Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Einsatz im Mittelmeer Die Ocean Viking rettet rund 70 Menschen aus Seenot

  • Das deutsche Rettungsschiff «Ocean Viking» hat im zentralen Mittelmeer erneut Flüchtlinge und Migrantinnen aus Seenot gerettet.
  • Rund 70 Menschen seien von einem überfüllten Holzboot in maltesischen Gewässern in Sicherheit gebracht worden, teilten die Helfer der privaten Organisation SOS Mediterranee mit.
  • Ihr Boot habe Libyen drei Tage zuvor verlassen. Vier Menschen brachte die Crew der «Ocean Viking» demnach mit einer Krankentrage an Bord, weil sie zu erschöpft waren.
Video
Aus dem Archiv: Mehr als 2000 Flüchtlinge erreichen Lampedusa
Aus Tagesschau vom 10.05.2021.
abspielen

Zuvor hatte SOS Mediterranee bei weiteren Einsätzen rund 90 Menschen aufgenommen. Bei ihrer vierten Aktion gingen knapp 70 Menschen an Bord der «Ocean Viking». Darunter waren nach Angaben der Organisation 20 unbegleitete Minderjährige. Davor rettete die Crew 21 Menschen. Auf der «Ocean Viking» befinden sich damit etwas mehr als 200 Gerettete, wie es weiter hiess. Darunter sind fast 70 unbegleitete Minderjährige.

Andere Rettungsschiffe sind blockiert

Die «Ocean Viking» ist seit wenigen Tagen im zentralen Mittelmeer unterwegs, um Migranten aus Seenot zu retten, die sich von Nordafrika in meist kleinen und oft überfüllten Booten in Richtung EU aufmachen. SOS Mediterranee sind derzeit die einzigen, die in dem Gebiet operiert. Die übrigen privaten Organisationen sitzen mit ihren Schiffen in italienischen Häfen fest oder bereiten sich gerade auf einen kommenden Einsatz vor.

Zwei afrikanische Männer von hinten auf einem Schiff.
Legende: Die Ocean Viking ist derzeit das einzige private Rettungsschiff, das in dem Gebiet operiert. Archivbild. Keystone

Am Samstagabend berichtete das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR, dass die libysche Küstenwache mehr als 120 Menschen auf dem Mittelmeer aufgenommen und zurück nach Libyen gebracht hat. Nach einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens galten am Samstag zudem 43 Migranten als vermisst. Ihr Boot sei bei der versuchten Überfahrt aus Libyen in Richtung Europa gesunken, sagte ein Sprecher des tunesischen Roten Halbmonds. Die Vereinten Nationen verzeichneten in diesem Jahr mehr als 720 Migranten, die im zentralen Mittelmeer ihr Leben verloren.

SRF 4 News, 4.7.2021, 19 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

50 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von reto brunner  (BRe)
    Man muss endlich diesen heuchlerischen privaten Rettungsdiensten den Kamp ansagen. Es kann dann doch nicht sein dass diese ihre Existenz darin begründen, Flüchtlinge aus dem Meer zu „retten“ und laufend nach Europa zu schiffen - das Problem wird dann weiter an den Staat transferiert und die NGO lebt von den Spenden - was indirekt für Kosten für Rückführungen und Unterhalt entstehen, ist der Ocean Viking egal. Völlig ineffiziente Koordination und mangelnde Durchsetzung der EU!
  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    In Nordafrika hocken neu die chinesischen Arbeitgeber. Die sind daran gewöhnt, dass die ausgebeuteten Arbeiter bis zu 15 Std. am Tag schuften. Die einheimische Bevölkerung ist nicht daran gewöhnt. Kulturschock vom feinsten.
    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Und wir konsumieren fröhlich und unreflektiert weiter die ganze Billigware aus China.
  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Die Ocean Viking ist ein Deutsches Schiff, und sollte darum die Flüchtlinge nach Deutschland bringen.