Zum Inhalt springen

Header

Audio
Kolumbien nimmt vorübergehend afghanische Flüchtlinge auf
Aus SRF 4 News aktuell vom 02.09.2021.
abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Inhalt

Evakuierung aus Afghanistan Von Kabul nach Bogotá: Vom Regen in die Traufe?

Kolumbien nimmt temporär 4000 Flüchtlinge auf. Dahinter stecken diplomatische Interessen.

Vor zwei Wochen haben die USA Kolumbien um die Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen gebeten. Der kolumbianische Präsident Iván Duque hat sofort zugesagt. Kolumbien schliesst sich damit der Gruppe der 15 Länder an, die die USA im Umgang mit den Flüchtlingen unterstützen. Afghanische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger dürfen sich für einen vorübergehenden Aufenthalt in Kolumbien registrieren.

Ankommende werden geimpft

Die Afghaninnen und Afghanen bekommen nach ihrer Ankunft eine Covid-Impfung und ihre Aufenthaltsbewilligungen werden geprüft. Danach sollen sie in die USA weiterreisen. Temporär wohnen diese Menschen in Hotels in Bogotá, alles bezahlt von der US-Regierung.

Doch in der kolumbianischen Hauptstadt eskalieren seit Monaten Proteste gegen die Regierung. Die Gewalt und die Instabilität in Kolumbien nimmt wieder zu. Im Klartext: Die 4000 Afghaninnen und Afghanen kommen von einem Krisengebiet in das nächste.

Für Kolumbien bedeutet diese Vereinbarung mit den USA aber auch eine Annäherung an die neue US-Administration unter Präsident Joe Biden. Der rechtskonservative kolumbianische Präsident hatte im US-Wahlkampf öffentlich Donald Trump unterstützt. Die Aufnahme der Flüchtlinge dient also auch der Beziehungspflege mit Washington.

SRF 4 News, 02.09.2021, 06:39 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Pascal Prado  (Pascal Prado)
    Nur weil der Autor Karasek einige Zeit in Kolumbien gelebt hat, müssen wir nun einen solchen Artikel mit diesem unsäglichen Vergleich lesen? Die kolumbianische Hauptstadt als Krisengebiet zu bezeichnen, entbehrt jeglicher Grundlage.
    1. Antwort von Delmar Lose  (DeLo)
      Ja leider gibt es immer weniger Qualitäts Jurnalismuss
  • Kommentar von Andy Gasser  (agasser)
    In ihrer Brutalität nehmen sich die Terroristen der Narcos und Taliban wohl nicht viel. Dennoch halte ich es für sehr gewagt, Kolumbien mit Afghanistan zu vergleichen. Die Situation in beiden Ländern ist ungleich verschieden. Kolumbien ist ein solider Staat mit grundlegenden Dienstleistungen und einem Mindestmaas an Sicherheit. Afghanistan nicht. Ich denke die meisten Afghanen sind froh, in Bogota statt in Kabul zu sein.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Kolumbien liegt im Hinterhof der USA. Allen Länder dort geht es nicht wirklich gut.
    2. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      @Planta: Ihr Versuch die Situation Kolumbiens den USA in die Schuhe zu schieben greift viel zu kurz. Der Bürgerkrieg mit den FARC Rebellen, die Narcos und die Korruption in der Regierung sind alles hausgemachte Probleme. Dazu eine Maus arme Bevölkerung ohne Bildungsmöglichkeiten. Auch ohne Amerikaner, CIA und FDA hätte das Land dieselben Probleme und käme kaum vom Fleck.
    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Sie widersprechen sich selber. Weiter oben behaupten sie, Kolumbien sei ein solider Staat mit einem Mindestmaß an Sicherheit.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Solche Menschen in Not Verschiebungen weltweit, machen KEINEN Sinn - vor allem nicht für die Betroffenen!
    In einem adäquaten Nachbarland humanitäre Hilfeleistungen bieten, machen sehr wohl Sinn!