Gerade in den Speed-Disziplinen besteht bei den Schweizer Männern ein Überangebot an möglichen Olympia-Fahrern. 4 Athleten pro Disziplin dürfen mit nach Milano Cortina. Die Auswahl dürfte jedoch schwierig werden – und die anstehenden Rennen in Wengen könnten das Unterfangen für die Selektionäre noch etwas komplizierter machen.
«Die Kriterien sind klar, zweimal Top 15 oder einmal Top 7», sagt Cheftrainer Tom Stauffer zwar. Doch der Teufel steckt im Detail. Momentan geht man bei Swiss-Ski davon aus, dass insgesamt 11 Fahrer beim Saison-Highlight antreten dürfen. Die Verteilung der Quotenplätze nach Nation könne sich aber auch noch ändern, wie Stauffer erklärt. «Wenn es schlecht läuft, kann die Zahl noch auf 10 sinken.»
Welche Rolle spielt die Team-Kombi?
10 ist auch die Zahl der Swiss-Ski-Athleten, die Stand jetzt in einer oder mehreren Disziplinen die Kriterien erfüllt haben: Marco Odermatt (Abfahrt, Super-G, Riesenslalom), Franjo von Allmen (Abfahrt, Super-G), Alexis Monney (Abfahrt, Super-G), Alessio Miggiano und Niels Hintermann (beide Abfahrt), Stefan Rogentin (Super-G), Loïc Meillard (Super-G, Riesenslalom, Slalom), Luca Aerni (Riesenslalom), Thomas Tumler (Riesenslalom) und Tanguy Nef (Slalom). Diverse weitere befinden sich in Lauerposition.
Zusätzlich gilt es, die Teamkombination zu berücksichtigen, was den noch nicht qualifizierten Stangenkünstlern zugute kommen könnte. Stauffer will sich indes noch nicht in die Karten schauen lassen. «Die Konstellation kann sich von Tag zu Tag ändern. Im Vordergrund steht aber das Medaillenpotenzial», stellt er klar. Abgerechnet wird nach den Rennen vom übernächsten Wochenende in Kitzbühel.