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Brad Parscale muss den Posten räumen (Archivaufnahmen)
Aus News-Clip vom 16.07.2020.
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Dreieinhalb Monate vor US-Wahl Trump wechselt Wahlkampfleiter aus

  • Nur gut drei Monate vor der US-Wahl hat Präsident Donald Trump seinen Wahlkampfmanager ausgewechselt: Künftig werde Bill Stepien die Kampagne leiten.
  • Der bisherige Chef, Brad Parscale, werde sich weiter um Digitales und soziale Netzwerke kümmern, erklärte Trump auf Twitter.
  • Die neusten Umfragen sehen Trump deutlich hinter seinem Herausforderer Joe Biden von den Demokraten.

Der Personalwechsel dürfte auch mit den zuletzt für den Republikaner Trump sehr schlechten Umfragewerten zusammenhängen. Jüngste Erhebungen geben dem designierten Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, einen Vorsprung.

Mann an Wahlkampf mit roten Hüten in der Hand
Legende: Der scheidende Wahlkampfmanager Brad Parscale wurde besonders für seine Fähigkeiten im Bereich Datenanalyse und Technologie gelobt. Keystone

Bis zur Wahl am 3. November sind es aber noch gut drei Monate, was noch viel Raum für Überraschungen lässt. Umfragen zeigen unterdessen, dass eine Mehrheit der Wähler nicht von Trumps Umgang mit der Coronavirus-Pandemie beeindruckt ist. Die Pandemie ist in den USA weiter ausser Kontrolle – und eine Besserung scheint bei derzeit täglich Zehntausenden Neuinfektionen pro Tag bis auf Weiteres auch nicht in Sicht.

Trump verweist auf Clinton-Niederlage

Trump weist die schlechten Umfragewerte zurück. Er verweist darauf, dass Umfragen 2016 einen Sieg seiner damaligen Gegnerin Hillary Clinton prognostizierten – und damit falsch lagen. In seinem Tweet erklärte er, der Sieg in diesem Jahr sollte einfacher sein als jener vor vier Jahren, «weil unsere Umfragewerte schnell ansteigen».

Mann in Anzug
Legende: Bill Stepien, seit kurzem stellvertretender Kampagnenleiter, war in den ersten beiden Amtsjahren von Trump als politischer Direktor des Weissen Hauses tätig. Keystone

Das deckt sich allerdings nicht mit den öffentlich bekannten Umfragen, die Biden deutlich in Führung sehen, wie ein Überblick auf der Webseite RealClearPolitics zeigt. In einem von der Webseite FiveThirthyEight errechneten Durchschnitt landesweiter Umfragen etwa liegt Biden bei 50.3 Prozent, Trump bei 41.2 Prozent der Stimmen.

Parscale Schuld an gescheiterter Kundgebung in Oklahoma?

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US-Medienberichten zufolge machte Trump seinen bisherigen Wahlkampfmanager Parscale für die gescheiterte Kundgebung im Bundesstaat Oklahoma im Juni verantwortlich. Es sollte Trumps erste grosse Veranstaltung seit der Zuspitzung der Corona-Pandemie in den USA sein. Trump zufolge wollten trotz des Corona-Risikos bis zu eine Million Menschen an der Veranstaltung teilnehmen. Neben dem gemieteten Stadion wurde auch ein Aussenbereich mit Bühne errichtet. Letztlich blieben jedoch sogar in der Sporthalle Tausende Sitze frei. Eine weitere Grossveranstaltung, die ursprünglich fürs vergangene Wochenende im Freien im Staat New Hampshire geplant gewesen war, wurde mit Blick auf zu befürchtendes schlechtes Wetter abgesagt.

SRF 4 News, 16.07.2020, 07.00 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Wieser  (Walt)
    Diese polls kosten mir ein muedes Laecheln. Sie sind etwa so genau wie 2016 als man Hillary mit 93% und Trump mit 7% Gewinnchancen bewertet hat. Viel wichtiger ist folgende Meldung: National Association of Police Organizations backs Trump in 2020! Diese Organisation umfasst ca. 270,000 Mitglieder und deren Familien. 2012 & 2016 unterstuetzten sie die Demokraten. Ein riesen Verlust fuer Biden. Und da istnoch die "schweigende Mehrheit" die meistens das Zuenglein an der Waage fuer die Wahlen ist.
    1. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      Ihr Kommentar kostet mich ein sehr müdes Lächeln, weil Trump nun mal einiges deutlicher hinten liegt als dazumals gegen Clinton ( und das auch in vielen Swing-States und sogar Florida! ) - aber Sie dürfen natürlich weiterhin gaaaanz fest an den Wahlsieg von Trump glauben ….
  • Kommentar von Peter Stauffer  (Pfefferschote)
    Bald wechselt Trump sich vielleicht selber aus-
  • Kommentar von Kurt Willi  (kuwilli)
    Das mit dem Auswechseln ist sicher eine sehr gute Idee.
    Vielleicht sollten die Republikaner mal versuchen Ihren amtierenden Kandidaten auszuwechseln.
    1. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Eben: und warum tun sie das nicht?! warum halten die alle so die Füsse still? - das Lachen bleibt mir derzeit (fast) im Hals stecken.