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Crew verhaftet Iran stoppt Öltanker im Persischen Golf

  • Der Iran hat nach eigenen Angaben einen ausländischen Öltanker im Persischen Golf gestoppt und zwölf ausländische Crew-Mitglieder festgenommen.
  • Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hätten den Tanker mit angeblich einer Million Liter geschmuggeltem Öl in der Nähe der Strasse von Hormus gestoppt.
  • Der Vorfall habe sich bereits am vergangenen Sonntag ereignet.
Legende: Video Aus dem Archiv: Zwischenfall in der Strasse von Hormus abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.07.2019.

Der Einsatz sei im Einklang mit dem Kampf Irans gegen Ölschmuggel im Persischen Golf erfolgt und im Vorfeld mit den zuständigen Behörden und der Justiz koordiniert worden.

Der Tanker habe das geschmuggelte Öl südlich der iranischen Insel Lark von hiesigen Booten erhalten und es an ein anderes Schiff ausserhalb der iranischen Gewässer liefern wollen, so die IRGC. Details zum Tanker und zur Nationalität der Crew-Mitglieder wurden von den IRGC zunächst nicht bekanntgegeben.

USA werben bei Nato-Partnern für mehr Militär im Golf

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Die USA haben offensichtlich Probleme, breite Unterstützung für ihre Initiative zu finden, mit der sie die Präsenz von Kriegsschiffen im Persischen Golf erhöhen wollen. Jetzt sprachen Vertreter aus Washington in Brüssel bei den Nato-Partnern vor. Demnach soll es vor allem darum gehen, über eine erhöhte Militärpräsenz in der Region eine bessere Überwachung der Strasse von Hormus zu ermöglichen.

Ob die Aktion erfolgreich war, erscheint allerdings fraglich. Mehrere Länder zeigten sich nach Angaben aus Bündniskreisen skeptisch, ob eine erhöhte Präsenz von Kriegsschiffen im Persischen Golf wirklich für mehr Sicherheit sorgen wird. Demnach könnte sich durch die US-Initiative auch das Risiko einer militärischen Auseinandersetzung erhöhen.

Immer wieder Zwischenfälle

Der Ölschmuggel ist ein lukratives Geschäft in der südiranischen Provinz Hormusgan. Über die Strasse von Hormus werden immer wieder Öl und Benzin, die im Iran relativ billig sind, von iranischen Booten entweder direkt in die Nachbarstaaten geschmuggelt oder an andere Boote oder auch Öltanker ausserhalb der iranischen Gewässer geliefert.

Lage der Strasse von Hormus
Legende: Über die Strasse von Hormus werden immer wieder Öl und Benzin geschmuggelt. SRF

Vergangene Woche hatte ein Zwischenfall mit einem britischen Tanker in der Strasse von Hormus international Besorgnis ausgelöst. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, ein britisches Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Eine Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran bestritt, in den Vorfall verwickelt zu sein.

Zudem gibt es Streit zwischen London und Teheran über einen in Gibraltar festgesetzten iranischen Öltanker.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Und unter welcher Flagge fuhr der Öltanker ? Wer sind die verhafteten Crew Mitglieder ?
    Die Bekanntgabe dürfte doch nicht so schwer sein. Jetzt behauptet England ein Tanker von ihnen Wäre in der Strasse von Hormus von drei iranischen Booten an der Durchfahrt
    gehindert wurden. Noch ein Zwischenfall, ohne Verhaftung ? Hier sollte wirklich die
    UNO, wie schon weiter unten erwähnt, zur Beobachtung bereit sein.
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    1. Antwort von M. Roe  (M. Roe)
      Dazu ist und bleibt die UNO verantwortlich. Warum die nicht eingreifen ist doch schleierhaft, oder? Man würde wohl gerne warten, bis Trump eingreift, damit man wieder die USA als Schuldige an einem Krieg bezeichnen kann. Vielleicht wartet Europa und die UNO zu lange, und der Krieg wird trotzdem ausbrechen, auch ohne USA. Wer hätte hier wohl das Nachsehen?
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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Zum Einen habe ich Verständnis für den Iran, welcher seine arg gebeutelte Wirtschaft nicht weiter aushöhlen lassen will. Anderseits ist die Situation brand gefährlich, weil Londen und Washington das Vertrauen in den Iran absolut verloren haben.
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  • Kommentar von R. Raphael  (R.Raphael)
    Schmarmüzeln bis es kracht. Kriegsgründe wurden immer herbeiinszeniert. Allerdings wäre ein Krieg für alle Seiten mit derart hohen Verlusten verbunden, dass wohl kaum jemand es wagen wird, den 1. Schuss ab zu geben.
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    1. Antwort von E Hitz  (liberte egalite participer)
      Wird dieses Nadelöhr zum Kampfgebiet explodieren die Rohölpreise weltweit und die Fracker in den USA sind plötzlich wieder Konkurrenzfähig.
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