Zum Inhalt springen

Header

Audio
Kern des US-Umweltschutzes ausgehebelt
Aus SRF 4 News aktuell vom 16.07.2020.
abspielen. Laufzeit 01:23 Minuten.
Inhalt

Fachleute sind entsetzt Trump lockert Umweltschutz

US-Präsident Donald Trump streicht die Prüfung auf Umweltverträglichkeit bei einigen Grossprojekten. Ein Rückschritt, sagen Umweltschützer.

US-Präsident Donald Trump lockert erneut wichtige Bestimmungen beim Umweltschutz. Durch die Änderung einer Verordnung zum wichtigsten nationalen Naturschutzgesetz sollen grosse Infrastrukturprojekte wie Strassen, Pipelines oder Kraftwerke künftig schneller gebaut werden können.

Das Gesetz, das 1970 in Kraft trat, gilt als Herzstück des staatlichen Umweltschutzes in den USA. Betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern von geplanten Grossprojekten gesteht es ein Mitspracherecht zu und schreibt Abklärungen zu den möglichen Auswirkungen auf die Umwelt vor.

Klimafolgen ausgeklammert

Mit der Regeländerung entfällt die Pflicht für diese Umweltverträglichkeitsprüfungen nun aber in einigen Kategorien von Grossprojekten. Bei den anderen wird die Zeit stark begrenzt, die für diese Abklärungen zur Verfügung stehen. Gänzlich entfällt die Pflicht, die Auswirkungen von Grossprojekten auf das Klima zu prüfen.

Beifall erhält der Präsident aus der Wirtschaft, die seit Längerem darüber klagt, dass die Bestimmung den Bau von Grossprojekten verzögere. Umweltfachleute hingegen zeigen sich entsetzt und bezeichnen die Regeländerung als grössten Rückschritt im Umweltschutz seit 40 Jahren.

In seiner Amtszeit hat Präsident Trump bereits gegen 100 Regeln und Bestimmungen im Umweltschutz gelockert oder ganz abgeschafft.

SRF 4 News, 16. Juli 2020, 06:10 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

112 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Weshalb tut sich die Schweizer Weltwirtschafts-Politik wohl mit der langjährigen, ausbeuterischen, zerstörenden "Konzern-Verantwortungslosigkeit" immer noch so schwer, diese in "Konzern-Verantwortungs-Übernahme" mit entsprechenden Gesetzen umzuwandeln? "Bundesrat, Parlament, Ämter, Behörden" = es geht um viel Geld, egoistischen Profit, Eigeninteressen-Verfolgung (Spendengelder, lukrative VR-Mandate - Lobbyismus)! Nicht um Umweltschutz und humanitäres Denken und Handeln!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    ...und der Grossteil der US-BürgerInnen sieht zu, was "Wahnsinn Trump und Co", weiter anrichtet!?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniel Häberlin  (Svensk)
      Ja, leider ist es so. Fairerweise muss man sich aber auch fragen: Was hätte die US-Bevölkerung denn für Möglichkeiten, gegen die Politik ihres Landes vorzugehen? Anders als in der Schweiz, wo man eine Initiative für eine Verfassungsänderung lancieren oder gegen ein Gesetz das Referendum ergreifen kann, gibt es in den USA nämlich keine direktdemokratischen Instrumente. Natürlich kann die US-Bevölkerung wählen und demonstrieren, aber auf die Sachpolitik hat dies leider herzlich wenig Einfluss.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Franz NANNI  (Aetti)
    Nach MIR die Sindtflut... nun, der Nachfolger wirds wieder richten muessen...
    Warum boykottiert die Welt nicht mal die USA... die verdienen es schon lange...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Franz NANNI: Sie dürfen gerne persönlich anfangen damit. Löschen Sie die Software auf Ihrem Computer und Smartphone. Fliegen Sie nicht mehr mit Boeing von Südafrika nach Europa oder noch besser: Schalten Sie das Internet ab. Das haben die Amerikaner erfunden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @Franz NANNI: Sie dürfen gerne anfangen damit. Löschen Sie die Software auf Ihrem Computer und Smartphone. Meiden Sie McDonalds. Fliegen Sie nicht mehr mit Boeing von Südafrika nach Europa. Noch besser: Schalten Sie das Internet ab. Das haben die Amerikaner erfunden. Sie sehen: Es ist rascher geschrieben als umgesetzt und würde ziemlich grosse persönliche Opfer kosten, die nur wenige bereit wären zu tragen. Die Welt ist heute ziemlich vernetzt, so dass man nicht einfach ein Teil rausnehmen kann.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
      Ein wenig Nachdenken bevor Sie schreiben wäre besser gewesen. Die Details sind das Problem, DT schafft einige unsinnige Bestimmungen ab ohne die wesentlichen Punkte zu berühren-mehr nicht.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen