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Erneut Luftangriffe in Nahost Angst vor Eskalation zwischen Israel und Libanon steigt

  • Israel und Libanon befinden sich offiziell im Kriegszustand.
  • Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hat nach eigenen Angaben den Norden Israels mit mehreren Raketen beschossen.
  • Der Angriff sei eine Reaktion auf einen am Donnerstag erfolgten Luftangriff durch Israel gewesen.
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Au dem Archiv: Libanon: Die Nerven liegen blank
04:43 min, aus Rendez-vous vom 05.07.2021.
abspielen. Laufzeit 04:43 Minuten.

Die israelische Armee berichtete am Freitag von 19 abgefeuerten Raketen. Drei seien noch im Libanon niedergegangen, zehn seien von der Raketenabwehr «Iron Dome» (Eisenkuppel) abgefangen worden, teilte Armeesprecher Amnon Scheffler mit.

In einer Mitteilung des Militärs hiess es, der Rest sei auf freier Fläche eingeschlagen. Die Armee habe daraufhin die Orte angegriffen, von denen die Raketen abgefeuert worden waren.

Die eng mit dem Iran verbündete Hisbollah übernahm anschliessend Verantwortung für Beschuss auf «freie Flächen» auf den Schebaa-Farmen. Sie seien eine Reaktion auf die Luftangriffe durch Israel am Donnerstag gewesen, hiess es in einer Stellungnahme. Es gab zunächst keine Berichte von Verletzten, wie der Rettungsdienst mitteilte.

Die Schebaa-Farmen

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Die Schebaa-Farmen gehören nach Auffassung der Vereinten Nationen zu den 1967 von Israel besetzten syrischen Gebieten. Syrien und einige Parteien im Libanon sehen das Gebiet jedoch als libanesisches Territorium an.

Am Donnerstag hatten israelische Kampfflieger Ziele im Süden des Nachbarlands angegriffen, wie die Armee mitteilte. Dies sei eine Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Libanon gewesen.

Vereinte Nationen sprechen von «gefährlicher Situation»

In den vergangenen Tagen und Wochen waren bereits mehrfach Raketen aus dem Südlibanon abgefeuert worden, die nach Ansicht der Armee allerdings von palästinensischen Gruppierungen stammten. An der Grenze kommt es immer wieder zu Spannungen. Vor allem für die eng mit dem Iran verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ist Israel ein Erzfeind.

Die Beobachtermission der Vereinten Nationen im Libanon (Unifil) forderte in einer Stellungnahme ein sofortiges Ende des gegenseitigen Beschusses und sprach von einer «sehr gefährlichen Situation», die nicht eskalieren dürfe.

Der israelische Armeesprecher Scheffler sagte hingegen: «Nach unserem Verständnis hat die Hisbollah absichtlich auf freie Flächen gezielt, um die Situation nicht zu eskalieren.» Sie wolle damit lediglich demonstrieren, dass sie die Kontrolle über den Südlibanon habe.

Rendez-vous, 06.08.2021, 12:30 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Dieter Mattmüller  (Dieter Mattmüller)
    Leider wird nirgends erwähnt, dass die Hisbollah ihre Raketen aus Dörfern abschiesst und die libanesische Bevölkerung als lebendige Schutzschilde missbraucht. Heute haben sich in einem Drusendorf die Einheimischen gewehrt und die Hisbollah-Terroristen vertrieben und den Raketenwerfer zerstört. Die Libanesen haben es satt, als Rückzugsort von iranfinanzierten Terroristen zu dienen, nur schweigt der Westen und hilft ihnen nicht aus Angst vor den Mullahs.
    1. Antwort von Eveline Arnold  (EAR)
      @Mattmüller. Ich frage mich, woher Sie diese Informationen haben. Gemäß Reuters schiesst Hizbollah nicht aus Dörfern. Die Druzes haben die Terroristen und ihren Raketenwerfer auf der Rückfahrt aufgehalten und die Libanesische Armee hat die Terroristen dann abgeführt und den Raketenwerfer beschlagnahmt. Mit einem haben Sie aber recht, viele Libanesen haben schon lange genug von der Hisbollah, haben aber alleine kaum Chancen, sie loszuwerden.
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Es wäre einiges gescheiter die Energie in das Entfernen der Ruinen und den Wiederaufbau in Beirut zu stecken. Das Volk leidet schon ohne diese Eskalationen und trotzdem wird zusätzliches Leid und Unverständnis geschaffen.
    1. Antwort von Manu Meier  (Manuel Meier)
      Es geht darum, dass sich die Hizbollah nicht alles von Israel gefallen lässt. Wenn es zu viel wird, dann müssen sie eine Antwort geben, sonst wird das ein Freipass. Die Raketen wurden bewusst in unbewohntes Gebiet geschossen, damit es ein "Zeichen" bleibt, und nicht mehr. Nur versteht Israel das nicht, weil sie denken sie dürfen alles tun, aber wehe der andere Antwortet.
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      @Manu Meier: Sie fallen auf die Propaganda herein. Die funktioniert so: Die Presse berichtet erst, wenn Israel zurückgeschossen hat. über die Raketen, die von Libanon aus bereits seit Tagen auf Israel abgeschossen wurden, können Sie im obigen Artiekel in einem Nebensatz gegen Ende hin lesen. Die meisten stoppen schon vorher mit lesen. Und bei denen im Kopf bleibt dann hängen, dass Israel angefangen habe. Weil es das ist was sie ohnehin glauben wollten.
    3. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Herr Meier, Was bringen diese gegenseitigen Raketenangriffe ausser Tod, Zerstörung, weiteren Hass und verhärtete Fronten? Ich sage mal rein gar nichts.