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Viel steht auf dem Spiel Die Kitzbühel-Abfahrt wird für Odermatt das Rennen der Rennen

Marco Odermatt hat in Kitzbühel im Super-G zum 53. Mal im Weltcup triumphiert. Nun steht eines der wichtigsten Rennen bevor.

«Ich hatte kein super, super Gefühl. Im oberen Teil, ja. Aber schon im Lärchenschuss war es unruhig. Über den Hausberg hat dann die Richtung nicht gepasst. Deshalb musste ich ziemlich in die Traverse ‹reinbremsen› und habe etwas Zeit verloren», analysierte Marco Odermatt seine Fahrt beim Super-G in Kitzbühel. Daher sei er «erstaunt gewesen, dass es im Ziel grün aufleuchtete».

Dennoch reichte es Odermatt knapp zum Sieg. Es war sein zweiter im österreichischen Nobel-Skiort nach seinem Super-G-Triumph im Vorjahr. Inzwischen steht Odermatt bei sechs «Kitz-Gamsen», der speziellen Trophäe, welche es für die Top 3 der Rennen am Hahnenkamm gibt. Zwei dieser Gamsen sind golden, drei silbern und eine bronzen.

Seine sechs Podestplätze in Kitzbühel fuhr Odermatt je zur Hälfte in Abfahrt und Super-G heraus. Mit einem grossen Unterschied: In der legendären Abfahrt auf der Streif wartet der Nidwaldner noch auf seinen Premieren-Triumph.

Die 100 und Hermann Maier in Reichweite

Dass sich Odermatt, der in der Abfahrt Weltmeister wurde (2023) und bereits die Klassiker in Wengen (4x), Gröden (2x) und Beaver Creek gewonnen hat, nach dem ultimativen Coup auf der Streif sehnt, ist kein Geheimnis. So kommt es, dass dem 28-Jährigen sozusagen das Rennen der Rennen bevorsteht. Denn am Samstag steht am Hahnenkamm vieles auf dem Spiel:

  • Odermatt würde mit einem Sieg auf der schwierigsten Abfahrt der Welt zu einem der Grössten in dieser Disziplin aufsteigen.
  • Gelingt Odermatt der grosse Coup, stünde er zum 100. Mal im Weltcup auf dem Podest.
  • Gleichzeitig wäre es für Odermatt der 54. Weltcupsieg, womit er zum grossen Hermann Maier (AUT) aufschliessen würde. Damit wäre Odermatt bereits auf Rang 3 der ewigen Bestenliste.

Odermatt kennt die Ausgangslage aus dem Vorjahr. Damals musste er sich nach dem Triumph im Super-G in der Abfahrt mit Rang 6 begnügen.

Auch nach dem Rennen geht Energie verloren

«Im letzten Jahr durfte ich zum 1. Mal hier gewinnen, für mich ging ein grosser Traum in Erfüllung», erinnert sich Odermatt und gibt zu, dass der Tag viel Energie gekostet habe. Nicht bloss aufgrund des Rennens. «Es stehen Interviews an, die Dopingkontrolle, eine Medienkonferenz», zählt Odermatt auf. Man komme erst spät ins Hotel, wo man dann Zeit für etwas Physio habe: «Danach folgen schon bald die Rangverkündigung und die Startnummernauslosung.»

«Aber», so Odermatt, «wenn man hier an die Rangverkündigung darf, möchte ich nicht jammern.» Vielleicht kann sich der Nidwaldner auch am Samstag wieder von den tausenden Fans feiern lassen – im Optimalfall als Abfahrts-Champion.

SRF zwei, sportlive, 23.1.26, 11:30 Uhr ; 

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