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Legende: Audio Sechs Jahre Haft für ehemaligen Vatikan-Finanzchef abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 13.03.2019.
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Ehemaliger Vatikan-Finanzchef Sechs Jahre Haft für Kardinal George Pell

  • Der ehemalige Finanzchef des Vatikans, Kardinal George Pell, ist wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.
  • Dies teilte das zuständige Gericht im australischen Melbourne mit.
  • Damit blieb der Vorsitzende Richter Peter Kidd deutlich unter der möglichen Höchststrafe von 50 Jahren.
Legende: Video Proteste bei Gerichtsverhandlung Kardinal Pell abspielen. Laufzeit 00:29 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.03.2019.

Bis zu 50 Jahre Gefängnis hatten dem 77-Jährigen gedroht – sechs Jahre sind es schliesslich geworden. Trotzdem reagierten vor dem Gericht in Melbourne Überlebende des sexuellen Missbrauchs durch Geistliche sowie Angehörige von Opfern erleichtert. Weltweit sei nun ein Signal gesetzt worden, dass Kinder wichtig seien, meinte ein Mann.

Geschworene hatten Pell schon im Dezember für schuldig befunden, sich 1996 – damals als Erzbischof von Melbourne – im Abschluss an eine Messe an zwei Chorknaben vergangen zu haben. Der Richter meinte, Pells Verhalten sei «von atemberaubender Arroganz durchtränkt gewesen».

Er nahm bei der Strafzumessung aber das Alter, die Gesundheit und den sonst guten Leumund Pells in Betracht.

Enger Berater des Papstes

Der Kardinal muss mindestens drei Jahre und acht Monate absitzen, bevor er Bewährung beantragen kann. Pell hat gegen das Urteil Berufung eingelegt.

Pell ist der ehemalige Finanzchef des Vatikans. Er gehörte zu den engsten Beratern des Papstes und ist der bislang ranghöchste katholische Geistliche, der wegen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verurteilt worden ist.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Bortsch  (a2b3c4d5)
    Ich schrieb es gerade :
    “Es irrt der Mensch , so lang' er strebt“ .
    Oder : wenn man gehässig sein will :
    Es empfiehlt sich der Gang zum Psychiater. ------
    Aber , aber , so etwas sagt man doch nicht von
    einem “hohen“ Kirchenangehörigem“ !
    Richtig !
    Man erinnert sich der Zeit der Borgia - Päpste
    in der Kirche - “Die Kirche wird vom Menschen gemacht“ - dies gilt meiner Meinung nach
    grundsätzlich !
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  • Kommentar von Asher Meng  (Ashi)
    Das ist unfassbar. Da sieht man wieder einmal, was für eine Macht die Katholische Kirche hat und missbraucht. Die geschändeten Kinder tun mir sehr Leid, da Sie das nie mehr vergessen können. Habe als einziger Reformierte ins Kloster St, Johann im Val Müstair die Primarschule besucht. Könnte ein Buch schreiben, wie schändlich die Nonnen sich mir gegenüber verhalten haben. Dass ich ein Erzgauner sei, habe nach einem Streich, nie verstanden. Die Gewalt war für mich das schlimmste.Shame on you Pell
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  • Kommentar von Werner Gerber  (Emmentaler1)
    das ist ein zu mildes urteil für einen so hohen würdenträger. es ist zu hoffen, das die nächsthöhere instanz härter urteilen wird. da spielt das alter überhaupt keine rolle für diese verwerfliche tat.
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