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Weltcup-Finale: Abfahrt Männer Von Allmen nur von Paris geschlagen – Hintermanns schöne Dernière

Die Schweizer Speed-Cracks bauen ihre unglaubliche Podest-Serie in der Abfahrt aus. Dank Franjo von Allmen.

Das Podest

  • 1. Dominik Paris (ITA) 1:45,37 Minuten
  • 2. Franjo von Allmen (SUI) +0,19 Sekunden
  • 3. Vincent Kriechmayr (AUT) +0,60 Sekunden

Die Abfahrtskugel hatte Marco Odermatt bereits vor dem Saison-Finale auf sicher. Im letzten Rennen musste er sich aber geschlagen geben: An Dominik Paris kam in Kvitfjell keiner vorbei. Der italienische Routinier zauberte eine sensationelle Fahrt in den Schnee und avancierte somit zum zweiterfolgreichsten Abfahrer aller Zeiten. Mit seinem 20. Sieg – dem ersten in dieser Saison – hat der 36-jährige Bronzesieger von Milano Cortina nun nur noch Franz Klammer (AUT/25 Siege) vor sich.

Ganz leer gingen die Schweizer Abfahrer beim Saisonabschluss aber nicht aus: Am nächsten an Paris heran kam Franjo von Allmen. Vor allem im Mittelabschnitt drehte der Olympiasieger voll auf, lag nur noch 4 Hundertstel hinter dem Italiener. Am Ende war er aber 19 Hundertstel langsamer. Das Podest wurde durch Courchevel-Sieger Vincent Kriechmayr komplettiert.

Podest-Serie ausgebaut

Dank von Allmens 2. Platz bauten die Schweizer Speed-Cracks die unglaubliche Podest-Serie aus: Zuletzt stand in Gröden 2023 kein Swiss-Ski-Athlet in einer Abfahrt auf dem Treppchen. Das sind sage und schreibe 23 Weltcuprennen in Folge.

Die weiteren Schweizer

  • 4. Alexis Monney +0,66 Sekunden
  • 6. Stefan Rogentin +0,89
  • 7. Marco Odermatt +0,92
  • 18. Alessio Miggiano +1,83
  • 22. Justin Murisier +2,76

Im Training hatte Alexis Monney mit der drittschnellsten Zeit als bester Schweizer überzeugt. Im Rennen landete der Freiburger aber knapp neben dem Treppchen. 6 Hundertstel fehlten ihm zu seinem 3. Podestplatz in dieser Saison.

Knapp hinter Monney klassierte sich das Duo Stefan Rogentin (6.) und Marco Odermatt (7.). Die beiden trennten nur 0,03 Sekunden. Vor allem Abfahrts-Kugelsieger Odermatt dürfte mit seiner Fahrt nicht zufrieden sein. Oben fuhr der Nidwaldner stark, ehe er immer mehr zurückfiel. Nach dem Rennen durfte er aber seine (erste) kleine Kristallkugel an diesem Weltcup-Finale in Empfang nehmen. Die Super-G- und Gesamtweltcupkugeln hat er auch bereits auf sicher. Im Riesenslalom wird erst am Dienstag abgerechnet.

Hintermanns Dernière

  • 24. Niels Hintermann +9,38

Die Karriere des Niels Hintermann ist offiziell beendet. Ein letztes Mal trat der Zürcher im Weltcup an. Und das an diesem Ort, wo er seine grössten Erfolge feiern konnte. In Kvitfjell errang der 30-Jährige 2022 und 2024 jeweils in der Abfahrt zwei seiner drei Weltcupsiege.

Dass er «sicher kein Kasperli-Theater» machen werde, hatte Hintermann bereits im Vorfeld angekündigt. Und so liess er es in seinem 107. Weltcuprennen erst kurz vor der Ziellinie gemütlich angehen. Im Ziel wurde der im Ski-Zirkus beliebte Zürcher frenetisch empfangen, verabschiedete sich von jedem einzelnen Gratulanten und gönnte sich auch gleich einen Schluck Sekt.

So geht's weiter

Die Speedfahrer sind am Sonntag gleich wieder gefordert: Der Super-G startet um 12:30 Uhr. SRF überträgt das Rennen live.

Ski Alpin

SRF zwei, Sportlive, 21.03.2026, 10:25 Uhr ; 

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