Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video EU-Gipfel zerstritten über Klimaziel abspielen. Laufzeit 03:25 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.06.2019.
Inhalt

EU-Gipfel in Brüssel Osteuropäer sabotieren verbindliches Klimaziel

  • Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich am EU-Gipfel in Brüssel nicht auf ein verbindliches Klimaziel bis 2050 einigen können.
  • Nach stundenlangen Verhandlungen wurde das Traktandum aus der Gipfelerklärung gestrichen.
  • Polen, Ungarn, die Tschechische Republik und Estland hatten sich gegen ein verbindliches Zieldatum für eine klimaneutrale Wirtschaft gewehrt.

Die EU soll Möglichkeiten ausarbeiten, um bis 2050 klimaneutral zu werden. So stand es schwarz auf weiss im Entwurf für die Schlusserklärung, welche die Staats- und Regierungschefs zu Beginn des Gipfels vor sich auf dem Tisch hatten.

Die Diplomaten der 28 Mitgliedstaaten hatten sich im Vorfeld des Gipfels darauf geeinigt. Doch während des Abends verschwand die Zahl wieder aus dem Dokument. Laut EU-Ratspräsident Donald Tusk war es «heute nicht möglich, Einstimmigkeit zu erreichen.»

Widerstand aus Polen und Ungarn

Die Staats- und Regierungschefs der vier osteuropäischen Länder Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik und Estlands wehrten sich gegen dieses zeitliche Ziel und legten ihr Veto ein.

Weil die Staats- und Regierungschefs immer einstimmig entscheiden müssen, konnten sich diese vier Staaten durchsetzen. Nun heisst es lediglich noch, dass die EU die Möglichkeiten voran treiben soll hin zu einer klimaneutralen EU.

Kein Datum für Klimaziele

Bis wann die EU als ganze dieses Ziel erreichen will, steht weiterhin in den Sternen. Dass die ganz grosse Mehrheit der Mitgliedstaaten dies bis 2050 erreichen will, verschwand in einer Fussnote. Für Klima-Aktivisten eine grosse Enttäuschung.

Auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hatte die EU aufgefordert, Klimaneutralität bis 2050 anzustreben. Die Grünen sprachen von «einer Schande».

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

40 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Hier wird doch nichts sabotiert. Die Oststaaten haben sich doch nicht gegen das bahnbrechende Verbot von Plastiksäckli und Trinkhalmen gestemmt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Erstaunlich dass in der zentralistischen und hegemonistischen EU die Mitgliedsstaaten doch was zu sagen haben.....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Auch die Bevölkerungsdichte spielt dabei eine Rolle. Kein Land sollte sollte mehr Bevölkerung zulassen, als es die Lebensgrundlage ALLER Lebewesen ertragen kann. Die CH und die EU selber sind weltweit der grösste Auslagerer von Agrarflächen in Entwicklungsländern, sie übertreffen längst die eigenen, von den Folgen nicht die Rede. Das meiste davon geht aufs Konto intensiver Fleischproduktion. Wo immer aber wir also unseren scheinheiligen Ökofuss hinsetzen, da ist schon ein anderer!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Gut so. Die Linken und Grünen sehen Zwangsmassnahmen vor, die gar nichts bringen. Aber das ist halt immer so, wenn weltfremde Ideologien Macht erhalten: Was hat der Sozialismus letztendlich geboren? Richtig, brutalsten Kapitalismus wie die russischen Oligarchen, ein paar wenige Superreiche, viele Arme. Mittlerweile sind die Grünen die grössten Umweltfrevler überhaupt. Dank Atomausstieg werden mit Windmühlen und Kohleabbau ganze Landschaften zerstört, der CO2-Ausstoss steigt massiv an... etc.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Ducrey: Es ist wohl allzu simpel, wie Sie die Linken in einen Kübel werfen und dabei als Vertreter weltfremder Ideologien hinstellen. Es gibt sowohl links- UND rechtsaussen, die weltfremd agieren. Ist etwas mehr soziale Gerechtigkeit weltfremd oder ist es Wohlhabenden zuwider, etwas mehr zu teilen? Oder ist Sorge tragen zur Natur weltfremd. Wer die Natur wirklich liebt, unterstützt gute Umweltschutzmassnahmen. Und ist es weltfremd, der Natur zuliebe, z.B. etwas weniger zu fliegen u.s.w.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen