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Elizabeth Warren – Siegerin der Fernsehdebatte der Demokraten
Aus Tagesschau vom 16.10.2019.
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4. TV-Debatte der Demokraten Elizabeth Warren ist das neue Ziel parteiinterner Attacken

  • Bei der vierten Fernsehdebatte gingen die demokratischen Präsidentschaftsanwärter die neue Führende im Rennen, Elizabeth Warren, scharf an.
  • Weiter haben die Bewerber in grosser Einigkeit für ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump plädiert.
  • Der frühere Vizepräsident Joe Biden wehrte sich gegen Vorwürfe in der Ukraine-Affäre.

Angesichts ihrer neuen Favoritenrolle im Rennen der demokratischen Präsidentschaftsbewerber ist die linke Senatorin Elizabeth Warren zunehmend Angriffen ihrer parteiinternen Konkurrenten ausgesetzt. Bei der Fernsehdebatte geriet sie immer wieder unter Beschuss durch die anderen Präsidentschaftsanwärter.

In vorherigen Debatten hatten sich die Demokraten vor allem den bis dahin klaren Favoriten, den früheren US-Vizepräsidenten Joe Biden, vorgeknöpft. In den vergangenen Wochen holte Warren in Umfragen jedoch auf und überholte Biden zeitweise sogar. Die beiden liefern sich nun ein Kopf-an-Kopf-Rennen, mit wechselnder Führung.

Impeachment von Trump als grosses Thema

Bei der Fernsehdebatte – der ersten seit der Einleitung von Vorermittlungen für ein mögliches «Impeachment» Trumps – griffen die führenden Präsidentschaftsanwärter der Demokraten den Amtsinhaber scharf an. Biden und der linke Senator Bernie Sanders nannten Trump bei der Debatte im US-Bundesstaat Ohio den «korruptesten Präsidenten in der Geschichte des Landes».

USA-Korrespondentin Isabelle Jacobi hat die Debatte verfolgt

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jacobi.

Elisabeth Warren hatte am meisten Redezeit. Insgesamt dominieren Warren, Joe Biden und Bernie Sanders das Feld der kandidierenden Demokraten. Über das Amtsenthebungsverfahren ist nur zu Beginn der Diskussion gesprochen worden.

Es ist den Demokraten wichtig, dass sie über Dinge sprechen, die normale Bürgerinnen und Bürger beschäftigen, über die sogenannten «Kitchen-Table»-Themen. Die Sache mit der Amtsenthebung überlassen die Kandidaten für die Präsidentschaft ihren Kollegen im Kongress.

Joe Biden hat in der Partei viel Rückhalt. Er habe nichts falsch gemacht, betonte er an der Debatte. Allerdings wich er der Frage aus, ob es vielleicht ethisch fragwürdig gewesen sei, dass sein Sohn in der Ukraine tätig war, als er selbst Aussenminister der USA war.

Korrupt und unpatriotisch

Die Senatorin Kamala Harris kritisierte, Trump sei nicht nur korrupt, sondern zutiefst unpatriotisch. Elizabeth Warren beklagte, Trump habe wiederholt gegen Gesetze verstossen. Sie mahnte, es gehe um die Zukunft des Landes.

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Warren: «Das Impeachment muss weitergehen» (engl.)
Aus News-Clip vom 16.10.2019.
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Die US-Demokraten im Repräsentantenhaus führen Untersuchungen, die zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump führen könnten. Sie werfen Trump vor, sein Amt missbraucht zu haben – mit dem Ziel, dass sich die Ukraine zu seinen Gunsten in den Wahlkampf einmischt. Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem Telefonat zu Ermittlungen ermuntert, die Trumps Rivalen Joe Biden und dessen Sohn Hunter schaden könnten.

Joe Biden beteuert Unschuld

Trump wirft Bidens Sohn Hunter vor, er habe sich geschäftlich in der Ukraine auf unlautere Weise bereichert – durch einen hoch bezahlten Posten im Aufsichtsrat eines Energieunternehmens. Joe Biden beschuldigt er wiederum, dieser habe seine Position als US-Vizepräsident vor Jahren ausgenutzt, um seinen Sohn vor strafrechtlichen Ermittlungen in der Ukraine zu schützen. Biden bestreitet das vehement.

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Biden: «Mein Sohn und ich haben nichts falsch gemacht» (engl.)
Aus News-Clip vom 16.10.2019.
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Auch bei der TV-Debatte beteuerte Biden: «Mein Sohn hat nichts Unrechtes getan. Ich habe nichts Unrechtes getan.» Weiteren Nachfragen zu möglichen eigenen Verfehlungen in dem Fall wich er allerdings mehrfach aus und versuchte stattdessen, die Aufmerksamkeit auf Trump zu leiten: «Es geht hier um Trumps Korruption. Darauf sollten wir uns konzentrieren.»

Energischer und «gesunder» Bernie Sanders

Der US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat nur zwei Wochen nach seinem Herzinfarkt in der TV-Debatte einen energischen Auftritt hingelegt. «Ich bin gesund», sagte der 78-jährige Senator. In gewohnt angriffiger Manier warf er als erster der Runde Donald Trump Korruption vor.

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Sanders: «Trump ist der korrupteste Präsident der Geschichte»
Aus News-Clip vom 16.10.2019.
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67 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller  (panasawan)
    Als wäre diese Biden-Geschichte nicht schon peinlich genug und nun beginnen selbige sich noch gegenseitig an den Karren zu fahren, oder wie darf man das verstehen. Ohne Biden, ohne Clinton-Clan-Lobby, mit einem neuen unverfänglicherem Kandidaten, hätten die DEM's wahrscheinlich sehr gute Chancen den nächsten Präsident stellen zu können. Nur dann müssten sie jetzt auf diese Obama/Clinton/Biden-Seilschaften und das Impeachment-Theater verzichten. Damit schaufeln sich die DEM's ihr eigenes Grab.
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  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    Senatorin Warren wird angegriffen, weil sie das "Rudel" anführt, nicht umgekehrt. Biden ist m. Meinung nach raus. Wir bekommen also wahrscheinlich eine Demokratin vom linken Spektrum in die Präsidentschaftswahl. Da kann die Senatorin nur hoffen, dass Trump zu der Zeit bereits im Gefängnis sitzt, wenn sie die nächste Präsidentin der USA werden will.
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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Ja, ja BIDEN. Selbst wenn es keine Einmischungen und Vorteilsnahmen gab, das Verhalten des Sohnes ist ungeschickt und dumm.
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    1. Antwort von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
      Max Blumenthal hat in einem längeren Artikel auf Consortiumnews einige Hintergründe des "Deal" beleuchtet, insbesondere die Rolle des Atlantic Council und die Verbindung desselben zu Joe Biden. Der AC ist ein Nato-naher US-Think-tank der für eine agressive antirussische Nato-Osterweiterung steht und immer wieder die Korruption in Russland anprangert...
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    2. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      H.Bernouilli. Der Atlantic Council gliedert sich in die folgenden Themenfelder[2]:
      Sicherheit: Brent Scowcroft Center on International Security
      Regionaler Fokus: Africa Center, Dinu Patriciu Eurasia Center, South East Asia Center, Adrienne Arsht Latin America Center, Rafik Hariri Center for the Middle East, Future Europe Initiative
      Energie: Global Energy Center
      Wirtschaft und Zukunft: Millennium Leadership Program, Global Busi
      ness and Economics. (Lobbypedia)
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