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Oscar-Nominierungen Oscars 2026: «Sinners» mit 16 Nominierungen – das ist Rekord

  • Die Oscar-Nominierungen 2026 sind bekannt: Ryan Cooglers bluesgetränktes Vampir-Epos «Sinners» führt das Feld mit 16 Nominierungen an – und stellte damit einen Rekord in der Geschichte der Oscars auf.
  • Der schwarzhumorige Politthriller «One Battle After Another» landet mit 13 Nominierungen auf dem zweiten Platz.
  • Dahinter folgen «Sentimental Value», «Frankenstein» und «Marty Supreme» mit jeweils neun Nominierungen. «Hamnet» schaffte es auf Nominierungen in acht Kategorien.
  • Der Schweizer Film «Heldin» von Petra Volpe stand auf der Shortlist für die Auszeichnung «Bester internationaler Film», schaffte es aber nicht in die Endrunde und erhielt keine Oscar-Nominierung.

Die Mitglider der Academy überschütteten «Sinners» mit mehr Nominierungen als jemals zuvor. Damit ist der Rekord von bisher maximal 14 Nominierungen, den «All About Eve», «Titanic» und «La La Land» aufgestellt hatten, gebrochen.

Neben der Nominierung für «Sinners» als bester Film wurde Coogler auch als bester Regisseur und für das beste Drehbuch nominiert. «Blood & Sinners» ist ein aussergewöhnlicher Vampir-Genremix, der sich um Rassismus, Freiheit und Identität dreht, unterlegt von Blues und Folkmusik. Michael B. Jordan – in einer Doppelrolle – kann sich Hoffnung auf einen Oscar als bester Hauptdarsteller machen. Doch es gibt Konkurrenz von Leonardo DiCaprio, der sich in «One Battle After Another» vom militanten linken Aktivisten in einen besorgten Vater verwandelt. 

Zuschlagen könnte auch Timothée Chalamet, der in der Tragikomödie «Marty Supreme» als ambitionierter Tischtennisspieler brilliert. Zweimal war er schon für einen Hauptdarsteller-Oscar nominiert (zuletzt als singender Bob Dylan in «Like a Complete Unknown»), ist aber bisher leer ausgegangen.

Nominiert als Beste Hauptdarstellerin und Bester Hauptdarsteller

Jessie Buckley, die in «Hamnet» die Frau von William Shakespeare spielt, gewann mit ihrer bewegenden Darstellung kürzlich ihren ersten Golden Globe. In der Sparte «Beste Hauptdarstellerin» trifft sie unter anderem auf die zweifache Oscar-Preisträgerin Emma Stone («Bugonia»), auf Kate Hudson («Song Sung Blue») und Renate Reinsve («Sentimental Value»). 

Blockbuster gingen ziemlich leer aus

«KPop Demon Hunters», der meisgesehene Film auf Netfilx 2025, wurde sowohl für den besten Song («Golden») als auch für den besten Animationsfilm nominiert.

Ansonsten fand die Academy an den grossen Blockbustern wenig Gefallen. «Wicked: For Good» ging komplett leer aus. «Avatar: Fire and Ash» erhielt zwar Nominierungen für Kostümdesign und visuelle Effekte, war jedoch der erste «Avatar»-Film, der nicht für den besten Film nominiert wurde. Der grösste Kassenschlager, der für Hollywoods höchste Auszeichnung nominiert wurde, war stattdessen «F1».

Das humane Kino

Academy-Präsidentin Lynette Howell Taylor hatte zum Auftakt des Nominierungsreigens die humane Dimension des Kinos unterstrichen: «Die Oscars feiern heuer unsere Verbindung miteinander.» Das gelte auch gerade in Zeiten des technischen Fortschritts dank KI: «Der Herzschlag des Films ist und wird immer menschlich sein.»

Die wichtigsten Nominierungen für die Oscars 2026 im Überblick

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Bester Film

  • «Bugonia»
  • «F1»
  • «Frankenstein»
  • «Hamnet»
  • «Marty Supreme»
  • «One Battle After Another»
  • «The Secret Agent»
  • «Sentimental Value»
  • «Sinners»
  • «Train Dreams»

Beste Regie

  • Chloé Zhao, «Hamnet»
  • Josh Safdie, «Marty Supreme»
  • Paul Thomas Anderson, «One Battle After Another»
  • Joachim Trier, «Sentimental Value»
  • Ryan Coogler, «Sinners»

Beste Hauptdarstellerin

  • Jessie Buckley, «Hamnet»
  • Rose Byrne, «If I Had Legs I’d Kick You»
  • Kate Hudson, «Song Sung Blue»
  • Renate Reinsve, «Sentimental Value»
  • Emma Stone, «Bugonia»

Bester Hauptdarsteller

  • Timothée Chalamet, «Marty Supreme»
  • Leonardo DiCaprio, «One Battle After Another»
  • Ethan Hawke, «Blue Moon»
  • Michael B. Jordan, «Sinners»
  • Wagner Moura, «The Secret Agent»

Beste Nebendarstellerin

  • Elle Fanning, «Sentimental Value»
  • Inga Ibsdotter Lilleaas, «Sentimental Value»
  • Amy Madigan, «Weapons»
  • Wunmi Mosaku, «Sinners»
  • Teyana Taylor, «One Battle After Another»

Bester Nebendarsteller

  • Benicio del Toro, «One Battle After Another»
  • Jacob Elordi, «Frankenstein»
  • Delroy Lindo, «Sinners»
  • Sean Penn, «One Battle After Another»
  • Stellan Skarsgård, «Sentimental Value»

Bester internationaler Spielfilm

  • Frankreich («Ein einfacher Unfall»)
  • Brasilien («The Secret Agent»)
  • Norwegen («Sentimental Value»)
  • Spanien («Sirât») 
  • Tunesien («The Voice of Hind Rajab»)

Auf der menschlichen Seite findet sich auch die erste neue Oscar-Kategorie seit 25 Jahren: Zum ersten Mal wird bei der wieder von Conan O'Brien moderierten Gala im Dolby Theatre das beste Casting gewürdigt. In dieser Kategorie nominiert sind «Hamnet», «Marty Supreme», «One Battle After Another», «The Secret Agent» und «Sinners».

Die Verleihung der 98. Academy Awards findet am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Los Angeles statt.

Transparenzhinweis

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In einer früheren Version des Artikels wurde «KPop Demon Hunters» als meistgesehener Film des Jahres genannt. Korrekt ist: «KPop Demon Hunters» ist der meistgesehene Netflix‑Film 2025 und laut Netflix‑Zahlen auch der erfolgreichste Titel aller Zeiten auf der Streamingplattform.

SRF 3, 22.1.2026, 8:15 Uhr ; 

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