Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Inhalt

Denuklearisierung als Ziel Chinas Präsident wird in Pjöngjang zu Besuch erwartet

  • Kurz vor dem G20-Gipfel in Japan reist Chinas Präsident Xi Jinping erstmals nach Nordkorea.
  • Der Besuch wird in der Region und den USA sehr genau beobachtet.
  • Xi will bei den Gesprächen in Pjöngjang Fortschritte in Fragen der Halbinsel erreichen. Damit dürften die Verhandlungen mit den USA über das nordkoreanische Atomprogramm gemeint sein.
Legende: Video Aus dem Archiv: Härterer Tonfall zwischen Nordkorea und USA abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 18.04.2019.

Erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt reist ein chinesischer Präsident wieder nach Nordkorea. Die Staatsmedien beider Länder kündigten kurzfristig einen Besuch von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping von Donnerstag bis Freitag dieser Woche im abgeschotteten Nachbarland an.

Die Visite erfolge auf Einladung des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un. Der erste Besuch Xi Jinpings in Nordkorea seit seinem Amtsantritt vor sechs Jahren fällt den chinesischen Berichten zufolge mit dem 70. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern zusammen.

Erster Besuch seit 14 Jahren

Der Besuch sei von «grosser Bedeutung für die Bemühungen, auf den Erfolgen der Vergangenheit aufzubauen, um die bilateralen Beziehungen weiter voranzutreiben», sagte Minister Song Tao von der internationalen Abteilung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei.

Den Berichten zufolge ist dies der erste Besuch eines chinesischen Präsidenten in Nordkorea seit 14 Jahren. Die nordkoreanischen Medien nannten zunächst keine Details.

Xi und Kim eine Ehrengarde abschreitend.
Legende: Seit März 2018 besuchte Kim Jong Un (hier der Besuch vom Juni 2018) Peking und Xi Jinping insgesamt vier Mal. Keystone / Archiv

China ist der engste Verbündete Pjöngjangs und ein wichtiger Akteur in den Verhandlungen über die atomare Abrüstung in Nordkorea. China sei bereit, eine konstruktive Rolle bei der Denuklearisierung der Halbinsel zu spielen, hatte Chinas Präsident im Januar beim letzten Besuch Kim Jong Uns in Peking gesagt.

Um im Atomkonflikt Nähe zu Peking zu zeigen, hatte Kim den chinesischen Präsidenten zuvor bereits mehrfach in China besucht. Seit März 2018, als Kim zum ersten Mal überhaupt einen offiziellen Staatsbesuch machte, ist er insgesamt vier Mal in China mit Xi Jinping zusammengekommen.

Seoul mischt mit

Xi Jinpings Besuch wurde jetzt zu einem Zeitpunkt angekündigt, an dem sich die USA und Südkorea darum bemühen, die Führung in Pjöngjang zu den Atomgesprächen zurückzubringen. Das zweite Gipfeltreffen zwischen Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump war Ende Februar in Vietnam gescheitert. Beide konnten sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas nicht einigen.

Die südkoreanische Regierung habe wegen des geplanten Besuchs Xi Jinpings in Nordkorea in engen Konsultationen mit Peking gestanden, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Der Besuch werde hoffentlich zu einer «frühen Wiederaufnahme der Verhandlungen über die komplette Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und einem dauerhaften Frieden» beitragen, hiess es.

US-Präsident Trump hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, er habe einen weiteren «schönen Brief» von Kim Jong Un erhalten. Zum Inhalt äusserte sich Trump dabei nicht. Auf die Frage nach einem möglichen weiteren persönlichen Treffen mit Kim sagte der Präsident: «Es könnte dazu kommen.» Konkreter wurde er nicht. Trump wird nach dem G20-Gipfel nach Südkorea weiterreisen.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Siehe SRF-Bericht von heute, 06.15 "Atomwaffen werden wichter". Nun ist alles klar, warum China und Nordkorea ein Denuklearisierung verfolgen. Gegen RU und die USA sind beide bedeutungslos. Mit diesem Kräfteverhältnis können weder Nordkorea noch China Expansionsgelüste verwirklichen. Auch wenn China aus allen Nähten platzt, wird es nicht wagen in die menschenleeren, aber rohstoffreichen Gebiete ihrer "Freunde" vorzudringen. Bin eher der Meinung von Trump. Die Kräfteverhältnisse belassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Marc Bühler  (Capten Demokratie)
      China braucht auch nicht ein Riesiges Arsenal. Es wäre vielleicht mal Interessant die Militärdoktrine dieser Staaten zu vergleichen. China: Atomwaffen werden nur eingesetzt wenn China selbst mit Atomwaffen angegriffen wird. Russland: Atomwaffen werden nur eingesetzt wenn ein Krieg auf Russischem Boden Stattfindet und Russland kurz vor einer Niederlage Steht. USA: wir behalten uns das Recht vor Atomwaffen gegen Jeden Feind an jedem Ort und Zeit einzusetzen. Übrigens von Obama neu geschrieben
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alexander Ognjenovic  (Alex)
    Ich bin sehr froh zu wissen dass das Bündnis zwischen Chinesen und Koreanern noch stärker wird! Gute und enge Beziehungen zwischen den Chinesen und Koreanern ist sehr wichtig, denn so wird verhindert dass Kriegstreiber aus den USA und Deutschland irgendwelchen Einfluss nehmen können! Wichtig ist auch dass die Chinesen und Koreaner auf gar keinen Fall auf Atombomben und Raketenabwehrsystemen verzichten! Denn diese Waffensysteme sind sehr wichtig um die Kriegstreiber fern zu halten!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen