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Anweisung der Regierung Burma schneidet eine Million Menschen vom Internet ab

  • Auf Anweisung der Regierung sind in Burma mehr als eine Million Menschen vom Internet abgeschnitten.
  • In den betroffenen Gebieten im Rakhaing-Staat bekämpfen sich seit vielen Jahren separatistische Truppen und das Militär.
  • Die UNO kritisiert das Vorgehen, da mit der Sperre Menschenrechtsverletzungen zensiert werden können.

Die Unterbrechung dauert bereits seit Freitag vergangener Woche. Menschenrechtler äusserten nun Protest gegen die Unterdrückung von Informationen.

Umkämpftes Gebiet

In der Region bekämpfen sich seit vielen Jahren islamische Rebellen und das Militär. Mehr als 750'000 Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya sind seit 2017 aus Furcht vor brutaler Gewalt durch die Armee bereits ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Die Vereinten Nationen sprechen von Völkermord. In Burma ist die grosse Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens.

Das Kommunikationsministerium liess offen, wie lange die Blockade dauern soll. Ein Sprecher sagte, das Internet werde wieder zugänglich sein, «wenn Friede und Ordnung in der Region wieder hergestellt sind». Das Telefonieren und das Versenden von Sprachnachrichten sind weiterhin möglich.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Ramazan Özgü  (Rami Özgü)
    Das Recht auf Internet ist sicherlich ein Menschenrecht, das in den Grundrechtskatalog gehört. Jedoch geht es bei der in der Berichterstattung erwähnten Angelegenheit nicht um diese Frage. Vielmehr möchte die Regierung die Menschenrechtsverletzung, die sie systematisch begeht, von der Welt verbergen.
  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    Wow: Die UNO "kritisiert" das Vorgehen! Da wird die Regierung in Myanmar aber vor Angst zittern ... Das Wort "Macht" mag ich ja eigentlich nicht, aber bei der UNO ... Nein, formulieren wir es anders: Die UNO sollte definitiv mehr Durchsetzungsvermögen entwickeln – und dafür natürlich auch die nötigen Befugnisse erhalten. Nur so kann sie von der belächelten Alibi-Organisation zur eigentlichen Welt-Gestalterin werden: Etwas, was wir dringend bräuchten.
    1. Antwort von Werner Gerber  (Emmentaler1)
      herr blatter. da bin ich mit ihnen vollumfänglich einverstanden. die uno hat nur dann mehr macht und kann sich durchsetzen, wie ich schon öfters schrieb, wenn der sicherheitsrat reformiert wird und die vetorechte der ständigen mitglieder abgeschaft wirf
  • Kommentar von Mathis Schlegel  (Jona)
    @SRF
    Es gibt kein Burma!
    Es heisst Myanmar. Die Burmesen stellen die grösste Volksgruppe. Es gibt etwa 50 verschiedene Volksgruppen in Myanmar. Für Diese ist ist die Bezeichnung Burmesen eine Beleidigung.
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Mathis Schlegel: Hier dazu unsere Erklärung: https://www.srf.ch/sendungen/hallosrf/warum-spricht-man-bei-srf-von-burma-und-nicht-von-myanmar
    2. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      @SRF: der Artikel begründe nicht, warum SRF am Namen Burma festhält, wo doch -ausser den Amerikanern- alle anderen den offiziellen Namen Myanmar verwenden. Oder ist SRF neuerdings ein Ableger der US-Regierung? ;-)
    3. Antwort von SRF News editor
      @W. Pip: Hier eine etwas ausführlichere Begründung: https://www.srf.ch/sendungen/hallosrf/warum-spricht-srf-von-burma-und-nicht-von-myanmar
    4. Antwort von Joseph De Mol  (Molensepp)
      George Orwell "Tage in Burma". Er benennt dort aber die Einheimischen auch noch als "Orientalen". Ob der gute George auch Ceylon bereits hat, ist mir derzeit nicht bekannt. Jedenfalls war er nie in Rhodesien!