ganz ohne Kasperli-Theater.

SRF zwei, sportlive, 13.03.2026, 10:45 Uhr ; 

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