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CDU fährt bei den Landtagswahlen markante Verluste ein
Aus Tagesschau vom 14.03.2021.
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CDU verliert, Grüne legen zu Landtagswahlen: Es bleibt alles beim Alten

  • Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz setzen sich Amtsinhaber Winfried Kretschmann (Grüne) und Amtsinhaberin Malu Dreyer (SPD) durch.
  • Die CDU hat im Vergleich zu 2016 weitere Verluste erlitten und stürzt in beiden Ländern jeweils auf das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ab.
    Die Grünen legen in der Pfalz deutlich zu.
  • Wegen vieler Briefwähler sind deutlich weniger Menschen ins Wahllokal gegangen.
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Aus dem Archiv: Zwei Landtagswahlen als Stimmungstest
Aus Tagesschau vom 13.03.2021.
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In Baden-Württemberg haben die Grünen um Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Landtagswahl gemäss vorläufigen Ergebnissen mit grossem Abstand gewonnen. Die Grünen kamen demnach auf 32,6 Prozent, die CDU schaffte 24,1 Prozent, die Sozialdemokraten kamen auf 11 Prozent, die FDP auf 10,5 Prozent und die AfD auf 9,7 Prozent.

Wahlsieger Kretschmann kündigte an, mit allen Parteien ausser der AfD über mögliche Bündnisse zu sprechen. Er sagte weiter, nicht nur die Corona-Krise erfordere nun Kreativität, Besonnenheit und Entschlossenheit. Es gelte auch, den Klimawandel zu begrenzen, den Strukturwandel der Wirtschaft zu meistern und die liberale Demokratie zu verteidigen.

Wichtiger Stimmungstest im Superwahljahr

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Die beiden Landtagswahlen bilden den Auftakt zum Superwahljahr 2021 mit insgesamt sechs Regionalwahlen und der Bundestagswahl im Herbst, bei der sich Kanzlerin Angela Merkel nicht mehr zur Wahl stellen wird. Sie gelten als wichtiger Stimmungstest.

In Rheinland-Pfalz hat die SPD von Regierungschefin Malu Dreyer die Landtagswahl klar gewonnen. Nach dem vorläufigen Ergebnis auf der Webseite des Landeswahlleiters kam sie auf 35,7 Prozent der Stimmen. Deutlich dahinter lag die CDU mit 27,7 Prozent. Es folgten Grüne mit 9,3 Prozent, AfD mit 8,3 Prozent, FDP mit 5,5 Prozent sowie die Freien Wähler mit 5,4 Prozent.

Dreyer sagte im ZDF, eine Fortsetzung der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP sei ihre erste Wahl. Dreyer hat die vergangenen fünf Jahre die Ampelkoalition geführt.

CDU schneidet schlecht ab

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak begründete das schlechte Abschneiden seiner Partei mit der Lage in den Ländern und der Maskenaffäre der Union. Es habe in beiden Ländern keine Wechselstimmung gegeben; in der Krise vertrauten die Menschen den Regierungschefs.

Hoher Briefwähleranteil

Bei den Landtagswahlen haben deutlich weniger Menschen als normal ihre Stimmen in Wahllokalen abgegeben. Stattdessen gab es ungewöhnlich vielen Briefwahlstimmen.

Es waren die ersten Landtagswahlen in Deutschland seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr. Anfang Juni wird in Sachsen-Anhalt ein neues Regionalparlament gewählt, am 26. September dann in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Sie finden zeitgleich mit der Bundestagswahl statt.

Die Union liegt bundesweit vorne – aber schwächelt

Merkel, die seit November 2005 regiert, will sich nach vier Amtszeiten aus der aktiven Politik zurückziehen. Über die Kanzlerkandidatur wollen die Christdemokraten nach Ostern (4. April) und bis spätestens Pfingsten (23. Mai) entscheiden.

In nationalen Umfragen sind die CDU und ihre bayerische Schwesterpartei CSU nach wie vor die mit Abstand stärkste Kraft. Sie haben aber in Umfragen national zuletzt Punkte eingebüsst.

Tagesschau vom 13.03.2021, 19.30 Uhr;

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Wieviele Stimmen hat die CDU wohl durch die kurz vor den Wahlen bekannt gewordene Maskenaffäre von CDU-Bundestagsabgeordneten verloren? Ich schätze, das waren Tausende von Landtagsstimmen,
    1. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      Die CDU (genau so wie die SPD) werden zu Randparteien verkommen.
      Sie haben es einfach nicht geschaft flexibel mit der Zeit zu gehen.
      Es werden neue Parteien Rechts und Links der Mitte entstehen.
      Bleiben die Grünen pragmatisch konservativ, könnten sie die CDU durchaus beerben.
      Vorallem auch dann wenn es um E-Fahrzeuge geht, oder den Ausbau der Daten-Trassen.
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Nach den letzten Ereignissen war der Wählerverlust der CDU wohl abzusehen. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden Köpfe gewählt, nicht Parteien. Gut zu sehen die AfD (etwas) zurück gebunden. Das lässt hoffen. Ich habe nie wirklich verstanden, warum sie in BW so weit kommen konnte. Jetzt habe ich wieder ein bisschen Hoffnung, obwohl eine bestimmte «Dame», die im Bundestag über Ausländer*innen herzieht, doch selber im Ausland wohnhaft ist, findet sie haben ein solides Ergebnis eingefahren
  • Kommentar von Hanspeter Flueckiger  (Hpf)
    und die AfD in beiden Ländern dritte Kraft. Das lässt doch hoffen.
    1. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      In beiden Fällen sind wieder einmal Stimmen, verglichen mit der letzten Wahl, verloren gegangen. Das lässt doch hoffen.
    2. Antwort von Maria Müller  (Mmueller)
      Die AFD Verluste sind ja begleitet von einem rel. "proportionalen Zuwachs" an die FW. (Macht jetzt nicht sooo einen Unterschied.)

      Und die Grünen-Gewinne dito mit einem SPD-Verlust.

      Wie es SRF ja im Titel schon antönt: Wirklich viel verschiebt sich wohl nicht.
    3. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Müller. Da gibt es erhebliche Unterschiede. Ansichten zu EU, Flüchtlingen, Wirtschaftspolitik sind keine Extreme, sondern enthalten aus viele konservative und teilweise auch konstruktive Ansatzpunkte. Solche Parteien dürfen gerne Bestandteil einer Demokratie sein, auch wenn sie mein Klientel nicht anspricht. Bitte informieren , danke !
    4. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Flueckiger: Ist das Ihr ernst, dass Sie auf eine Partei hoffen, die rechtsextreme Elemente beinhaltet? Glauben Sie, das Letzteres ein Erfolgsrezept ist, das die Menschen grundsätzlich glücklich macht bzw. lässt, auch wenn diese anderer Ansicht sein sollten?
    5. Antwort von Willy Gruen  (wgruen)
      Irrtum, nur noch 4. in RP und 5. in BW. Gut ist der Spuk vorbei.
    6. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Sie haben Recht, die AfD ist nur dritte Kraft. Und hat gegenüber den letzten Wahlen kräftig verloren. Tatsächlich: Das lässt hoffen!
    7. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      Die AFD bleibt aber weiterhin "inkompatibel" zu allen anderen Parteien ( inkl der CDU)
      Sie bleibt eine dauernde oppositionelle Konfliktpartei (sehr oft auch zu sich selbst)
      Den mehr als "wir gegen alle anderen" haben sie nicht auf dem Programm.