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«Lukaschenko steht mit dem Rücken zur Wand»
Aus Tagesschau vom 15.08.2020.
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Bitte um Hilfe bei Putin Lukaschenkos letzter verzweifelter Versuch

Noch sind keine Details aus dem Telefonat zwischen dem weissrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bekannt. Aber aus den Ankündigungen Lukaschenkos scheint klar, dass es sich um einen letzten, verzweifelten Versuch des Autokraten handelt, seine Macht in Weissrussland zu halten.

Mit seiner Erklärung, es sei schon längst nicht mehr nur eine Bedrohung für Weissrussland, sondern für den gesamten postsowjetischen Raum, versucht Lukaschenko Putin Angst zu machen.

Putin hat Angst, greift aber wohl nicht ein

Es ist bekannt, dass der Kreml-Chef sich vor einem Regierungsumsturz wie in der Ukraine im Jahr 2014 fürchtet. Der damalige Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowitsch, hatte Putin zwei Tage vor seiner Flucht nach Russland in einem Brief um militärische Unterstützung gebeten.

Doch die damalige Situation in der Ukraine unterscheidet sich zu stark von der heutigen Situation in Weissrussland, als dass man davon ausgehen kann, Putin werde Lukaschenko zu Hilfe eilen.

Der Kreml hat genügend Druckmittel

Putin dürfte sich gegenüber Lukaschenko viel zurückhaltender verhalten. Zum einen, weil Lukaschenko den russischen Präsidenten in den vergangenen Jahren mehrmals brüskierte und Putin ihm dies nicht vergessen haben dürfte. Zum anderen ist Weissrussland wirtschaftlich völlig abhängig von Russland. Selbst wenn es zu einem Machtwechsel in Weissrussland kommen sollte, hat der Kreml weiterhin Druckmittel gegenüber Weissrussland in der Hand.

Luzia Tschirky

Luzia Tschirky

Russland-Korrespondentin

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Luzia Tschirky ist SRF-Korrespondentin für die Region Russland und die ehemalige UdSSR.

Tagesschau, 15.8.2020, 19:30 Uhr

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Adriano Granello  (adgr)
    Ein offenes militärisches Eingreifen in Belarus kann sich Russland nicht leisten. Aber wie die Beispiele Krim und Ost-Ukraine zeigen, ist der von ex KGB-Offizier Putin geführte Staat auch mit verdeckten Operationen in der Lage, seine Herrschaftsansprüche in den Nachbarländern zu sichern. Es würde nicht verwundern, wenn Lukaschenko durch eine Marionette Moskaus abgelöst würde und anschliessend das Volk von Belarus den Anschluss an die Russische Föderation "demokratisch" beschliessen würde.
  • Kommentar von Corinne Ehrler  (Corinne Ehrler)
    Immer wenn sich der "Westen" im Namen von Menschenrechten irgendwo einmischt sollte man hellhörig werden. Bisher ging es in diesen Fällen ausnahmslos um die Sicherung von Macht und Rohstoffen bzw. Handelswege und nicht um besagte Menschenrechte.
    1. Antwort von Michi Leemann  (mille)
      Inwiefern mischt sich der Westen ein? Das eigene Volk geht ja auf die Strasse (welches ja angeblich zu 80% L. gewählt haben soll) ;-)
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Wie sagt doch eine wichtige Weisheit: „Was jemand sät, erntet er (sie).“ Das möge sich hier auch bewahrheiten.