Natürlich mit Fanfare: In der Wiener Stadthalle ist am Dienstagabend der erste Halbfinal des Eurovision Song Contest 2026 über die Bühne gegangen. Bevor wir uns auf den 2. Halbfinal mit der Schweizer Vertreterin Veronica Fusaro konzentrieren, hier die Highlights des ersten Semi-Finals:
Die Shows
Ziemlich zu Beginn des Abends hiess es: Sonnenbrillen auf. Schweden hat mit seiner Wahnsinns-Lasershow ganz Europa weggeblendet. Keine Requisiten, nur Licht. Sehr cool. Klar, dass sie es in den Final geschafft haben. Auch dem Favoriten Finnland mit seinem Geigen-Intermezzo kann man sich schwer entziehen – den «Flammenwerfer» (so heisst ihr Song «Liekinheitin» übersetzt) sehen wir am Samstag wieder. Die Wettbüros handeln Finnland schon als potenzielle Siegernation. Dann wäre da noch Serbien mit seinem «Gedonnere, während ein Typ ins Mikrofon schreit» – so beschreibt es unser Musikredaktor Schimun Krausz, der durch den ESC-Abend getickert hat. Ins Finale geschafft hat es Lavinas Show jedenfalls. Und zu seinem Outfit kommen wir noch.
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Bild 1 von 3. Eine der Shows des Abends lieferte Schweden. Bildquelle: Keystone/HANNIBAL HANSCHKE.
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Bild 2 von 3. Flammenwerfer: Linda Lampenius & Pete Parkkonen für Finnland. Bildquelle: Keystone/APA/GEORG HOCHMUTH.
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Bild 3 von 3. Serbiens Lavina. Bildquelle: Keystone/EPA/HANNIBAL HANSCHKE.
Die Banger
Schweden hat nicht nur mit der phänomenalen Lichtshow gepunktet: Mit diesen Bangern war zu rechnen! Das haben auch die Jury und die Voterinnen und Voter an den Bildschirmen erkannt und Felicia flugs ins Finale gevotet. Nicht weniger geballert hat Deutschlands Sarah Engels mit ihrem Song «Fire». Sie sang ausser Konkurrenz und ist deshalb sowieso im Final. Und nicht zuletzt Moldau – auch wenn «Viva, Moldova!» vielleicht mehr ein Party-Song ist: Satoshi, wir sehen uns am Samstag!
Die Outfits
Die Katze aus dem Sack gelassen hat Geheimfavorit Griechenland mit seinem nervösen Akylas und «Ferto» – ihn dürfen wir am Samstag samt Mietzenkappe nochmals sehen. Des Weiteren gab's eine Art Käseraffel in Kleidform (San Marinos Senhit mit «Superstar» – leider draussen) sowie einen Kopf ganz in Silber: Lion Ceccah darf sich für Litauen am Samstag nochmals schminken. Und auch Serbiens Vampir Lavina wird zum Final erneut seiner Gruft entsteigen.
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Bild 1 von 4. Happy Cat: Griechenlands Akylas wird weit vorne gehandelt. Bildquelle: IMAGO / STEINSIEK.CH.
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Bild 2 von 4. Ein Kleid wie eine Käseraffel: Gereicht hat's für Boy George und Senhit leider nicht. Bildquelle: IMAGO / TT.
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Bild 3 von 4. Dieses Make-up juckt mutmasslich: Lion Ceccah steht am Samstag für Litauen erneut am Start. Bildquelle: IMAGO / TT.
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Bild 4 von 4. Gruftig: Lavina. Bildquelle: IMAGO / TT.
Die Unkaputtbaren
Vanilla Ninja, 2005 für die Schweiz am Start, holten damals den achten Platz. Soweit kommt es heuer nicht, sie schaffen den Finaleinzug für Estland nicht. Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Allerdings hat diese Formel bei Senhit (San Marino) nicht geklappt, der nach 2011 und 2017 bereits zum dritten Mal dabei war – und den Finaleinzug 2026 verpasst hat.
Die Kopie
Offenbar hat der Schweizer Song übers Gastgeberland Eindruck gemacht.
Hier das Original von 2025:
Und hier die Wiener Version 2026: