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Eingestürzte Brücke Swiss Re könnte für das Genua-Unglück zur Kasse kommen

Bild der eingestürzten Brücke. Im Vordergrund eine Frau, die sich an den Kopf fasst.
Legende: Die Kosten für das Brückenunglück von Genua ist bislang noch kaum einschätzbar. Reuters

Der Einsturz der Autobahnbrücke «Morandi» in Genua wird nicht ohne beachtliche Folgenkosten bleiben. Wer das bezahlen muss, wird wohl auch die Gerichte beschäftigen. Werden dabei der Konzessionsnehmerin «Autostrade per l'Italia» für das Unglück eine finanzielle Verantwortung aufgebürdet, könnte vor allem der Schweizer Rückversicherer zur Kasse kommen.

Swiss Re hat sich bereits eingeschaltet

«Wir sind eine der wichtigsten Versicherungsgesellschaften von Autostrade per l'Italia», sagte eine Swiss-Re-Sprecherin.

«Wir können aber keine Details einzelner Versicherungsverträge oder Kommentare zur Deckung, die wir unseren Kunden bieten, bekannt geben», heisst es von Seiten des Rückversicherers weiter.

Swiss Re arbeite bereits mit den Kunden zusammen und unterstütze sie auch bei der Bewältigung der Auswirkungen dieses tragischen Ereignisses auf die Opfer und ihre Familien. Die Gesellschaft werde sich auch bei der Untersuchung einbringen, um die Ursache des Ereignisses zu ermitteln.

«Ikone» von der Brücke verschwunden

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Grüner Lastwagen auf einer Brücke.
Legende:reuters

Einsatzkräfte haben nach dem Brückeneinsturz von Genua die noch auf den Resten der Brücke stehenden Fahrzeuge geborgen. Darunter war auch der grüne Lastwagen, dessen Fahrer beim Unglück wenige Meter vor der Abbruchstelle bremsen konnte.

Die Fahrzeuge wurden am späten Donnerstagabend entfernt. Lokale Medien zeigten ein Video von dem Lastwagen am Abgrund.

eingebrochenesstueck

Weitere Morandi-Brücke gesperrt

Der Bürgermeister der süditalienischen Stadt Benevenuto hat eine Morandi-Brücke auf seinem Stadtgebiet bis auf Weiteres für den Verkehr sperren lassen.

Die Sicherheit der Bürger sei seine erste Priorität. Die Brücke werde erst wieder öffnen, wenn ein Expertenteam ihre Stabilität geprüft habe, schrieb der Bürgermeister auf Facebook.

Erst am Donnerstag hatte die Stadt Rom mitgeteilt, sie habe zwei Millionen Euro für ausserordentliche Renovierungsarbeiten an einer Morandi-Brücke auf dem Weg zum Flughafen Fiumicino bereitgestellt.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Müller, Santiago de Chile (urm)
    Die Swiss Re ist eine Rückversicherungsgesellschaft. D.h. die Brücke ist nicht bei ihr versichert, sondern bei einer anderen Versicherungsgesellschaft welche sich bei Swiss Re rückversichert hat. Im Schadenfall kommt Swiss Re erst "zum Zuge" wenn die eigentliche Versicherung "überfordert" ist. Sollte es soweit kommen darf die Swiss Re nicht jammern ... es ist schliesslich ihr Business.
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  • Kommentar von Benjamin Knie (Beno)
    Brücke abreissen wäre das Richtige und nichts reparieren. Die Brücke ist ein fehlerhaftes Projekt gewesen und es sollten neue Berechnungen geführt werden und das Konstrukt neu hochgezogen. Die Brücke wird immer eine Gefahr darstellen aber es werden ja nicht die Politiker sterben sondern nur die dummen Bürger.
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    1. Antwort von Urs Müller, Santiago de Chile (urm)
      Sie liegen mit Ihrer Meinung völlig richtig, es heisst heutzutage allerdings nicht mehr abreissen sondern "rückbauen" (was unter dem Strich auf das Selbe rauskommt). Wer die ganze Tragödie mitverfolgt hat, hat auch gelesen, dass sich auch der Rest des Viadukts möglicherweise noch selbst "rückbaut". Also nichts mit reparieren sondern neu bauen. Das alles zusammen wird so teuer, dass eventuell auch Swiss Re zur Kasse gebeten wird.
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  • Kommentar von Johannes Rösinger (JohMuc)
    Jeder Häuslebauer bekommt Auflagen von den Versicherungen wie er zu bauen hat und welche Standards er erfüllen muss. Gestern noch fielen viel über die EU her wegen der Finanzpolitik. Heute aber schreibt keiner die Schweiz, genauer die die Swiss Re, habe nur die Prämien kassiert und nicht geprüft ob die Brücken tauglich sind oder nicht. Soll ich nun denken die Schweiz ist verantwortlich, wie Sie gestern noch über die EU?
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    1. Antwort von Urs Müller, Santiago de Chile (urm)
      Es obliegt nicht der Swiss Re zu prüfen ob Brücken "tauglich" sind. Swiss Re versichert Versicherungen, nicht Brücken.
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    2. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Swiss Re ist ein Unternehmen, welches unabhängig vom Staat operiert. Wir sind im Kapitalismus, Rösinger. Ihr letzter Satz ist nicht zu entziffern.
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    3. Antwort von Johannes Rösinger (JohMuc)
      Vollkommen richtig, es obliegt aber auch nicht der EU die Brücken zu überprüfen. Dennoch wird in einem anderen Bericht die Meinung geäußert die EU sei schuld. Dies kann ich wiederum nicht "entziffern" ;-)
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