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«Beileid» für Zivilopfer Al-Shabaab bekennt sich zu Bombenanschlag in Mogadischu

  • Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab hat sich als Urheber des verheerenden Anschlags in der somalischen Hauptstadt bekannt.
  • Ziel des Anschlags seien zwei bei der Attacke getötete türkische Ingenieure und ihre Leibwächter gewesen, erklärte ein Sprecher.
  • Beim verheerenden Anschlag wurden mindestens 83 Menschen getötet.
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Aus dem Archiv: Anschlag in Mogadischu
Aus Tagesschau vom 28.12.2019.
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Die Erklärung erfolgte über den eigenen Propaganda-Radiosender der Terrormiliz, Radio Andalus. Der Sprecher der Al-Shabaab, Ali Mohamud Rage, sprach den Angehörigen der bei dem Sprengstoffanschlag ums Leben gekommenen Zivilisten sein Beileid aus.

Über 80 Kollateralopfer

Die bisher bestätigte Opferzahl liegt bei mindestens 83, jedoch werden noch über 20 Personen vermisst. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Zahl der Toten entsprechend erhöht, gilt laut den Behörden des ostafrikanischen Landes als hoch: Nach Angaben von Rettungskräften wurden viele Opfer von der Explosion regelrecht zerrissen. Eine Identifizierung der Leichenteile gilt als schwierig.

Die Bombe explodierte am Samstag in einem belebten Viertel der Stadt mitten im morgendlichen Berufsverkehr. Die Gegend war voller Menschen, die zur Schule oder zum Einkaufen in die Stadt fuhren.

Hinweise auf ausländische Drahtzieher

Zuvor hatte die nationale somalische Sicherheitsagentur Nisa in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter betont, sie habe der Regierung einen vorläufigen Bericht zum Anschlag überreicht. Somalias Sicherheitsbehörden hätten dabei nach eigenen Angaben Hinweise auf ausländische Drahtzieher.

Die Behörde machte jedoch weder den Namen des Landes noch den Bericht öffentlich und betonte: «Um die andauernde Untersuchung zu beenden, werden wir Unterstützung von ausländischen Geheimdiensten suchen.»

Vergeltungsangriffe der USA

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Als Vergeltung für den Anschlag flogen US-Drohnen am Tag nach dem Anschlag Luftangriffe auf Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab. Die «Präzisionsangriffe aus der Luft» hätten sich gegen Shabaab-Mitglieder gerichtet, die für «terroristische Akte gegen unschuldige somalische Bürger» verantwortlich seien, erklärte die US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (Africom).

Die Angriffe seien mit der Regierung Somalias abgestimmt gewesen. Insgesamt wurden bei drei Luftangriffen vier Terroristen getötet. Darunter war Geheimdienstkreisen zufolge ein ranghoher Kommandant der Terrormiliz.

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