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Corona-Situation in Europa verschärft sich
Aus Tagesschau vom 21.10.2021.
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Corona-Massnahmen in Osteuropa Diese Länder gehen erneut in den Lockdown

In welchen Ländern tritt wieder ein Lockdown ein? Im Moment kehrt in zwei osteuropäischen Ländern der Lockdown zurück. Namentlich in Russland und in Lettland.

Wie sieht die Lage in Russland aus? Es soll einen «Lockdown Light» geben, der in jeder Region anders aussehe. Moskau macht bereits ab dem 28. Oktober, also zwei Tage früher, wieder dicht. Im Kampf gegen steigende Corona-Zahlen müssten alle Geschäfte, Bars und Restaurants wieder schliessen, kündigt Bürgermeister Sergej Sobjanin an. Es dürften nur Läden für den täglichen Bedarf wie Supermärkte und Apotheken weiterhin öffnen. Präsident Putin kündigte ausserdem eine «arbeitsfreie Woche» an, um die neue Welle zu brechen. Vom 30. Oktober bis zum 7. November sollen alle Betriebe für eine Woche schliessen.

Warum entscheidet sich Russlands Regierung für einen neuen Lockdown? Russland trifft es zurzeit besonders hart. Pro Tag fordert das Virus mehr als Tausend Todesopfer, wie die russische Gesundheitsbehörde berichtet. Seit Anbeginn der Pandemie war diese Zahl nie höher. Zudem ist nur jeder Dritte derzeit vollständig geimpft. Zuwenig, wie Präsident Putin findet: «Es ist dringend notwendig, dass wir in den Regionen schneller impfen. Und natürlich fordere ich hier noch einmal jeden Bürger auf, sich unbedingt impfen zu lassen.»

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Darum wütet Corona in Russland so stark wie noch nie
Aus SRF News vom 20.10.2021.
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Wie sieht die Lockdown-Situation in Lettland aus? Seit gestern befindet sich der mittlere baltische Staat im Lockdown. Dieser wird erstmal bis Mitte November verhängt. Konkret heisst das: Nur noch Geschäfte für den täglichen Bedarf dürfen offen bleiben, Freizeit- wie Kultureinrichtungen müssen schliessen. Für die Bevölkerung gilt zudem eine nächtliche Ausgangssperre.

Warum entscheidet sich Lettlands Regierung für einen neuen Lockdown? Der Grund für diese Massnahme liegt bei der zuletzt stark ansteigenden Kurve der Neu-Infektionen. Zudem berichten mehrere Spitäler, dass ihre Intensivbetten bereits voll belegt sind. Krišjanis Karinš, Premierminister von Lettland, sagte zur misslichen Lage: «Ich bitte die Geimpften im Land, die neuen Massnahmen mitzutragen, auch wenn es unfair ist. Wir müssen das tun, weil viele noch nicht geimpft sind. Wenn wir jetzt nicht reagieren, werden alle leiden.»

In welchen Ländern steigen die Infektionszahlen ebenfalls drastisch an? Ein weiteres osteuropäisches Land, welches mit dem Virus ringt, ist die Ukraine. Aber auch in Grossbritannien registrieren die Gesundheitsbehörden wieder sehr viele Neu-Infektionen pro Tag.

Wie sieht die Lage in diesen beiden Ländern konkret aus? In den Ukraine melden die Behörden neue Höchstwerte, was die Corona-Zahlen anbelangt. Bereits den zweiten Tag in Folge vermelden sie eine Zahl von 23'785 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Auch Grossbritannien verzeichnet mit 40 Neu-Infektionen pro Tag hohe Zahlen. Zwar sind 67 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, zuletzt verlangsamte sich das Impftempo jedoch. Zudem gelten seit Juli offiziell keine Corona-Schutzmassnahmen mehr.

Wie reagiert nun die ukrainische Regierung? Bislang hat die Regierung auf einen landesweiten Lockdown verzichtet. Zuletzt verschärfte sie jedoch die Corona-Regeln. In besonders betroffenen Regionen des Landes sollen Impfnachweise oder PCR-Tests in öffentlichen Einrichtungen und im öffentlichen Verkehr verlangt werden. Zudem sollen nicht-geimpfte Personen in den sogenannten «roten Zonen» nicht mehr zur Arbeit dürfen. Dadurch soll auch die tiefe Impfquote gesteigert werden. Momentan sind lediglich 15 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Wie reagiert Grossbritannien? Von einem Lockdown ist auch hier keine Rede. Der britische Gesundheitsminister, Sajid Javid, richtet stattdessen mahnende Worte an das Volk: «Wir befinden uns in einem Wettrennen mit dem Virus. Und auch wenn wir derzeit noch vorne liegen, der Virus holt auf. Wir dürfen es jetzt nicht vermasseln.»

Tagesschau, 21.10.21, 19:30 Uhr;

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