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Attentate von Christchurch Angeklagter bekennt sich überraschend schuldig

  • Ein gutes Jahr nach dem Terroranschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch hat sich der mutmassliche Attentäter überraschend für schuldig bekannt.
  • Der 29-jährige Angeklagte hat laut der Polizei vor dem Gericht in Christchurch die 51 Morde und 40 versuchten Morde zugegeben.
  • Zuvor hatte der australische Rassist noch stets erklärt, in allen Anklagepunkten unschuldig zu sein.
Video
Aus dem Archiv: Die Lehren nach Christchurch
Aus Rundschau vom 03.04.2019.
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Der Termin vor dem Gericht war spontan anberaumt worden. Der Angeklagte wurde per Video zugeschaltet. Nach Medienberichten wurden ihm die Namen aller 51 Getöteten vorgelesen, bevor er nach seiner Schuld gefragt wurde. «Oh, ok, ja, schuldig», sagte er Berichten örtlicher Medien zufolge.

Der Mann soll bis 1. Mai 2020 in Untersuchungshaft genommen werden. Der neuseeländischen Polizei zufolge soll aber kein Urteil gesprochen werden, solange nicht alle Überlebenden der Tragödie, die wollten, bei der Verhandlung dabei sein könnten. Dies werde aufgrund der Coronavirus-Pandemie längere Zeit nicht möglich sein.

Screenshot eines Bilschirms.
Legende: Die Gerichtsverhandlung (im Bild zwei Anwälte) wurde per Video übertragen. Keystone

Der Grund für den Sinneswandel des Attentäters ist nicht klar. Das Schuldeingeständnis bedeutet, dass es nun keinen Prozess zu dem Anschlag auf die beiden Moscheen in Christchurch geben wird. Der Prozess hätte Anfang Juni beginnen sollen.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sagte am Donnerstag, den Überlebenden und Hinterbliebenen bringe das Schuldeingeständnis ein gewisses Mass an Erleichterung. Ihnen bleibe nun «die Qual eines Prozesses» erspart. Die Behörden hatten zudem befürchtet, dass der Täter den Prozess als Plattform missbrauchen könnte, um seine rassistische Weltanschauung weiter zu propagieren.

SRF 4 News, 04:00 Uhr; sda/horm;schl

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
    Somit kriegt ein weiterer Terrorist keine Plattform mehr, wir müssen ihn nie mehr sehen. Wir sollten aber niemals vergessen, zu was für unfassbares Leid rechtsextremes Gedankengut führt.
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  • Kommentar von Vale Nipo  (VNxpo)
    Der Grund für diese Verhaltensänderung könnte sein, was sehr wahrscheinlich ist, dass der Angeklagte einen Hang zur Psychopathie hat. Psychopathen manipulieren geschickt ihre Mitmenschen und zeigen dabei keine Schuldgefühle. Merkmale von Psychopathen sind, dass sie oft keine Empathie zeigen und sich für ihre Taten selbst nicht verantwortlich fühlen, dann aber hemmungslos-wie im Bericht- das Blatt wenden. Die Bewegungsgründe sind dann eben unklar.
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    1. Antwort von Fabian Engeler  (Fabian Engeler)
      Hier über den Geisteszustand des Täters zu spekulieren ist völlig weltfremd, unnötig und ebenso nicht sonderlich empathisch.
      Seien wir doch einfach erleichtert, dass dieser Prozess nun nicht unnötig in der Öffentlichkeit breitgeschlagen werden kann.
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    2. Antwort von Margot Helmers  (Margot Helmers)
      Der Typ erfüllt nicht die Kriterien de Psychopathie, dafür spricht gerade das er ein Schuldeingeständnis abgelgt hat, ein Psychopath tut das nicht. Z.B. Thomas N. aus Rupperswil ist ein Psychopath: Täuschen, Manipulieren, Lügen..
      Der Attentäter hatte vor der Tat ein "Manifest" ins Web gestellt. Darin prangert u.a. als Übel der Menschehit die Überbevölkerung an und hat deswegen sich die Moslems "ausgesucht", weil die zahlreich an KIndern sind. Er ist vielmehr ein hirnlappenverdrehter Ökofaschist
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