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Legende: Video Trump auf Truppenbesuch abspielen. Laufzeit 01:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 27.12.2018.
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Erster Besuch seit Amtsantritt Trump und First Lady überraschen US-Truppen im Irak

  • US-Präsident Donald Trump ist in den Irak gereist.
  • Dort hat er erstmals seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren US-Soldaten in einem Kampfgebiet besucht.
  • Trump landete am Mittwochabend mit seiner Frau Melania auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asad.
  • Er hat drei Stunden auf dem Stützpunkt verbracht. Auf dem Rückweg legte er einen Stopp im deutschen Ramstein ein.

Dort traf der Präsident US-Soldaten und Führungspersonal der Armee. Trumps Sprecherin Sarah Sanders verkündete den vorab nicht öffentlich angekündigten Besuch im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Der Präsident und die First Lady seien in den Irak geflogen, um den US-Soldaten vor Ort «für ihr Engagement, ihren Erfolg und ihr Opfer zu danken und um ihnen Frohe Weihnachten zu wünschen», schrieb Sanders und fügte ein Foto bei, das Trump und seine Frau gemeinsam mit jungen Soldaten zeigt.

Trump sagte auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Asad in der westirakischen Provinz Anbar, dass er keinerlei Pläne habe, US-Truppen aus dem Land abzuziehen. Man könne den Irak als Stützpunkt verwenden, falls die «USA etwas in Syrien unternehmen» müssten. Trump hatte in der vergangenen Woche angekündigt, alle amerikanischen Truppen aus dem Nachbarland Syrien abzuziehen, da die IS-Miliz dort besiegt sei.

Aber die Vereinigten Staaten «können nicht weiter der Weltpolizist sein», sagte Trump. Seine Pläne für einen vollständigen US-Abzug aus Syrien verteidigte er damit, dass dem Einsatz mittlerweile «genug Zeit» gegeben worden sei.

«Wir möchten nicht mehr von Ländern ausgenutzt werden, die uns und unser unglaubliches Militär nutzen, um sich zu schützen. Sie zahlen nicht dafür!», betonte der Präsident. Es sei nicht fair, wenn allein die Vereinigten Staaten diese Last trügen.

Zwischenlandung in Ramstein/DE

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Soldaten fotografieren Donald Trump
Legende:Auch in Ramstein sprach Trump mit US-Soldaten.Keystone
  • Auf dem Rückflug von seinem Truppenbesuch im Irak hat US-Präsident Donald Trump einen Zwischenstopp im deutschen Ramstein eingelegt.
  • Das Flugzeug des Präsidenten landete am frühen Donnerstagmorgen auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Rheinland-Pfalz, wie das Weisse Haus mitteilte.
  • Trump traf sich anlässlich des Tankstopps auch in Ramstein mit den dort stationierten US-Soldaten.
  • Nach einem ersten Gespräch mit Offizieren an Bord der Air Force One begab sich Trump zusammen mit First Lady Melania in einen Hangar, wo bereits zahlreiche amerikanische Soldaten auf sie warteten.

«Es ist lächerlich»

Mit Blick auf die zahlreichen US-Militäreinsätze in der Welt sagte Trump: «Wir sind auf der ganzen Welt verteilt. Wir sind in Ländern, von denen die meisten Menschen noch nicht einmal gehört haben. Ehrlich gesagt, es ist lächerlich.» Für den Präsidenten ist es in seiner Amtszeit der erste Besuch bei Kampftruppen im Ausland überhaupt.

In den vergangenen Monaten war der Druck auf Trump gestiegen, Truppen im Kampfgebiet einen Besuch abzustatten. Aus Sicherheitsgründen werden solche Trips nie vorher öffentlich angekündigt.

Trumps Besuch fällt in eine Zeit grösstmöglicher Turbulenzen im US-Verteidigungsministerium. Der Pentagon-Chef James Mattis hatte vor wenigen Tagen seinen Rücktritt angekündigt – wegen grundlegender inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten mit Trump.

Besuch während innenpolitischer Turbulenzen

Auch in Afghanistan will Trump die Truppenstärke stark reduzieren – Medienberichten zufolge will er die Hälfte der Soldaten dort abziehen. Diese Entscheidung stiess ebenfalls auf viel Kritik. Trump entschied sich mit dem Irak nun für einen Truppenbesuch in einem anderen Krisengebiet.

Seine Visite fällt auch in eine Phase anderer innenpolitischer Turbulenzen. Wegen eines erbitterten Streits mit den oppositionellen Demokraten über den Haushalt und die Grenzsicherung zu Mexiko stehen seit Tagen die Regierungsgeschäfte in den USA teilweise still.

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Reaktionen irakische Politiker über Trump Besuch sagen mehr als ganze westliche Presse. Iraker sind sauer und haben klar gesagt; dass Zeit der Besazung ist zu Ende. Premierminister hat sich geweigert Trump in militär Base zu treffen
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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Generell habe ich Verständnis für die USA, nicht länger Weltpolizist zu spielen. Aber die Entscheidung von Trump, die Kurden fallen zu lassen, finde ich verräterisch und vor allem am falschen Ort gespart.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Wieder mal macht sich diese "großartige" Armee kleinlaut vom Acker. Zuerst hat Bush jun. Im Nahen Osten einen Scherbenhaufen ohnegleichen angerichtet und hinterlassen und haben dann ihre Ziele, nämlich Aassad und den I S auszuschalten, verfehlt. In Afghanistan dieselbe Malaise, ein schon viel zu langes Versagen. Und dann die großmauligen Sprüche dieses POTUS
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