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Corona-Demos Umfragen zeigen: Kein Verständnis für Corona-Demonstranten

  • Nur rund zehn Prozent der Deutschen kann sich vorstellen, an einer Corona-Demo teilzunehmen.
  • Neunzig Prozent der Bevölkerung in Deutschland hat kein Verständnis für jene, die gegen die Massnahmen protestieren.
  • Umfragen zeigen: Die Corona-Massnahmen sind breit akzeptiert, sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz.
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Aus dem Archiv: Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Ramseier
Aus Tagesschau vom 29.08.2020.
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Stoppt die Maskenpflicht! Fertig mit den Hygienemassnahmen! Weg mit der Regierung! Wie breit abgestützt sind die Forderungen der Corona-Skeptiker und Skeptikerinnen? Sie stossen nur bei einer Minderheit auf offene Ohren, wie verschiedene Umfragen zeigen.

In der Umfrage des Privatsenders RTL manifestierte sich eine weit verbreitete Ablehnung gegenüber den Corona-Demonstrationen. 91 Prozent der Befragten hatten kein Verständnis dafür. Besonders hoch war die Ablehnung bei den Jungen und älteren Semestern. Von der Parteizugehörigkeit her befürworteten nur eine Mehrheit der AfD-Sympathisanten die Kundgebungen gegen die Corona-Massnahmen.

Masken von den meisten akzeptiert

Regelmässig durchgeführte Befragungen der Bevölkerung zu den Massnahmen gegen die Pandemie zeigen auf, dass diese weitgehend akzeptiert werden. Das zeigt etwa das «Covid-19 Snapshot Monitoring, Link öffnet in einem neuen Fenster» (Cosmo). Diese regelmässige Befragung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Erfurt, des Robert-Koch-Instituts (RKI), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), des Science Media Centers (SMC), der Yale University sowie weiterer Einrichtungen.

Die Teilnehmenden wurden dabei unter anderem gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, an einer Corona-Demo teilzunehmen. Im Schnitt bejahten etwas mehr als zehn Prozent diese Frage, Tendenz stabil. Eine sehr grosse Mehrheit von neunzig Prozent der Befragten erachtet Masken als sinnvolle Massnahme.

Das deckt sich weitgehend mit dem Politbarometer des Senders ZDF. Die Umfrage aus dem Juli besagt, dass drei Viertel der Deutschen die Maskenpflicht als sinnvolle Massnahme ansehen und dass gegen neunzig Prozent die Maskenpflicht beim Einkaufen sinnvoll finden. Drei Viertel der Befragten befürworteten zudem stärkere Kontrollen der Einhaltung der Corona-Massnahmen.

Schweiz: Corona-Massnahmen richtig

Auch in der Schweiz akzeptiert die Bevölkerung mehrheitlich die Corona-Massnahmen nach wie vor. Das zeigt eine repräsentative Umfrage vom Juli, welche die Forschungsstelle Sotomo im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG durchgeführt hat.

Sie kommt zum Schluss, dass die Maskentragpflicht im ÖV breit getragen wird. Drei von fünf Personen sagen zudem Ja zu einer Maskenpflicht in Läden. Anders ist die Situation am Arbeitsplatz und im Aussenbereich: Eine deutliche Mehrheit der Befragten spricht sich in diesen Bereichen gegen ein Masken-Obligatorium aus. Zudem haben Behörden wie Medien seit Beginn der Pandemie aber an Vertrauen verloren.

Tagesschau, 30.8.2020, 19.30 Uhr;

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186 Kommentare

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  • Kommentar von Karin Schnyder  (K.Sch)
    Sind eigentlich alle Leute die durch die Maßnahmen ihren Job verloren, Existenzängste haben, gerne wieder normal arbeiten würden und deshalb auf die Strasse gehen automatisch Verschwörungstheoretiker und Coronalügner? Dünkt mich nach bald 6 Monaten eine recht kleingeistige und enorm langweilige Ansicht.
    1. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      ... und geht deshalb der Virus weg, weil Sie auf der Strasse protestieren? Und wogegen gehen Sie nun genau auf die Strasse - weil es Ihnen nicht passt, dass wir nun mal den Virus haben und deshalb füreinander schauen müssen? Dünkt mich die typisch selbstbezogene und selbstverliebte Haltung - beschämend!
    2. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      Wir haben eine weltweite Pandemie - und da sind sehr viele Menschen betroffen, sei es durch den Tod von Angehörigen, Arbeitsplatzverlust und sicher auch Existenzängste. Und ja, viele, auch ich, würden das Virus gerne weghaben. Geht aber nicht! Verstehe deshalb Ihren Kommentar überhaupt nicht, denn an den derzeit sehr milden Massnahmen stören sich höchstens Leute, die die Gefahr von Covid-19 negieren oder irgendwo Schuldige für die Pandemie suchen! Irgendwie langweilig, oder?
    3. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Klar doch: nur: es gibt auch noch Möglichkeiten der (berechtigten!!) Auflehnung, die sich im Rahmen "der Massnahmen" gestalten lassen, und keine Mitmenschen gesundheitlich gefährden: z.B. Gewerkschaftsarbeit von unten. KMU-Ueberlebens-Initiativen punktuell und von unten... u.v.a aber eben alles nicht so spektakulär, ev. medial (noch!) nicht so gut darstellbar (Wallraff-Journaille wäre eben auch wieder gut?!), aber auch weniger in Gefahr von Missbrauch völlig anderer Gruppen.
  • Kommentar von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
    Mich haben sie nicht gefragt. Offensichtlich auch viele Kommentierende hier nicht.
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Ich wurde gefragt: im JULI! dann nicht mehr. War gar nicht möglich, denn: Menschen (ü65) können sich auf manchen Frage-Plattformen (u.a. einer, die an der Uni Zürich benutzt wird) gar nicht einbringen; richtig konkrete Lebensumstände interessieren nur begrenzt. Man kann z.B. in einer Rubrik unter 5Positionen nur einen einzigen Punkt auswählen: 1.Erwerbstätig(auch Arbeitslose) 2.Hausmann–frau 3.In Ausbildung 4.Rentnerin 5.Studentin: wie will man auf dieser Basis konkrete Sorgen/Nöte erkunden?
  • Kommentar von Karin Schnyder  (K.Sch)
    "...und gleichzeitig ausblendet, dass AfD und rechtsextreme Gruppierungen zu dieser Demo aufriefen, ist bedenklich."

    Herr Bünzli, es gibt Möglichkeiten, sich die ganze Demo (die Ganze!) auf Youtube anzuschauen, sie wurde live übertragen. Machen Sie sich doch bitte Ihr eigenes Bild dazu.
    1. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      Habe ich bereits - und haben Sie die Rechtsradikalen auch gesehen oder weggeschaut?
    2. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      Und am besten noch das Video der Organisatoren anschauen, oder? Und Sie glauben also lieber youtube als den öffentlich-rechtlichen Medien? Ernsthaft jetzt?