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Patrick Mathys: «Rund 75 Prozent der Fälle sind auf die Delta-Variante zurückzuführen»
Aus News-Clip vom 20.07.2021.
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Europa und die Delta-Variante So entwickeln sich die Spitaleintritte in der jüngsten Welle

In vielen Ländern steigen die Neuinfektionen rasant. Die Belastung für die Spitäler bleibt aber bisher markant tiefer.

In vielen europäischen Ländern steigen nach den Öffnungen und wohl wegen der ansteckenderen Delta-Variante die Corona-Neuinfektionen wieder stark an. So liegt etwa in Grossbritannien die Inzidenz, also die Ansteckungen pro 100'000 Einwohner in 14 Tagen, bereits bei über 800, in den Niederlanden bei über 680 und in Spanien bei 630.

Zum Vergleich: In der Schweiz beträgt diese aktuell 70. Der Grenzwert des Bundesrats in der aktuellen Stabilisierungsphase beträgt 600 Neuinfektionen auf 100'000 Einwohnern in 14 Tagen. Unter anderem stehen bei Überschreitung dieses Werts wieder Verschärfungen der Massnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus zur Diskussion.

Wie belastet sind die Spitäler?

Doch wie wirken sich die steigenden Zahlen in den einzelnen Ländern auf die Hospitalisierungen aus? Die folgenden Grafiken zeigen uns die Fallzahlen und die Spitaleintritte in den verschiedenen Coronawellen in Ländern, in denen das Infektionsgeschehen bereits wieder stark angezogen hat.

Grossbritannien: Hier zeigen sich trotz starken Anstiegs der Fallzahlen seit Mitte Mai – anders als in den Wellen zuvor – bisher geringere Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. Die gemeldeten wöchentlichen Fallzahlen sind seither mehr als 25-mal höher, die wöchentlichen Hospitalisierungen haben sich von einem tiefen Niveau ausgehend in derselben Zeit knapp verfünffacht. In Grossbritannien sind 53 Prozent der Bevölkerung geimpft.

Israel: In Israel sind die wöchentlichen Neuinfektionen von 16 pro Million Einwohner Ende Mai auf über 600 Mitte Juli gestiegen. Die Spitaleintritte pro Million Einwohner im gleichen Zeitraum stiegen von 3.7 auf 17.1. In Israel sind 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Spanien: Auch in Spanien haben sich die wöchentlich gemeldeten Neuinfektionen seit Mitte Juni mehr als vervierfacht. Die Hospitalisierungen sind dagegen in der Woche bis zum 11. Juli stabil geblieben (aktuellste vorhandene Daten). Vollständig geimpft sind 50 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Spaniens.

Niederlande: In den Niederlanden sind die Zahlen der gemeldeten Neuinfektionen seit Ende Juni richtiggehend explodiert: Sie haben sich bis zum 11. Juli in nur zwei Wochen verzehnfacht. Bereits musste die Regierung einige der Öffnungen wieder rückgängig machen. In diesem Zeitraum zeigen sich auf die Hospitalisierungen jedoch noch keine Auswirkungen. Erfahrungsgemäss ziehen die Spitaleintritte aber etwas verzögert zu den Fallzahlen an. In den Niederlanden sind 43 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Schweiz: Auch in der Schweiz haben sich die wöchentlichen Fallzahlen seit zwei Wochen um den Faktor 3.5 erhöht. Die Spitaleintritte wegen einer Covid-19-Erkrankung pro Million Einwohner sind im gleichen Zeitraum von 1.8 auf 3.9 gestiegen. Die Spitaleintritte liegen allerdings derzeit immer noch sehr tief. In der Schweiz sind knapp 45 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

SRF 4 News, 20.07.2021, 15:00 Uhr

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77 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    Die obigen Grafiken sind bemerkenswert.
    1. Erstaunt es mich, wie wenige der positiv Getesteten effektiv im Krankenhaus landen.
    2. Obwohl schwer zu erkennen, sieht man, dass das Verhältnis Anzahl Hospitalisierungen/Anzahl positiv Getestete mit jeder Welle kleiner wird. Das könnte heissen, dass dem Virus allmählich der Saft ausgeht. Die Entwicklung würde demnach dahin gehen, dass Corona schlussendl. zu einem Virus wird, das zwar detektierbar ist, an dem aber niemand mehr ernsthaft erkrankt.
  • Kommentar von Manuel Sutter  (Manuell)
    Danke für diesen Beitrag. Dies ist genau die Information, die ich mir sonst immer selbst berechnen musste.
  • Kommentar von Stephan Wiederkehr  (EinmaligerNutzername)
    Die Graphen wären besser lesbar wenn man die Zahl der Infektionen durch einen Faktor (ca. 100) teilen würde, oder umgekehrt die Hospitalisationen mit diesem Faktor multiplizieren würde.