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Taliban verkünden neue Regierung
Aus Tagesschau vom 07.09.2021.
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Ankündigung in Kabul Taliban ernennen Übergangsregierung

  • Die Taliban haben mit Mullah Hassan Akhund einen engen Vertrauten des verstorbenen Taliban-Gründers Mullah Omar zum Kopf der neuen Regierung Afghanistans ernannt.
  • Sein Stellvertreter als Regierungschef soll Mullah Abul Ghani Baradar werden. Er ist der bisherige Leiter des politischen Büros der Taliban.
  • Neuer Verteidigungsminister wird Mullah Mohammad Yaqoob, der Sohn von Taliban-Gründer Mullah Omar.

Die Ankündigung der neuen Regierung machte Taliban-Sprecher Sabiullah Mujahid an einer Medienkonferenz in Kabul.

Weiter ernannt worden ist Sarajuddin Haqqani als Innenminister. Er ist der Sohn des Gründers des islamistischen Haqqani-Netzwerks, das die USA als Terrororganisation einstufen. Amir Khan Muttaqi, der Verhandlungsführer der Taliban in Doha, Katar, wurde als Aussenminister nominiert.

Legende: Der frisch ernannte Premier der Taliban, Mullah Mohammed Hassan Achund (in der Mitte). Allerdings datiert diese Aufnahme von 1999 aus der Zeit der letzten Taliban-Herrschaft. Reuters

Insgesamt besetzten die Taliban 33 Posten. Die Ernennung der verbleibenden Führungspositionen von Ministerien und Institutionen werde man nach «langer Überlegung» sukzessive bekannt geben, sagte Mudschahid. «Die afghanische Regierung ist nicht vollständig», sagte Sabiullah Mudschahid und versicherte, dass die Taliban eine «integrative» Exekutive versprochen habe und versuchen werde, «Personen aus anderen Teilen des Landes aufzunehmen».

Angesprochen auf die Demonstrationen, die von den Taliban teilweise gewaltsam aufgelöst wurden, betonte Mudschahid, dass die Taliban im Umgang mit Demonstrationen «noch nicht geschult» seien, und forderte die Demonstranten auf, den Behörden jede Versammlung 24 Stunden vorher anzukündigen.

Panschir-Tal inzwischen «sehr sicher»

Im Panschir-Tal, wo sich das letzte Zentrum des bewaffneten Widerstands gegen die Taliban befand, ist nach Aussage von Mudschahid «jetzt sehr sicher, es gibt keinen Krieg».

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Korrespondentin: «Es sind vor allem Hardliner vertreten»
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SRF4 News, 07.09.2021, 12 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Vinzenz Böttcher  (AfroKaiser)
    Warum knallt man also nicht einfach ein paar Bomben in deren Regierungsgebäude? Jetzt wo die Truppen abgezogen werden, sind Mitglieder von Terrororganisationen also plötzlich nicht mehr auszuschalten? An fehlender Waffenreichweite liegt das sicher nicht.
  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Alle genannten Mitglieder der Übergangsregierung sind hochrangige Taliban-Mitglieder der alten Garde, sogar Mitglieder aus der früheren Taliban-Terrorherrschaft und aus anderen Terroristengruppierungen sind dabei. Eine landesweite Versöhnung sieht anders aus. Alles Paschtunen, wo sind die Vertreter der anderen Bevölkerungsgruppen?
    1. Antwort von Manu Meier  (Manuel Meier)
      Laut dem Bericht sollen noch weitere hinzu kommen, und dann später bei der richtigen Regierungsbildung besser berücksichtigt werden. Aktuell ist es für die Taliban zu früh, eine "integrative" Regierung aufzubauen, da die Lage noch zu Unsicher ist und Vertreter anderer Gruppen noch zu unbekannt sind. Das ist der Sinn einer Übergangsregierung, dass sie an einem Strang ziehen soll.
    2. Antwort von Mark Keller  (mkel)
      Bleibt auch die Frage, wer von diesen Gruppen denn überhaupt in die Regierung will. Für den Fall, dass die Taliban tatsächlich versucht haben, andere zu integrieren, könnte ich mir vorstellen, dass es zahlreiche Absagen gegeben haben dürfte. Eine Exponierte Position in einer aus Feinden bestehenden Regierung, die das eigene Vertrauen nicht hat, ist kein besonders attraktives Angebot.