Schweizer ESC-Hoffnung Veronica Fusaro muss auch heute wieder eine Panne hinnehmen: Für ihren Probe-Auftritt in der Wiener Stadthalle wurde falsches Material verwendet, und Requisiten kamen verspätet auf die Bühne. Bei der ersten Generalprobe fehlten sogar ganze Requisiten – der ORF hatte sie ins Lager gebracht.
Fehlende Seile und Sandsäcke
Konkret ging es um Sandsäcke, die die Tänzerinnen auf der Bühne nach sich ziehen und Seile, die zum Schluss des Auftritts den Songtitel «Alice» darstellen. «Sie waren zuerst gar nicht auffindbar und die Personen vor Ort hatten keine Ahnung, wo sie sind», sagt Yves Schifferle, Chef der Schweizer Delegation. Schliesslich kam raus: Der ORF hatte die Requisiten mit jenen des ersten Halbfinals eingepackt und ins Lager gefahren.
Am Ende ist es eine riesige Produktion und da können solche Dinge offenbar passieren
Schifferle nimmt den Vorfall gelassen: «Am Ende ist es eine riesige Produktion und da können solche Dinge offenbar passieren», sagt er. Und er muss es wissen, denn letztes Jahr in Basel war es Schifferle selbst, der für die Showproduktion verantwortlich war.
Schon die erste Probe in der Wiener Stadthalle Anfang Mai war holprig verlaufen. Danach sagte Fusaro: «Es ist etwas frustrierend, wenn Dinge nicht klappen, für die ich selbst nichts kann».
Auch wenn pannengeprägten Proben mühsam sind: Fusaro sei gut auf ihren Auftritt morgen vorbereitet, sagt Schifferle. Und er ist froh, sind die Pannen in den Proben passiert und nicht beim Auftritt vor der Jury oder dem Publikum. «Sonst wäre ich natürlich hässig. Aber wir werden einen guten, problemfreien Auftritt präsentieren können. Wir haben viele Komplimente von Journalisten und Kommentatoren für unsere Darbietung bekommen.»
Und auch Fusaro selbst sagt nach der Hauptprobe: «Das war der letzte Check, von nun an zählt jeder Auftritt. Aber für mich zählt sowieso jede Show gleich: Ob ESC oder ein kleiner Club in der Schweiz. Ich gebe immer 100 Prozent.»