Bulgarien hat den ESC gewonnen. Juhu, Gratulation.
Nun aber zum wirklich Wichtigen und den eigentlichen Gewinnern des Abends: den Memes.
Denn nicht nur Musik vereint, sondern auch Humor.
Das Lachen über den Eurovision Song Contest ist dabei besonders völkerverbindend, immerhin dürfen wir dank dieses Musikwettbewerbs einmal im Jahr auch Australien zu uns zählen.
Vor allem in diesem Jahr war Australien ein gerngesehener Gast, da mehrere Nationen – darunter Spanien, Irland, Island, Slowenien, die Niederlande, Ungarn und die Türkei – auf eine Teilnahme verzichtet haben.
Aber nein: Die Abwesenheit dieser Länder war längst nicht das einzig Tragische am diesjährigen ESC.
Da wären zum Beispiel noch die Postkarten gewesen – diese kleinen Einspieler zwischen den Auftritten, die aussahen, als hätte man einer KI gesagt: «Mach irgendwas mit Kultur, Drohnenaufnahmen und maximaler Fremdscham.»
Wenig überzeugt hat auch das diesjährige Moderationspaar.
«Null Charisma, null Chemie und null Ausstrahlung», fasst «rasmusbravado» auf X die überwiegende Online-Meinung zu Victoria Swarowski und Michael Ostrowski zusammen.
Aber auch das Austragungsland Österreich selbst bleibt vor Kritik nicht gefeit: Der krasse Ton- und Bildausfall beim Auftritt von Tschechien empörte das Internet.
Positiv hervorheben muss man hingegen die Wiener Feuerverhütung: Die Brandschutzvorschriften wurden in der Stadthalle jederzeit vorbildlich eingehalten. Das Feuer-Mikrofon des serbischen Acts war schneller aus als laute Musik in einer Schweizer Wohnung nach dem ersten «Äxgüsi, es ist übrigens nach zehn».
Bleibt zu hoffen, dass nach dem Ausschalten der Musik und dem Lichterlöschen um 22 Uhr niemand gegen einen Fernsehtisch läuft: «Ich, wenn ich mir den kleinen Zeh stosse» kommentiert «Ana Sabe Volar» den dänischen Auftritt.
Auch auf das Hören des diesjährigen serbischen Acts sollte man nach 22 Uhr verzichten.
Gefährlich werden könnte auch der albanische Act. Der in den Ohren der ESC-Community allerdings irgendwie jedes Jahr gleich klingt.
Die grösste Lärmbelästigerin in diesem Jahr war für das Internet aber eindeutig das Vereinigte Königreich in Form des Künstlers «Look Mum No Computer».
Dafür gab es auch Null Publikums-Punkte.
«Look Mum No Computer» hatte dennoch die Zeit seines Lebens. Laut «Tom Cross» feierte er im Green Room jeden einzelnen Act an diesem Abend.
Ein weiterer Gewinner der Herzen: Akylas aus Griechenland mit seinem Trotti. Und seinem orangefarbenen Katzenhut. Und den orangefarbenen Fellstiefeln.
Die Königin der Herzen: Linda Lampenius aus Finnland, die ohne Trotti, dafür in Heels in vier Sekunden über die ganze Bühne rennt.
Und der Gewinner der Herzen fern der Bühne: dieser Gebärdensprachdolmetscher.
Es bleibt festzuhalten: Der Eurovision Song Contest hat musikalisch vielleicht nicht für alle etwas zu bieten. Insbesondere in diesem Jahr durch die vielen Nationen, die von einer Teilnahme abgesehen haben. Für das Internet ist und bleibt der Event trotzdem ein absoluter Festtag.
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Und genau deshalb werden wir nächstes Jahr natürlich alle wieder einschalten. Um die Musik zu feiern. Ganz bestimmt nur die Musik.