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Auf den Golan-Höhen Einziger Grenzübergang geht wieder auf

  • Die Vereinten Nationen, Israel und Syrien haben laut US-Regierung vereinbart, den einzigen Grenzübergang auf den Golan-Höhen wieder zu öffnen.
  • Seit dem Sechs-Tage-Krieg hält Israel Teile der Golanhöhen besetzt.
  • Die internationale Gemeinschaft hat die Annexion nie anerkannt. Immer wieder kommt es im Krisengebiet zu Auseinandersetzungen.
Blick vom annektierten Gebiet auf die syrische Seite des Krisengebiets.
Legende: Blick vom von Israel annektierten Gebiet auf die syrische Seite der Krisenregion. Reuters

Die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, erklärte am Freitag in New York, die Wiedereröffnung des Grenzübergangs Kuneitra werde auch die Arbeit der UNO-Truppen in dem Gebiet erleichtern. Sie könnten sich nun wieder verstärkt darum bemühen, «Feindseligkeiten auf den Golanhöhen zu verhindern».

Seit dem Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 hält Israel Teile der Golanhöhen besetzt. 1981 annektierte Israel das Gebiet. Die internationale Gemeinschaft hat diesen Schritt nie anerkannt. Der andere Teil der Golanhöhen ist unter syrischer Kontrolle. Die beiden Nachbarländer befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand. Der Waffenstillstand und eine Pufferzone werden von der UNO-Beobachtertruppe Undof überwacht.

Grenze seit 2015 geschlossen

In dem Gebiet gab es seit Beginn des Syrien-Konflikts 2011 immer wieder Kämpfe zwischen Rebellen und den Truppen von Präsident Baschar al-Assad. 2014 wurden die rund tausend Blauhelmsoldaten abgezogen, nachdem islamistische Rebellen die Provinz Kuneitra im syrischen Teil der Golanhöhen erobert hatten. Der Grenzübergang wurde im April 2015 geschlossen.

Im Juli erlangten die syrischen Regierungstruppen mit russischer Unterstützung die Kontrolle über Kuneitra zurück. Im August nahmen die UNO-Truppen ihre Patrouillen in dem Gebiet wieder auf. Der Grenzübergang Kuneitra wurde zuletzt nur von in Israel lebenden Drusen genutzt, die in Syrien studieren, arbeiten oder heiraten. Drusische Bauern lieferten über den Grenzübergang zudem Äpfel nach Syrien.

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