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Lufthansa legt noch mehr Flugzeuge still
Aus Tagesschau vom 21.09.2020.
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Defizitärer Flugverkehr Lufthansa legt noch mehr Flugzeuge still – auch alle A380

  • Die Lufthansa verschärft ihren Sparkurs.
  • Eine grössere Zahl an Flugzeugen als ursprünglich geplant werde stillgelegt, teilte das Unternehmen mit.
  • So soll die Flotte von Lufthansa und den anderen Airlines des Konzerns, darunter die Swiss, bis zur Mitte des Jahrzehnts um 150 Maschinen auf dann rund 610 Flugzeuge schrumpfen.
  • Grund sei die deutlich langsamere Erholung des Luftverkehrs von der Coronakrise

Mindestens 150 Flugzeuge der einstmals 760 Jets umfassenden Konzernflotte werden dauerhaft nicht mehr abheben, teilte das Unternehmen mit. Das sind 50 Flugzeuge mehr als vorgesehen – bislang hatte Lufthansa mit einer mittelfristig um 100 Flugzeuge reduzierten Konzernflotte geplant.

Swiss bleibt über den Winter auf tiefer Kapazität

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Swiss-Flotte am Boden.
Legende:Die Swiss-Flotte war im Frühling 2020 teilweise ganz am Boden.Keystone.

Die Swiss rechnet aufgrund der derzeitigen Reiserestriktionen damit, im Winterflugplan nur rund 30 bis maximal 40 Prozent der Kapazitäten des Vorjahres anzubieten.

Eigentlich hatte die Swiss das Ziel verfolgt, bis Dezember etwa die Hälfte des geplanten Flugplans wieder anbieten zu können. «Im Laufe des Julis waren wir noch ganz zuversichtlich, dass wir das erreichen können», sagte Swiss-Netzwerkchef Michael Trestl an einem Mediengespräch.

Im September dürften es nun nur 30 Prozent sein. Es zeichne sich ab, dass der Winterflugplan von November bis März deutlich hinter den Erwartungen liegen werde, so Trestl. Der neue Winterflugplan soll am nächsten Dienstag (29. September) vorgestellt werden.

Im laufenden Jahr wird wegen der fortgesetzten Reisebeschränkungen nur noch ein Flugangebot zwischen 20 und 30 Prozent des Vorkrisenniveaus erwartet. Ursprünglich wollte Lufthansa zum Jahresende wieder die Hälfte ihrer Flugzeuge in der Luft haben.

Der A380 wird künftig nicht mehr fliegen

Unter anderem mottet der Konzern nun die Super-Jumbos vom Typ A380 langfristig ein, sofern er sie nicht an den Hersteller Airbus zurückgeben kann. Weitere Jets vom Typ A340-600 sollen dauerhaft am Boden bleiben oder gleich ganz ausgemustert werden. Dafür fallen im laufenden Quartal Wertberichtigungen in Höhe von 1.1 Milliarden Euro an.

Es wird auch weniger Angestellte geben

Neben der Verkleinerung der Flotte plant Vorstandschef Carsten Spohr auch einen noch grösseren Stellenabbau, um die Kosten zu senken. Die Zahl der wegfallenden Vollzeitstellen werde die bislang angekündigten 22'000 übersteigen. Durch Krisenpakete mit den Gewerkschaften soll die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen begrenzt werden.

Nach einer leichten Belebung im Sommer sind die Buchungszahlen wieder gesunken, weil mit steigenden Infektionszahlen in Europa wieder mehr Reisewarnungen und Quarantäne-Auflagen verhängt wurden. Die Lufthansa und die Tochtergesellschaften Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines mussten mit neun Milliarden Euro Staatshilfen aus den Ländern vor der Pleite bewahrt werden.

SRF 4 News, 21.09.2020, 15:30 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Die Umwelt wird es danken mit weniger Luftverkehr. Zukunft der Luftfahrt: Weniger Flüge und weniger Jobs. Ein einziger Urlaubsflug kann das Klima stärker aufheizen als ein Jahr lang Auto fahren und das Haus mit Erdöl heizen zusammen. Der Flugverkehr ist zudem einer der am schnellsten wachsenden Verursacher von Treibhausgasen und wird in der Schweiz mittelfristig zum klimaschädlichsten Sektor überhaupt. Ein einziger Urlaubsflug kann das Klima stärker aufheizen als ein Jahr lang Auto fahren.
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    Wenigstens tanken Lufthansa und Swiss in Zukunft einen nachhaltigeren Sprit in San Francisco. Dem sind bis zu 30% Sprit aus alten Fetten und Ölen beigemischt. Ein Mini-Anfang! (ZDFheute)
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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Ich bin kein Experte aber die Aussicht, dass sich die Luftfahrt nicht so schnell von der Corona-Delle erholen wird, überrascht mich nicht. Die Gesellschaften werden auf einige Jahre hinaus zu viele Flugzeuge und zu viel Personal haben und ebenso wie die übrigen Anlagen nicht ausgelastet sein. Entlassungen werden nicht verhindert werden können. Das Geld das man den Gesellschaften in den Rachen gesteckt hat, wird anderswo versickern.
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