Die Landung zurück auf der Erde hat sich nach Angaben der vier Astronauten, die als erste Menschen seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes waren, angefühlt wie ein Rückwärtssprung von einem Hochhaus. «Wenn man rückwärts von einem Wolkenkratzer springen würde, so hat es sich fünf Sekunden lang angefühlt – und es war herrlich», sagte der US-Astronaut Victor Glover bei der ersten Pressekonferenz der «Artemis 2»-Crew seit der Rückkehr von ihrer Mondmission vor rund einer Woche. «Mir war klar, dass wir in einem Feuerball waren.»
Als nach der Landung im Pazifik dann die Luke geöffnet wurde, habe sie vor Freude geschrien, sagte die US-Astronautin Christina Koch. «Es war pure Begeisterung und einfach eine emotionale Reaktion aus dem tiefsten Bauch heraus nicht nur darauf, wieder zu Hause zu sein, sondern auch dass da Menschen kommen und uns heraushelfen – einfach unbeschreibbare Freude.»
Jedes Mal, wenn ich in den vergangenen Tagen aufgewacht bin, habe ich gedacht, ich schwebe.
Nachdem sie auf ein Schiff gebracht wurden, habe er dann um einen Besuch des dort zuständigen Kaplans gebeten, sagte US-Astronaut Reid Wiseman. «Als dieser Mann hereingekommen ist – ich hatte ihn nie in meinem Leben zuvor gesehen, aber ich sah das Kreuz auf seinem Kragen und bin in Tränen ausgebrochen. Es ist einfach sehr schwer, vollkommen zu verstehen, was wir da gerade durchgemacht haben.»
Die ganze Medienkonferenz:
Seit der Landung habe es neben Zeit mit Familie und Freunden vor allem viele medizinische Untersuchungen und Besprechungen gegeben, sagte Wiseman weiter. «Wir hatten noch nicht diesen Druckabbau. Wir hatten noch keine Zeit zum Nachdenken.»
So ganz hätten sie sich noch immer nicht wieder an das Leben auf der Erde und vor allem an die Schwerkraft gewöhnt, sagte Christina Koch. «Jedes Mal, wenn ich in den vergangenen Tagen aufgewacht bin, habe ich gedacht, ich schwebe – und musste mich dann davon überzeugen, dass ich es nicht tue.» Einmal sei sie sehr überrascht gewesen, dass ein T-Shirt, das sie losgelassen habe, auf den Boden gefallen sei und nicht geschwebt habe.
Wir sind als Freunde gestartet und als beste Freunde zurückgekommen.
Die Crew der «Artemis 2»-Mission – neben Glover, Koch und Wiseman noch der kanadische Astronaut Jeremy Hansen – war in einer Art grossen Acht um den Mond herum geflogen und hatte sich weiter von der Erde entfernt als jemals Menschen zuvor. Nach rund zehn Tagen im All waren die Astronauten am vergangenen Wochenende planmässig im Pazifik nahe San Diego wieder auf der Erde angekommen. «Wir sind für immer zusammengeschweisst», sagte Wiseman. «Das ist das engste, wie Menschen zusammenkommen können, die nicht Familie sind. Ich bin hier, um der Welt zu sagen: Wir sind als Freunde gestartet und als beste Freunde zurückgekommen.»
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Bild 1 von 14. Kommandant Reid Wiseman blickt aus einem Fenster des Raumschiffs «Orion» auf die Erde, unterwegs zum Mond am Donnerstag, 2. April 2026. Bildquelle: Keystone / AP, NASA.
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Bild 2 von 14. Sie werden hinter dem Mond durchfliegen: die Astronauten Jeremy Hansen (Missionsspezialist), Victor Glover (Pilot), Reid Wiseman (Kommandant) und Christina Koch (Missionsspezialistin). Bildquelle: Reuters / Joe Skipper.
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Bild 3 von 14. Mit Astronautin Christina Koch nimmt zum ersten Mal auch eine Frau an einer Mondmission teil. Bildquelle: Reuters / Steve Nesius.
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Bild 4 von 14. Auf dem Weg Richtung Mond: Die Mission der Artemis 2 beginnt mit dem Start am 1. April 2026 vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral aus. Bildquelle: REUTERS / Joe Skipper.
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Bild 5 von 14. So leben die drei Astronauten und die Astronautin auf ihrer Reise um den Mond. Die Platzverhältnisse in der «Orion»-Raumkapsel sind eng. Bildquelle: Keystone / AP, Nasa.
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Bild 6 von 14. Es folgen spektakuläre Bilder aus dem All: Hier die leuchtende Erde, eine Aufnahme des Artemis-2-Kommandanten, Reid Wiseman. Bildquelle: Keystone / AP, NASA .
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Bild 7 von 14. Das Raumschiff «Orion» nähert sich dem Mond: Bild aus einem Livestream-Video vom 6. April 2026. Bildquelle: Reuters/NASA.
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Bild 8 von 14. Während der siebenstündigen Passage in Mondnähe entstand die Aufnahme des Erdaufgangs. Sie erinnert an die ikonische Aufnahme «Earthrise», die während der ersten Mondlandung 1968 aufgenommen wurde. (6. April 2026). Bildquelle: Reuters / NASA.
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Bild 9 von 14. Der vollständig beleuchtete Mond. Rechts die Hemisphäre, die wir von der Erde aus sehen, erkennbar an den dunklen Flecken. Von der Erde aus ist immer nur die gleiche Seite des Mondes sichtbar. (6. April 2026). Bildquelle: Reuters / NASA.
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Bild 10 von 14. Die Kapsel «Orion» landet in der Nacht auf Samstag um 02:07 Uhr vor der US-Westküste im Pazifik. Bildquelle: Keystone / EPA / Nasa, Bill Ingalls.
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Bild 11 von 14. Die Landung erfolgt zur geplanten Zeit. Bildquelle: Keystone / EPA / Nasa, Bill Ingalls.
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Bild 12 von 14. Ein Boot nähert sich der gewasserten Kapsel, um die Astronauten zu bergen. Bildquelle: Keystone/ AP, Joel Kowsky.
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Bild 13 von 14. Pilot Victor Glover und die Astronautin Christina Koch freuen sich über die geglückte Landung. Hier sitzen die beiden im Helikopter, mit dem sie zum Bergungsschiff gebracht worden sind. Bildquelle: Keystone / AP / Nasa, Bill Ingalls.
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Bild 14 von 14. Die Raumkapsel wird in das US-Navy-Schiff USS «John P. Murtha» geladen. Bildquelle: Keystone / AP / Nasa, Bill Ingalls.
Die vier Astronauten waren die ersten Menschen seit mehr als 50 Jahren in der Nähe des Mondes. Für Glover, Koch und Wiseman war es der zweite Flug ins All, für Hansen der erste. Koch wurde zur ersten Frau an Bord einer Mondmission der Nasa, Glover zum ersten nicht-weissen Menschen und Hansen zum ersten Kanadier.