Zum Inhalt springen

Header

Video
Diskussionen und heftige Kritik am Zielsprung auf der Streif
Aus Sport-Clip vom 23.01.2021.
abspielen
Inhalt

SRF-Experte gibt Auskunft Berthod: «Die Streif bietet auch ohne den Zielsprung genug»

Der Zielsprung sorgt dieses Jahr in Kitzbühel für heftige Diskussionen. Die Frage stellt sich: Braucht es ihn überhaupt?

Man muss sich das einmal vorstellen: Nach fordernden rund 1:50 Minuten auf der schwierigsten Abfahrtsstrecke der Welt rasen die Fahrer mit knapp 150 Sachen auf den Zielsprung zu, der sie gut und gerne 70 Meter bis fast ins Ziel trägt.

Das ist für den Zuschauer – und bestimmt auch für den Fahrer – spektakulär. Es ist aber auch gefährlich. Das musste allen voran Urs Kryenbühl erfahren, der sich am Freitag beim Zielsprung schwer verletzte. Auch in der Folge stockte einem immer wieder der Atem, wie bei den Sprüngen von Maxence Muzaton oder Josef Ferstl.

2009 war Daniel Albrecht der Zielsprung zum Verhängnis geworden. Die hoffnungsvolle Karriere des Wallisers war nach dem schlimmen Unfall faktisch zu Ende.

Kein zusätzliches Spektakel nötig

Die Frage liegt auf der Hand: Braucht es diesen künstlichen Zielsprung auf der Streif überhaupt? SRF-Ski-Experte Marc Berthod sagt dazu: «Die Abfahrt in Kitzbühel bietet auch ohne den Zielsprung genug. Es gibt so viele spektakuläre Elemente, die den Fahrern alles abverlangen.»

Video
Cheftrainer Stauffer: «Drei Tage lang diskutiert ...»
Aus Sport-Clip vom 23.01.2021.
abspielen

Berthod findet, dass die Bodenwelle vor dem Ziel alleine genügt. Zwar sei eine kleine «Abrisskante» wichtig, damit die Fahrer sehen, wo sie den Bodenkontakt verlieren. «So ausgeprägt wie in diesem Jahr muss sie aber nicht sein», so Berthod. Man sei gut beraten, wenn man etwas zurückbuchstabieren würde.

Am Sonntag weniger weit, dafür aber Neuland

Nach dem Abbruch der Freitags-Abfahrt nach der Startnummer 30 taten die Organisatoren genau dies und begannen, den Zielsprung abzutragen. Falls am Sonntag die 2. Abfahrt gefahren werden kann, dürfte der letzte Satz weniger weit gehen.

Ein Problem bleibt allerdings: Diesen «neuen» Sprung werden die Fahrer gänzlich ohne Trainingserfahrung bewältigen müssen.

SRF zwei, sportlive, 23.1.21, 09:45 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Peter  (Hanspeter97)
    Danke Marc, deswegen bist du auch ein Experte was den Skizirkus angeht. Er spricht aus eigener Erfahrung. Er weiss, was es bedeutet am Ende der Streif noch diesen Schanzentisch zu haben.
  • Kommentar von Edgar Dubach  (Shikamoo)
    Ich finde es skandalös und grob fahrlässig, einen Sprung am ENDE einer eh haarsträubenden Abfahrt, wo jeder Fahrer dunkel“blaue“ Beine hat, NOCH MIT SCHANZENTISCH zu erhöhen, statt möglichst flach abzuschleifen!! Die Athleten riskieren dort nicht bloss ein sturzbedingtes Ausscheiden, sondern schlicht IHR LEBEN!! Wollen wir das allen Ernstes...??
  • Kommentar von Hans Almen  (Hans (John) Almen)
    Das Rennen auf der Streif wird nicht dort entschieden, aber einige Karrieren leider schon!