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Die Boomjahre der Pumpspeicherkraftwerke sind vorbei.
Keystone
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Wasserkraft: Weisses Gold ohne Glanz?

Die guten Jahre der Wasserkraft seien vorbei, sagt die Branche. Doch dies könnte sich schon bald wieder ändern, wie das Beispiel Norwegen zeigt. Ein Land mit einer Wasserkraftproduktion, die drei Mal so gross ist wie in der Schweiz.

Wasserkraft war jahrelang ein lukratives Geschäft. Bis vor kurzem wurden noch Milliarden in neue Pumpspeicherwerke investiert, zum Beispiel in die Werke Nant de Drance im Wallis oder Linth-Limmern im Kanton Glarus.

Weil heute aber zu viel Strom auf dem Strommarkt ist und dadurch die Preise sehr niedrig, lässt sich kaum noch Geld verdienen mit Wasserkraft. Die Zukunft der Wasserkraft sei zwar nicht in Frage gestellt heisst es von Betreiberseite, doch nehmen die Wasserkraftproduzenten Abschied von Konzepten wie der Pumpspeicherung. Damit ist auch der Plan gescheitert, die Wasserkraftwerke als «Batterie Europas» einzusetzen, um den unregelmässig anfallenden Wind- und Solarstrom zu speichern.

Auch das Land mit der europaweit grössten Wasserkraftproduktion – Norwegen – glaubt nicht mehr daran und investiert lieber Geld in Verbindungskabel zum Kontinent um am europäischen Stromhandel mitzuverdienen.

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