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Brückeneinsturz in Genua Ermittlungen gegen Autobahnbetreiber

Polizisten vor Brücke
Legende: Bei dem Unglück Mitte August kamen 43 Menschen ums Leben. Keystone
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach dem Brückeneinsturz in Genua unter anderem gegen den Autobahnbetreiber.
  • Die Vorwürfe lauten unter anderem auf mehrfache fahrlässige Tötung im Strassenverkehr.
  • Die Ermittlungen richten sich auch gegen 20 Personen, sagte Staatsanwalt Francesco Cozzi vor Journalisten.

Bei dem Unglück Mitte August war die Morandi-Autobahnbrücke auf einer Länge von mehr als 100 Metern eingestürzt. 43 Menschen starben. Unklar ist, ob vorangegangene Warnungen zum maroden Zustand der Brücke nicht ernst genommen und Instandhaltungen verschleppt wurden.

Benetton meldet sich erstmals zur Wort

Das Unternehmen Autostrade per l'Italia wird über eine Holding von der Benetton-Familie kontrolliert. Diese rechtfertigte nun erstmals ihr langes Schweigen nach der Katastrophe.

«Von unserer Seite wird das Schweigen als Zeichen des Respekts angesehen», sagte Gilberto Benetton, Mitgründer des Modeunternehmens Benetton Group, der Zeitung «Corriere della Sera». «Wenn im Fall Autostrade Fehler begangen wurden, wenn das Geschehene vollständig ermittelt ist, werden die richtigen Entscheidungen getroffen.»

Legende: Video Autos fallen in die Tiefe – viele Tote abspielen. Laufzeit 00:55 Minuten.
Aus SRF News vom 14.08.2018.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Schweigen wie Benetton mitteilt, ist in diesem Fall kein Zeichen des Respekts. Im Gegenteil gegenüber der Angehörigen eine Missachtung der schrecklichen Tragödie. Oder ein Zeichen des schlechten Gewissens, weil sie wissen sie tragen Schuld. Ein paar Worte an die Hinterbliebenen wäre mehr als notwendig gewesen.
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    1. Antwort von Simon Reber (kokolorix)
      Ich mag diese Vorverurteilung nicht. So reiche Leute wie die Benettons haben ganz bestimmt kein schlechtes Gewissen, sonst wären sie nämlich nicht so reich. Hier geht es einzig und allein um Geld. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Auflagen der Regierung alle erfüllt wurden. Diese hat nämlich die Aufgabe, die Infrastruktur zu überwachen und den Betreibern vorzuschreiben was wie saniert werden muss. Pepe Grillo selbst hat die Warnungen der Fachleute jahrelang verspottet
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    2. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Es ist absolut keine Vorverurteilung Herr Reber. Es gehört sich einfach, den Angehörigen gegenüber das Beileid auszusprechen Die endgültige Aufklärung kann Monate, wenn nicht länger dauern
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Die erste positive Nachricht seit dem verheerenden Brückeneinsturz. Hoffentlich kann sich der Autobahnbetreiber nicht aus der Geschichte heraus"schmieren" und -mogeln.
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    1. Antwort von Simon Reber (kokolorix)
      Die erste Adresse für Vorwürfe aller Art wären die Regierungen und Parlamente der jüngeren Vergangenheit. Sie haben es unterlassen die Betreiber zu einem Neubau zu zwingen, welcher von Fachleuten seit Jahrzehnten verlangt wurde. Die Betreiber selber sind ein geldgieriges Pack, von dem nicht erwartet werden kann mehr als unbedingt notwendig zu investieren, das war zu jedem Zeitpunkt klar. Deshalb hatte der Staat ja auch weiterhin die Aufsicht, welche er aber höchst ungenügend wahrnahm
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