Arnold Schwarzenegger lädt zum Dinner, Popstar Ronan Keating singt für Marco Odermatt – und im Zielraum der Streif zielen Kameralinsen fast öfter ins Publikum als aufs Podest. Beim Weltcup in Kitzbühel ist das Rennen gewissermassen Kulisse für ein Promi-Klassentreffen.
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Bild 1 von 7. In den Zuschauerrängen am Hahnenkammrennen tauchen immer wieder grosse Namen auf. Beispielsweise: Zlatan Ibrahimović, Fussball-Ikone... Bildquelle: Getty Images / Christian Bruna.
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Bild 2 von 7. ...Gwyneth Paltrow, Hollywood-Star und Unternehmerin... Bildquelle: Getty Images / Lennart Preiss.
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Bild 3 von 7. ...Jason Statham (rechts, mit der schwarzen Mütze/Jacke), Action-Star aus Hollywood... Bildquelle: Getty Images / Hannes Magerstaedt.
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Bild 4 von 7. ...Irina Shayk, internationales Topmodel... Bildquelle: Getty Images / Lennart Preiss.
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Bild 5 von 7. ...Ralf Möller, deutscher Hollywood-Star... Bildquelle: Getty Images / Sebastian Widmann.
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Bild 6 von 7. ...Andreas Gabalier, Sänger aus Österreich... Bildquelle: Getty Images / Jan Hetfleisch.
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Bild 7 von 7. ...oder auch Kai Pflaume, deutscher TV-Moderator. Bildquelle: Getty Images / Hannes Magerstaedt.
Rund um das Hahnenkammrennen bietet ein Event-Programm viel Glanz und Gloria. Kritische Stimmen sehen darin eine Kommerzialisierung des Sports nach amerikanischem Vorbild, bei der Entertainment den Kampf ums Edelmetall überlagert. Doch in Österreich gehört «sehen und gesehen werden» zur Kultur.
Mehr Stars als Startnummern
Auf den Tribünen tauchen regelmässig Weltstars auf. Prominentester Stammgast ist jedoch seit Jahren der Heimweh-Österreicher Arnold Schwarzenegger.
Er verbindet das Wochenende mit seinem Charity-Dinner für Klimaprojekte. Sein ebenso muskulöser Kumpel Ralf Möller – seines Zeichens ebenfalls Hollywood-Star – begleitet ihn zuletzt regelmässig.
Den grössten Teil der Promi-Riege bildet aber das deutschsprachige Glamour-«Who-is-Who», das sich an jährlichen Fixpunkten wie der «Weisswurstparty» im Hotel Stanglwirt trifft.
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Bild 1 von 6. Milliardär Carsten Maschmeyer und Filmstar Veronica Ferres bei der Audi Night 2011 in Kitzbühel. Bildquelle: Getty Images / Johannes Simon.
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Bild 2 von 6. Der britische Popstar Amy Macdonald hat 2011 ebenfalls die Audi Night besucht. Bildquelle: Getty Images / Johannes Simon.
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Bild 3 von 6. Balthasar Hauser, Direktor des Hotels Stanglwirt, und Sängerin Bonnie Tyler bei der «Weisswurstparty» am 23. Januar 2009. Bildquelle: Getty Images / Andreas Rentz.
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Bild 4 von 6. Schauspielerin Simone Thomalla, Model Franziska Knuppe und Schauspielerin Mariella Ahrens besuchten die «Weisswurstparty» 2016. Bildquelle: Getty Images / Hannes Magerstaedt.
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Bild 5 von 6. Werbe-Ikone und Unternehmerin Verona Pooth war ebenfalls bereits zu Gast... Bildquelle: Getty Images / Hannes Magerstaedt.
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Bild 6 von 6. ...genau wie Moderatorin Sophia Thomalla. Bildquelle: Getty Images / Hannes Magerstaedt.
Auch beim Charity-Rennen, bei dem Prominente für den guten Zweck auf die Ski steigen, haben Fans gute Chancen, ihre Stars aus der Nähe zu sehen.
Bling-Bling und Business in den Bergen
In Kitzbühel beginnt die Weltcup-Woche lange vor dem ersten Rennen. Rund um das Zielgelände reiht sich Anlass an Anlass – etwa im «Kitz Race Club», einem VIP-Bereich direkt beim Zielraum.
Dort treffen sich nicht nur «Adabeis» – wie in Österreich Leute genannt werden, die stets «auch dabei sein wollen» – sondern auch Hochkaräter aus Politik und Wirtschaft. Man munkelt von Geschäften im Wert von hunderten Millionen, die dort bereits aufgegleist oder abgeschlossen wurden.
Trotz Alpenhöhen nicht abgehoben
In der Schweiz ist der Umgang mit Glamour spürbar zurückhaltender. Adelboden und Wengen gehören vielmehr als stimmungsvolle Volksfeste zu den beliebtesten Weltcup-Stationen überhaupt. VIP-Angebote gibt es auch hier – sie dienen aber vor allem der Sponsorenpflege, nicht der grossen Inszenierung.
Crans-Montana gilt als mondänster Schweizer Weltcup-Ort. Der Glamourfaktor ist entsprechend hoch – doch der Nobelort zieht eher den vermögenden Geld-Adel an anstatt die hiesige oder Hollywood entsprungene Prominenz.
«Stars sind ja auch nur Menschen», pflegt man in der Schweiz zu sagen – entsprechend werden sie auch nicht übermenschlich inszeniert. Aus Respekt vor der Brandkatastrophe vom 1. Januar wird das Rahmen- und Eventprogramm rund um den Weltcup in Crans Montana in diesem Jahr zudem stark reduziert.
Glamouröses Erbe
Der Glamour in Kitzbühel ist kein Zufall, er hat Tradition. Schon in der Monarchie gehörten pompöse Feste und Empfänge zur gesellschaftlichen Ordnung. Dieses Erbe wirkt bis heute nach: Österreich versteht sich gern als Bühne – mit Ritualen, glanzvollen Kulissen und einem «schönen Schein», der weniger oberflächlich ist als identitätsstiftend.
Für die einen lenkt das vom Sport ab, für die anderen macht es ihn erst richtig gross. Denn «sehen und gesehen werden» ist in Österreich tief verankert – und in Kitzbühel sind Glamour, Glanz und Gloria deshalb weniger modischer Auswuchs als vielmehr gelebte Kultur.