Am Mittwoch fand in der Strafuntersuchung zur Brandkatastrophe von Crans-Montana die Anhörung von Kevin Barras statt, dem ehemaligen politischen Verantwortlichen für die Sicherheit in der Gemeinde.
Reaktionen auf die erste Befragung von Gemeindepräsident Féraud:
Gemäss übereinstimmenden Quellen sagte dieser aus, er habe Gemeindepräsident Nicolas Féraud in den letzten Tagen zweimal getroffen, unter anderem am Dienstag bei sich zu Hause.
Das ist zwar nichts Illegales. Dennoch löste die Aussage bei einigen im Anhörungsraum anwesenden Anwältinnen und Anwälten Unverständnis aus.
Denn Gemeindepräsident Féraud war am Montag als Beschuldigter befragt worden. Er wie auch der ehemalige Sicherheitsverantwortliche werden verdächtigt, eine Mitverantwortung zu tragen fürs Ausbleiben von Sicherheitskontrollen ab 2019 in der Bar «Le Constellation».
Misstrauen der Anwälte
Gemäss den Informationen des Westschweizer Radio und Fernsehens (RTS) soll Kevin Barras von einem Besuch aus Höflichkeit und zur Unterstützung gesprochen haben. Aber zahlreiche von RTS befragte Anwälte überzeugt das nicht.
Ohne entsprechend zitiert werden zu wollen, bringen sie zum Ausdruck, diese Treffen erweckten den Eindruck einer Absprache, in der Absicht, den Staatsanwältinnen übereinstimmende Versionen zu präsentieren.