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Jubiläumhoch in den Alpen Eine kurze Geschichte des höchsten Passes der Schweiz

Auf 2501 m.ü.M verbindet die höchste Passstrasse der Schweiz Santa Maria im Bündner Münstertal mit Bormio in Italien. Und zwar seit 125 Jahren.

Leben vom und am Pass: Drei Menschen erzählen

Die Passstrasse über den Umbrail existiert bereits seit dem Mittelalter. Auch später, im 17. und 18. Jahrhundert, blieb der Pass wichtig für den Transport von Getreide und Salz aus Italien. Konkurrenz machte dem Umbrail ein Pfad über das Val Vau und die Valle di Fraele, der 300 Meter tiefer und sicherer war.

Lächelnde ältere Frau mit weissem Haar im grünen Pullover.
Legende: Sie war Tochter eines Schmugglers – und heiratete einen Grenzbeamten: Silvia Widmer im Video-Beitrag von RTR. RTR

Dann wurde 1901 mit Bundes- und Kantonssubventionen die Fahrstrasse von Santa Maria bis zum Umbrailpass gebaut und mit der Strasse über das Stilfser Joch verbunden, die bereits 75 Jahre zuvor errichtet worden war. Seither ist die Lage der Strasse unverändert geblieben. So, wie sie damals gebaut wurde, erfüllt sie bis heute die geltenden Standards.

Zunächst wurde der Umbrailpass mit Fuhrwerken und Kutschen befahren, ab 1900 auch mit Automobilen – obwohl im Jahr 1900 in Graubünden noch ein Fahrverbot für Autos galt.

Auch für die Schweizer Armee war der Umbrailpass wichtig. Entlang der Strasse befinden sich mehrere Festungsanlagen.

Normalerweise ist die Strasse über den Umbrailpass im Winter gesperrt und öffnet aufgrund ihrer Höhenlage erst Mitte Mai.

Schneepflug räumt verschneite Bergstrasse.
Legende: Schneeräumung der Umbrailpass-Strasse im Frühling. RTR

2017 war der Umbrailpass Ziel einer Etappe des Giro d'Italia. 2024 war erneut eine Giro-Etappe über den höchsten Pass der Schweiz geplant – allerdings nur, weil das Stilfser Joch wegen Lawinengefahr nicht befahrbar war. Letztlich entschieden sich die Organisatoren in letzter Minute wegen des schlechten Wetters gegen das Rennen.

RTR Telesguard, 28.05.2026, 17:40 Uhr

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