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20'000 Feuerwehrleute hoffen auf Entspannung
Aus Tagesschau vom 13.09.2020.
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Flammen an der Westküste Waldbrände in USA: 33 Tote, viele Vermisste und schädlicher Smog

  • Bei den seit Wochen wütenden Waldbränden an der Westküste der USA sind laut Medienberichten mindestens 33 Menschen gestorben.
  • Der Fernsehsender NBC berichtete von bestätigten Toten in den Westküstenstaaten Kalifornien, Oregon und Washington.
  • In den drei Staaten entlang der Küste sind zudem Dutzende Menschen als vermisst gemeldet. Lokale Behörden befürchteten weitere Todesopfer.
Karte der Brandherde.
Legende: SRF

Zehntausende Menschen mussten auf der Flucht vor den Flammen bereits ihre Wohnungen verlassen, Hunderttausende sind allein in Oregon angewiesen, sich zumindest auf eine Evakuierung vorzubereiten. Laut «New York Times» war in den vergangenen Wochen eine Fläche von umgerechnet rund 20'200 Quadratkilometern Waldgebiet abgebrannt, das entspricht in etwa der Hälfte der Fläche der Schweiz.

Abgebrannter Garten.
Legende: Viele Menschen mussten ihr Zuhause wegen der Brände verlassen. Keystone

Zehntausende Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen die Waldbrände. An einigen Orten hat sich die Lage etwas stabilisiert. Im Bundesstaat Oregon wurden laut der Zeitung «The Oregonian» die Evakuierungs-Warnstufen in einigen Gebieten gelockert. Dort und in Kalifornien hofften die Behörden auf eine Entspannung durch günstige Winde und möglichen Regen.

Trump will Kalifornien besuchen

US-Präsident Donald Trump will sich am Montag zum ersten Mal persönlich in Kalifornien über die Waldbrände unterrichten lassen. Trump werde den McClellan Park besuchen, eine Siedlung nördlich von Sacramento im Zentrum des Bundesstaates, bestätigte Sprecher Judd Deere der Deutschen Presse-Agentur.

Frau steht vor den Überresten verbrannter Autos und Häuser.
Legende: Mittlerweile wurden in Teilen des Bundesstaates Oregon die Evakuierungs-Warnstufen gelockert. Doch viele Menschen haben bereits alles verloren. Keystone

Er werde dort an einer Besprechung mit Einsatzkräften der Region und des Bundes teilnehmen. Trump hatte für das Wochenende und den Beginn der Woche Wahlkampftermine im angrenzenden Bundesstaat Nevada geplant, laut US-Medien war auch ein Termin in Arizona am Montag vorgesehen.

Brände nähern sich der Grossstadt Portland

In diesem Jahr waren in Oregon laut «New York Times» wegen grosser Trockenheit besonders die Böden im Nordwesten des Staates ausgedörrt, wodurch die Brände auch in Regionen vordringen, die typischerweise nicht von Feuern betroffen sind.

Haus steht in Flammen.
Legende: Waldbrände lodern in einem Dutzend Staaten im Westen der USA. Keystone

In Oregon kamen die Brände am Samstag auch der Grossstadt Portland nahe. Laut der Datenbank IQAir war sie weltweit die Stadt mit der grössten Luftverschmutzung. Auch auf CNN hatten Ärzte berichtet, dass die Luftqualität in vielen Städten ein gesundheitsschädliches Niveau erreicht habe.

Waldbrände lodern in einem Dutzend Staaten im Westen der USA, darunter in Utah, Wyoming, Arizona, Colorado oder Idaho, wie die Bundesbehörde National Interagency Fire Center mitteilte. Rund 29'000 Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte kämpfen laut der Behörde in der gesamten betroffenen Region gegen die Flammen an.

Klimakrise trägt zu Waldbränden bei

Es gilt unter Wissenschaftlern als sicher, dass die Klimakrise Trockenheit, Hitze und Wetterextreme verschärft, die zu heftigeren Waldbränden beitragen. Schon jetzt zählen sechs der derzeitigen Brände zu den 20 grössten in der Geschichte Kaliforniens seit Beginn der Aufzeichnungen um 1930.

Tagesschau, 13.9.2020, 13 Uhr;

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Kirchhoff  (Charly)
    1. „Überwiegend wird jedoch in klimatischen Faktoren der Hauptgrund für das vermehrte Vorkommen von starken Waldbränden gesehen. Wie in früheren Jahrhunderten sind nach Auffassung der meisten Autoren auch in jüngster Zeit geringe Niederschläge, hohe Temperaturen, Dürren, heiße und trockene Winde und in manchen Fällen den Dürren vorangehende feuchte Phasen die wichtigsten Ursachen für Waldbrände in Kalifornien und den westlichen USA gewesen.“ (bildungsserver.de)
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      2. Als Ursachen für diese ungewöhnliche Situation werden sowohl natürliche Schwankungen wie z.B. das ENSO-Phänomen als auch Folgen der globalen Erwärmung wie die Ausdehnung der Hadley-Zelle oder das Abschmelzens des arktischen Meereises diskutiert.
    2. Antwort von Marti Müller  (Co2=Leben)
      Komisch, dass dieses Naturphänomen ausgerechnet vor den Wahlen stattfindet?
    3. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      @ Müller. Basteln sie sich gerade eine neue Verschwörungstheorie zusammen? „Zündet die Wälder an, damit der Zampano nicht wieder gewählt wird! Im Ernst jetzt?? :-)))
  • Kommentar von Marti Müller  (Co2=Leben)
    Hier ein Artikelauszug des Deutschen Naturbund NABU:
    .. "Zudem begünstigt die Trockenheit natürlich Feuer, insofern gibt es einen Zusammenhang. Allerdings gibt es zwei Faktoren, die nicht direkt mit dem Klimawandel zu tun haben: Zum einen sind die meisten Brände durch menschliches Handeln entstanden – ob aktiv durch Brandstiftung, durch Fahrlässigkeit wie Zigarettenkippen, heiße Autokatalysatoren..."
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      cozweileben. Und diese unsinnigen Brandstiftungen haben ihre fatale Auswirkung, weil es eben die Voraussetzungen dafür gibt: Trockenheit, Dürre! Merken Sie was?
    2. Antwort von Max Wyss  (Pdfguru)
      …oder Feuerwerk anlässlich einer "gener reveal party" (einer Party, während der herausposaunt wird, ob es ein Bub oder ein Mädchen wird)…

      (dies wird als Ursache eines der grössten Feuer in Kalifornien angegeben).
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Zuerst spreche ich den Angehörigen der Opfer mein herzliches Beileid aus! -
    Diese erneute Katastophe zeigt, dass der Klimawandel immer virulenter wird. Dieser wird beschleunigt u.a. durchs zügllose Abholzen im Amozanasgebiet und anderen Regionen der Welt (in den Tropen).Dabei wird die "Lunge" der Erde zerstört, die Trockenperioden und damit die Gefahr von Waldbränden werden gefördert. So gilt es, im Umwelt- und Klimaschutz zusammenzustehen; Klimaleugnern darf kein Gehör mehr geschenkt werden!
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Herr Känel, auf die Klimawandel-Leugner hört sowieso niemand. Viel schlimmer ist es, dass diejenigen welche ihn nicht einmal leugnen, ungenügend handeln! Zu sehen an stetig wachsender Zahl von SUV, Flugreisen, Kreuzfahrten uvm.. Immer heißt es: sollen doch "die Anderen" erstmal etwas machen.:-((