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Im Pandemiejahr verdüsterte sich die Menschrechtslage
Aus HeuteMorgen vom 07.04.2021.
abspielen. Laufzeit 01:22 Minuten.
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Amnesty International Menschenrechte kommen in Coronakrise unter die Räder

  • Zunehmende Diskriminierung und Repression: Im Zuge der Corona-Pandemie kommen die Menschenrechte unter die Räder.
  • Der Amnesty-Jahresbericht prangert noch einen anderen Missstand an: die mangelnde Fairness bei der Impfstoffverteilung.
  • Zudem hätten zahlreiche Staaten die Gesundheitskrise missbraucht, um rechtsstaatliche Prinzipien aufzulösen.

Amnesty International beklagt eine deutliche Verschlechterung der Menschenrechtslage für Millionen Menschen weltweit im Zuge der Coronakrise. In vielen Regionen habe die Pandemie Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdrückung verstärkt, erklärte die Organisation anlässlich der Veröffentlichung ihres Jahresberichts.

Die Pandemie hat auch die Mittelmässigkeit und Verlogenheit, den Egoismus und den Betrug unter den Machthabenden dieser Welt verstärkt
Autor: Agnès CallamardAmnesty-Generalsekretärin

Die Krise sei von zahlreichen Staaten missbraucht worden, um Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit weiter einzuschränken. Amnesty kritisiert aber vor allem das Agieren der reichen Länder im Kampf gegen das Virus scharf.

«Die Pandemie hat auch die Mittelmässigkeit und Verlogenheit, den Egoismus und den Betrug unter den Machthabenden dieser Welt verstärkt», schreibt Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard im Vorwort zu dem Bericht.

Nationalismus statt Kooperation

Der Bericht prangert vor allem die Benachteiligung ärmerer Länder bei der Verteilung vom Impfstoff an. Die für eine gerechte Versorgung gegründete Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation sei von Russland, den USA und anderen Ländern unterminiert worden.

Grundrechte auch in Schweiz verletzt

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Amnesty International hat im Jahresbericht, Link öffnet in einem neuen Fenster die Situation in fast 150 Ländern unter die Lupe genommen. Zur Schweiz heisst es, das Land müsse solidarischer werden, etwa in Bezug auf die Flüchtlingskrise. In der Corona-Pandemie seien demokratische Grundrechte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit auch hierzulande beeinträchtigt worden – vor allem in der ersten Phase der Pandemie.

Auch hätten mehr als 90 Länder Exportbeschränkungen für medizinisches Gerät, Schutzausrüstung, Arznei- und Nahrungsmittel verhängt. «Die Pandemie hat die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass die Welt derzeit unfähig ist, bei einem globalen Ereignis mit grossen Auswirkungen effektiv und gerecht zusammenzuarbeiten», bilanziert Callamard den bisherigen weltweiten Kampf gegen die Pandemie.

Amnesty nennt im Jahresbericht mehrere Bereiche, in denen die Missstände infolge der Corona-Pandemie besonders gross seien:

Heute Morgen vom 07.04.2021, 6 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Erich Deiss  (Erich Deiss)
    Man kann nicht gleichzeitig die Pandemie eindämmen und gleichzeitig Massenversammlungen ohne Einschränkungen zulassen. Wenn Anmesty dies als Einschränkung der Menschenrechte taxiert, ist das aus meiner Sicht nicht ernst zu nehmen und beflügelt nur die Querdenker.
  • Kommentar von Christoph Reuss  (Christoph.Reuss)
    Das scheint sowohl den Bundesrat als auch die Taskforce ebenso nicht zu interessieren wie auch das Leid der Leute die ihre Existenz verloren haben! Wie gross ist eigentlich die Lohneinbusse des Bundesrats? der Taskforce? der Journalisten? der Beamten? der Rentner?
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    In Krisenzeiten zeigt es sich, wie die Welt der "Menschen" wirklich "tiggt, ist" und wo die konkreten "Schwachstellen" - auch der Weltwirtschafts-Politik - ist/sind!
    "Vor der eigenen Türe kehren", gilt sehr wohl auch für die Schweiz und deren "Weltwirtschafts-Politik betreffend Konzern-Verantwortungslosigkeit weltweit seit vielen Jahren"
    Jede/r KonsumentIn fördert mit dem eigenen Konsumverhalten die Weltwirtschafts-Politik mit.....