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Neuer Protest-Hashtag Diese Comics stiften zum Widerstand gegen die US-Behörde ICE an

Eine US-amerikanische Künstlerin hat aufgerufen, auf Instagram Comics zu veröffentlichen, die zeigen, wie brutal ICE agiert. Viele Künstlerinnen und Künstler machen mit – und setzen mit ihren Comics einen Zeichen des Widerstands.

An den Grammys wurden sie lauter: die kritischen Stimmen gegen die Regierung von Donald Trump. Zum Beispiel fluchte Billie Eilish: «Fuck Ice!» Aber nicht nur auf der grossen Bühne, auch im Kleinen tut sich was.

Eine schöne Geschichte, die das illustriert: Auf Instagram publizieren Künstler und Künstlerinnen unter dem Hashtag #iceoutcomics Zeichnungen, die zeigen, wie brutal die US-amerikanische Einwanderungs-Behörde «Immigration and Customs Enforcement» (ICE) gegen Menschen vorgeht.

Der Aufruf zum Widerstand kommt von Katharine Woodman-Maynard, einer Zeichnerin aus Minneapolis. Sie wohnt in der Nähe von Alex Pretti, dem Krankenpfleger, der am 24. Januar 2025 von ICE-Agenten erschossen wurde. Ihre erste Zeichnung zeigt ein Haus, typisch für die Gegend. Die Message: Pretti wird nie wieder heimkehren. 

Die Zeichnungen, alle in blassem Blau gehalten, treffen ins Schwarze. Eine Auswahl: 

Bange Blicke

Die Angst, in Minnesota von ICE aufgesucht zu werden, scheint allgegenwärtig zu sein. Eine Zeichnung zeigt, wie ein Mensch durch einen Rollladen schielt. Aus Angst vor ICE-Agenten, die jederzeit vor der Tür stehen könnten. 

Kein Halt vor Kindern

Auch Kinder sind vor ICE nicht sicher. In den Schlagzeilen weltweit: Ein Fünfjähriger, der mit seinem Vater gemeinsam von ICE in Gewahrsam genommen wurde. Heute ist der Junge wieder frei. Die Zahlen sprechen Bände: Allein 2025 wurden rund 600 Kinder inhaftiert – mehr als in den vergangenen vier Jahren zusammen. Viele Kinder werden auch von ihren Familien getrennt.

Eine Zeichnung zeigt beispielhaft ein Mädchen verlassen auf einem Bordstein. Wohin ihr Weg geht, bleibt unklar.

Eisige Stimmung

Süss! Aber nur auf den ersten Blick. Pinguine auf Eisplatten – und dazwischen ist eiskaltes Wasser. Bei den Vögeln ganz normal, die Mutter nur einen Sprung entfernt. Getrennt zu sein durch ICE: Bei Menschen ist das ein Ausnahmezustand, will uns wohl der Comic sagen.

 

Was tun?

Wo ist die Menschlichkeit geblieben, fragt diese Künstlerin. Ihr Gefühl: Panik, aber auch Hilflosigkeit. Was nun, was tun? 

Wachsam bleiben

ICE will, dass du die Augen verschliesst, schreibt diese Comic-Zeichnerin. Genau hinschauen – beobachten, was läuft: Das sei jetzt wichtig, so die Botschaft, die man nicht nur zwischen den Zeilen lesen kann.

 

Radio SRF 4 News, 2.2.2026, 4:00 Uhr

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