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Nach Brückeneinsturz Regierung will Wiederaufbau in Genua selbst in die Hand nehmen

Legende: Audio Der Brückenbau zu Genua abspielen. Laufzeit 02:39 Minuten.
02:39 min, aus Rendez-vous vom 28.08.2018.
  • Die italienische Regierung will den Neubau einer Ersatzbrücke in Genua nicht dem in die Kritik geratenen Autobahnbetreiber überlassen.
  • Das Unternehmen Autostrade per l'Italia solle das Geld geben, «aber wir bauen die Brücke wieder auf», sagte Verkehrsminister Danilo Toninelli dem Radiosender Anch'io.

Alles andere wäre den Familien der Opfer und den Bürgern der Stadt gegenüber respektlos, sagte der Politiker der Fünf-Sterne-Bewegung. Die Regierung gibt dem von der Benetton-Familie kontrollierten Autobahnbetreiber die Schuld am Einsturz der Brücke vor zwei Wochen, bei dem 43 Menschen ums Leben kamen.

Toninelli hatte am Montag vor einem Ausschuss im Parlament gesagt, der Einsturz des Polcevera-Viadukts sei «absurd» und vermeidbar gewesen. Die Fünf-Sterne-Bewegung will private Strassen als Konsequenz aus der Katastrophe wieder verstaatlichen. In dieser Frage herrscht allerdings Uneinigkeit mit dem Koalitionspartner Lega.

Baut nun Renzo Piano?

Eine neue Brücke könnte möglicherweise sogar vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano entworfen werden. Der 80-Jährige ist gebürtig aus Genua. Er denke seit dem Einsturz der Brücke an nichts anderes mehr, sagte er laut Nachrichtenagentur Ansa.

Piano stellte dem Präsidenten der Region Ligurien, Giovanni Toti, seine Idee für eine Ersatzbrücke vor. Die Werke des Italieners stehen in aller Welt, so hat er etwa das Centre Pompidou in Paris und den Potsdamer Platz in Berlin entworfen.

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