Es waren erst die zweiten Winterspiele. Sie fanden 1928 in St. Moritz statt. Auf dem Programm stand auch das Skijöring. Acht Skifahrer, alle Schweizer, traten gegeneinander an und liessen sich auf Skiern von Pferdegespannen über den zugefrorenen See ziehen.
Eine Auswahl von Sportarten, die nicht mehr olympisch sind:
Bandy, eine Art Eishockey, das im Freien mit einem Ball gespielt wird, stand bei den Spielen von Oslo 1952 auf dem Programm.
In beiden Fällen handelte es sich um Demonstrationswettbewerbe. Die besten Athleten wurden nicht mit Medaillen ausgezeichnet.
Das Eisstockschiessen hatte etwas mehr Erfolg. Diese mit dem Curling verwandte Sportart, die vor allem in den deutschsprachigen Alpenregionen beliebt war, wurde bei den Spielen von 1936 (in Nazideutschland) und 1964 (in Österreich) präsentiert.
Die vorübergehende Aufnahme solcher Sportarten ist kein Zufall: Eine im Gastgeberland populäre Sportart wird geehrt. Das Marketing spielt ebenfalls eine Rolle. Während des Wettbewerbs wird die Attraktivität beim Publikum getestet.
Auf und ab beim Curling
Curling seinerseits erlebte Höhen und Tiefen. Es war bei den ersten Winterspielen von 1924 in Chamonix dabei. Dann verschwand es von der Liste der offiziellen olympischen Sportarten und tauchte gelegentlich als Demonstrationssportart wieder auf.
Erst ab den Spielen von Nagano 1998 wurde es wieder als vollwertige Disziplin anerkannt, und es gab gleich Gold für die Schweiz.
Ski-Ballett (oder Acroski), eine Art Gymnastik auf Skiern, wurde nach den Ausgaben von 1988 und 1992 nicht beibehalten, im Gegensatz zu anderen Unterdisziplinen des Freestyle-Skifahrens.
Ein weiteres Beispiel: das Geschwindigkeitsskifahren, das 1992 in Albertville präsentiert wurde. Der Tod des Schweizer Athleten Nicolas Bochatay, der beim Aufwärmen mit einer Pistenraupe kollidierte, trug dazu bei, dass diese Sportart bei den folgenden Ausgaben nicht mehr auf dem Programm stand.