Ein halbes Jahrhundert lang versucht er zu belegen, dass die menschlichen Vorfahren von Aliens besucht worden seien. Seine Thesen fasste er in Buchform zusammen: Fast 70 Millionen Exemplare verkauft er und sie erscheinen in über 30 Sprachen.
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Bild 1 von 4. Der weltberühmte Autor mit den umstrittenen Thesen ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Bildquelle: Keystone / Martin Rütschi.
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Bild 2 von 4. Erich von Däniken stellt dem Journalisten Max Schneider 1974 sein Buch «Erscheinungen» vor. Bildquelle: Keystone / STR.
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Bild 3 von 4. Am 10. Weltkongress der Ancient Astronaut Society AAS posieren 1985 in Zürich: Hans H. Beier, Erich von Däniken, Ernst Hosner, Martina Steinhardt und Viktor Farkas (v.l.n.r.). Bildquelle: Keystone.
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Bild 4 von 4. 1999 präsentiert von Däniken seinen Erlebnis- und Bildungspark «Mystery Park». Drei Jahre nach der Eröffnung musste der Park aus finanziellen Gründen schliessen. Bildquelle: Keystone / Alessandro della Valle.
Unermüdlich und erfolgreich
Die Idee von ausserirdischem Leben lässt ihn schon als Kind nicht mehr los. Unermüdlich verteidigt er seine Theorie, obwohl seine ersten Schriften Mitte der 60er-Jahre noch niemand lesen will. Von 20 Verlagen abgelehnt, erscheint 1968 sein erstes Buch «Erinnerungen an die Zukunft». Es wird zu einem Überraschungserfolg.
Für mich ist es keine Frage, dass es Ausserirdische gibt.
Erich von Däniken lehrt die Menschen das intergalaktische Träumen, in den Zeichnungen im Wüstensand im peruanischen Nasca sieht er Landebahnen für Raumschiffe. Frühzeitliche Figuren interpretiert er als Abbilder von Ausserirdischen, die einst die Erde besucht haben sollen. Damit trifft er den Nerv von Millionen von Lesern. «Für mich ist es keine Frage, dass es Ausserirdische gibt. Die Frage ist nur: Warum machen sie es uns so schwer, ihre Existenz zu beweisen?», erklärt von Däniken.
Tiefer Fall nach Höhenflug
Auf den Höhenflug als Autor folgt bald die dunkelste Phase seines Lebens: Von Däniken wird verhaftet und muss 1970 für zwei Jahre ins Gefängnis. Die Anklage lautet auf Veruntreuung, Betrug und Urkundenfälschung. Seiner Popularität tut das keinen Abbruch: Im Jahrestakt veröffentlicht er Bücher, die millionenfach verkauft werden.
Nicht nur in seinen Büchern will von Däniken auf ausserirdisches Leben aufmerksam machen. 2003 eröffnet er den «Mystery Park» in Interlaken. Drei Jahre später muss der Freizeitpark wegen finanzieller Probleme wieder schliessen. 2010 wird der Park umgestaltet und als Jungfrau-Park neu eröffnet. 2025 folgt der Verkauf an zwei Investoren: Der ehemalige «Mystery Park» soll unter dem Namen «Etherlaken» zu einem Zukunftscampus entwickelt werden.
Nach kurzem Spitalaufenthalt verstorben
Im Frühjahr 2025 gibt von Däniken bekannt, dass er aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten werde. Seine Tochter Cornelia von Däniken erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, ihr Vater sei altersbedingt im Spital von Interlaken am Samstag gestorben.