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Flugbranche: Staatsschub aus der Coronakrise
Aus HeuteMorgen vom 29.05.2020.
abspielen. Laufzeit 01:28 Minuten.
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Airlines im Corona-Sinkflug Mit Staatsschub in die neue Krise

  • Ab Juni wollen viele Fluggesellschaften ihren Flugbetrieb schrittweise wieder aufnehmen. Sie starten unter verschiedenen Vorzeichen.
  • Airlines wie die Swiss sind fürs Überleben auf staatliche Unterstützung angewiesen – andere hingegen verfügen selber über genügend Geld.
  • Davon profitieren in erster Linie die Passagiere.

123 Milliarden Dollar, so viel Geld haben Staaten seit Beginn der Coronakrise ihren Fluggesellschaften zugesichert. Diese Zahl hat der internationale Luftfahrtverband diese Woche publiziert.

Es sind vor allem Darlehen, die zurückbezahlt werden müssen. Das gilt auch für die Swiss, die vom Bund und den Banken insgesamt 1.5 Milliarden Franken erhält.

Solche Hilfsgelder seien allerdings nur scheinbar ein Vorteil, sagt Max Oldorf vom Flugberatungsunternehmen CH-Aviation: «Dieses Geld muss zurückgeführt werden. Sprich: Jede Airline, die es sich aktuell leisten kann, keine Kredite aufzunehmen, wird nach der Krise in einer besseren Position sein, weil nicht zu viel Geld von den Einnahmen in den Schuldendienst fliesst.»

Druck auf die Ticketpreise

Gerade die Billigflieger Easyjet, Ryanair oder Wizz-Air beanspruchen kein staatliches Rettungspaket und genau sie würden jetzt mit günstigen Tarifen Druck aufsetzen, «während Lufthansa, Air France auch die Swiss erstmal die ersten drei, vier Jahren damit beschäftigt sein werden, ihre gesamten Gewinne, die hoffentlich dann wieder erzielt werden, zur Tilgung der aktuellen Schuldenlast dann aufzuwenden».

Das wisse auch die Lufthansa und wehre sich deshalb gegen weitere Auflagen für das 9-Milliarden-Euro Rettungspaket der deutschen Regierung, so Oldorf: «Der Preiskampf wird eher zunehmen. Die Alten werden versuchen, ihre Pfründe zu schützen und die Low-Cost-Carrier werden ganz stark versuchen, Marktanteile zu gewinnen.»

Unter dem Strich heisst das: Jede Fluggesellschaft wird vorerst versuchen, mit günstigen Tickets ihre Flugzeuge zu füllen, um ihre Position zu verteidigen.

Video
Aus dem Archiv: Schweizer Airlines erhalten verbürgte Kredite
Aus 10 vor 10 vom 29.04.2020.
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SRF 4 News, 29.06.2020; 06:10

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Heim  (Ursus)
    Gerade jetzt nach dem Shutdown der Coronakrise sollten den Billigairlines der Riegel vorgeschoben werden. Nachdem international die öffentl. Hand Milliarden Steuergelder in die Rettung der Airlines investieren, müssen kostendeckende Mindestpreise für Flüge festgelegt werden. Es geht Doch nicht an das Easyjet und Co das klimaschädliche Reiseverhalten mit Schnäppchenpreisen von neuem in Schwung bringen können. Reisen muss aus Umweltschutzgründen seinen Preis haben und das ist sehr gut so!
    1. Antwort von Hans Meier  (CO2-HAHA)
      Gerade die Billig Airlines haben die Krise ohne Zuschüsse überlebt!!
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Urs Heim: Das könnte eine globale Treibhausgassteuer bewirken. Fr. 150.--/Tonne CO2-Äquivalente und es wäre fertig mit der Billigfliegerei.
    3. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Hans Meier: Dafür mit Entlassungswellen. Diese Kosten tragen jetzt die Heimatstaaten der Entlassenen.
  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Wie toll ist denn das Bild.
  • Kommentar von marc rist  (mcrist)
    Die Fliegerei hat sich unter den aktuellen Umständen ohnehin weitgehend erledigt. Stundenlang maskiert, auf engstem Raum zusammengepfercht, in der Weltgeschichte herumkurven werden sich nicht allzu viele Zeitgenossen antun. Länger als maximal eine halbe Stunde halte ich es unter so einer Corona-Schutzmaske nicht aus.